Nashornkäfer – Oryctes nasicornis

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Deutscher Name: Nashornkäfer
Wissensch. Name: Oryctes nasicornis
(Linnaeus, 1758)
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Käfer (Coleoptera) / Familie Blatthornkäfer (Scarabaeidae)
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • auffälliges Kopfhorn beim Männchen
Der Nashornkäfer ist dunkelbraun bis kastanienbraun. Die Unterseite und die Beine sind fuchsrot behaart. Die Männchen haben schwarzes Horn am Kopf. Das Kopfhorn ist bei den Weibchen deutlich kleiner oder fehlt.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Auf den Flügeldecken befinden sehr feine Punktreihen. Der Nashornkäfer kann 2-4 cm lang werden.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Mondhornkäfer – Copris lunaris Der Mondhornkäfer ist kleiner und hat deutliche Längsstreifen auf den Flügeldecken. Mondhornkäfer – Copris lunaris:  Siga, CC BY-SA 3.0


Lebensweise und Fortpflanzung: Die Larven entwickeln sich in vermodernden Stubben, Sägemehl oder Kompost. Die Entwicklung dauert 3-5 Jahre. Die Larven ernähren sich von Holz- und anderen Pflanzenfasern. Die Verpuppung findet dann in einem Kokon aus Lehm und Holzrückständen statt. Der geschlüpfte Käfer lebt ca. 4-5 Wochen.

Mensch und Stadt

Der Nashornkäfer besiedelte ursprünglich Eichenwälder mit weichem Holz-Mulm im Inneren von abgestorbenen Baumstämmen. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Mulmkäfer die heute als „Urwaldrelikte“ gelten, ist ihm der Übergang auf neue, vom Menschen gemachte Lebensräume gelungen. Er kommt heute auf Komposthaufen, an Sägemehlhaufen von Sägewerken oder in Strohlagern vor.

Wissenswertes

  • eineDer Nashornkäfer ist eine "besonders geschützte" Tierart in Deutschland.
  • Der Käfer fliegt im Juni und Juli abends in Schwärmen.
  • Das Kopfhorn der Männchen wird für Rivalenkämpfe eingesetzt.
  • Die Larven entwickeln sich in vermodernden Stubben, Sägemehl oder Kompost.

Quellen, Literatur, Weblinks