Nachtigall – Luscinia megarhynchos

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Deutscher Name: Nachtigall
Wissensch. Name: Luscinia megarhynchos
(Brehm, 1831)
Großgruppe: Vögel
Taxonomie: Ordnung Passeriformes / Familie Muscicapidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Zugvogel

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • Gesang
Die Nachtigall ist unauffällig klein und braun. Die Körperoberseite ist rotbraun und die Unterseite ist hell bis bräunlich. Man kann sie gut an ihrem charakteristischen Gesang erkennen.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Nachtigallen haben eine Größe von 15-18 cm, eine Flügellänge von 9 cm, eine Schnabellänge von 1,5 cm und ein Gewicht von 16-36 g. Die Körperoberseite, insbesondere der Bürzel und die Schwanzfedern, sind von rostbrauner Farbe. Die Körperunterseite ist eintönig hellgrau. Es ist kein Geschlechtsdimorphismus ausgeprägt.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Sprosser Der Sprosser sieht der Nachtigall sehr ähnlich. Seine Unterseite ist aber nicht einfarbig, sondern an der Brust und Kehle leicht dunkler gefleckt. Auch der Gesang ist ähnlich.

Laute: Die Männchen haben einen sehr abwechslungsreichen Gesang mit einem großen Tonumfang, der in den Abend- und Morgenstunden zu hören ist, unter anderem werden häufig anschwellende düü-düü-düü-Reihen eingebaut. Der Lockruf ist ein kurzer hoher huit-Ton, bei Störung warnen Nachtigallen mit einem tiefen rauhen karr-Laut.

Datei „Luscinia_megarhynchos_TSA-medium.mp3“ herunterladen (?/i) Kurz: Datei „Luscinia_megarhynchos_TSA-short.mp3“ herunterladen (?/i)
Lebensweise und Fortpflanzung: Zugvogel, der von Ende August bis Mitte April nach Mittelafrika, insbesondere nach Liberia und den Sudan zieht. Lebensraum: Lebt in lichten Wäldern mit dichtem Unterbewuchs, in Dickichten, Heidelandschaften, sowie in Gebüschen von Parks.

Mensch und Stadt

Nachtigallen sind häufig in der Stadt zu finden. Brutmöglichkeiten werden jedoch stetig weniger, da durch stärkere Pflegemaßnahmen das nötige dichte Unterholz und eine schützende Falllaubschicht immer seltener auf Friedhöfen, in Parkanlagen und Gärten vorkommen.

Wissenswertes

  • Name: Der Gattungsname "Luscinia" wurde aus den lateinischen Wörten clueo, was "berühmt sein" bedeutet und "canere" zusammen, was "singen" heißt, also mit "berühmter Sänger" umschrieben werden kann. Das Artepitheton setzt sich aus den altgriechischen Wörtern μεγας (megas) für "groß" oder "mächtig" und ῥυγχος (rhunkhos) für "Schnabel" zusammen und bedeutet damit "großer Schnabel".

Der deutschsprachige Name "Nachtigall" geht auf den althochdeutschen Begriff nahtagala bzw. dem mittelhochdeutschen nachtegal zurück, die Wortendung gal/galan bedeutet "singen". Damit bezieht sich dieser Name auf die nächtlichen Gesänge der Nachtigallen.

  • Kulturgeschichte: Früher galt der Gesang der Nachtigall als schmerzlindernd und sollte dem Sterbenden einen sanften Tod und dem Kranken eine rasche Genesung bringen.
  • Literatur: Das Zitat "es war die Nachtigall und nicht die Lerche" stammt aus Shakespeares "Romeo und Julia" und verweist auf die nächtliche Gesangsaktivität des Männchens zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden. Er gilt daher vor allem in der englischen Dichtung als Liebesvogel.
  • Berlin wird auch als Hauptstadt der Nachtigallen bezeichnet.
  • Stadtnachtigallen singen deutlich lauter als Waldnachtigallen. Mit über 100dB wird in der Stadt der Straßenverkehr übertönt. Sie sind besonders gut um 12 Uhr nachts zu hören.
  • Es singen nur die männlichen Vögel. Diese müssen den Gesang erst lernen und sind im ersten Jahr meist nur schwer als Nachtigall zu erkennen.
  • Die Nachtigall ist von April bis Juni zu beobachten. In den Volkstraditionen kündigt er den Frühling an.
  • Sie gehört zu den Zugvögeln und kann von April bis August in Deutschland beobachten werden. Ende August zieht sie nach Mittelafrika, insbesondere nach Liberia und den Sudan.

Quellen, Literatur, Weblinks