NSG Fauler See (Berlin)

From Offene Naturführer
Jump to: navigation, search


Mit Formular bearbeiten

Fauler See

Großgruppe: Naturschutzfläche
Schutzstatus: Naturschutzgebiet
Ortsangabe: Pankow

Was gibt es hier zu entdecken?
Der Faule See macht nur 20% des 25 Hektar großen Naturschutzgebietes aus. Durch gestalterische Anpflanzungen wurden abwechslungsreiche Wälder geschaffen. Auf Grund des hohen Totholzanteils ist das Waldareal ein wichtiger Rückzugsort für holzbewohnende Insekten und Baumpilze. Besonders wertvoll sind auch die mächtigen, über hundertjährigen Pappeln am westlichen Seeufer. Um den See können zahlreiche Vögel und Amphibien beobachtet werden.

Im Gebiet vorkommende Farn- und krautige Blütenpflanzen
Sumpffarn – Thelypteris palustris, Gemeiner Froschlöffel – Alisma plantago-aquatica, Kriechweide – Salix repens, Sumpf-Labkraut – Galium palustre, Wasser-Schwertlilie – Iris pseudacorus
Im Gebiet vorkommende holzige Blütenpflanzen
Spitzahorn – Acer platanoides
Im Gebiet vorkommende Vogelarten
Buntspecht – Dendrocopos major, Singdrossel – Turdus philomelos, Teichrohrsänger – Acrocephalus scirpaceus, Nachtigall – Luscinia megarhynchos, Reiherente – Aythya fuligula, Rothalstaucher – Podiceps grisegena, Haubentaucher – Podiceps cristatus, Zwergtaucher – Tachybaptus ruficollis, Eichelhäher – Garrulus glandarius, Amsel – Turdus merula, Rotkehlchen – Erithacus rubecula, Mönchsgrasmücke – Sylvia atricapilla, Zaunkönig – Troglodytes troglodytes, Kuckuck – Cuculus canorus, Sperber – Accipiter nisus, Waldohreule – Asio otus
Im Gebiet vorkommende Käfer
Großer Goldkäfer – Protaetia aeruginosa, Marmorierter Rosenkäfer – Protaetia lugubris, Gelbschuppiger Grubenstirn-Schnellkäfer – Lacon querceus, Heldbock – Cerambyx cerdo
Im Gebiet vorkommende Reptilien
Ringelnatter – Natrix natrix
Im Gebiet vorkommende Amphibien
Erdkröte – Bufo bufo, Moorfrosch – Rana arvalis, Grasfrosch – Rana temporaria, Teichfrosch – Pelophylax kl. esculentus
Entstehungsgeschichte:
Der Faule See entstand nach der letzten Eiszeit durch das Abschmelzen eines Toteisblocks. Heute wird der Wasserstand über die Einspeisung von Regenwasser aus den umgebenden Siedlungen reguliert und unterliegt daher teilweise starken Schwankungen. Durch die mit dem Regenwasser eingetragenen Nährstoffe hat sich eine große Faulschlammschicht gebildet. Der See verlandet.
Nutzungs- und Kulturgeschichte:Das Gebiet wurde 1933 unter Schutz gestellt. Der Name des Sees stammt von germanischen Siedlern, die das Gewässer als „fule Sei“ bezeichneten. Sonstiges:
Der Uferbereich musste wegen erheblicher Astbruchgefahr zur Sicherheit der Besucher gesperrt werden. Einschränkung der Zugänglichkeit:
keine Einschränkung

Bilder

Quellen und Weblinks