Nigella arvensis – Acker-Schwarzkümmel (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
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(Bild: W. Wohlers, JKI)

Nigella arvensis, der Acker-Schwarzkümmel gehört zur Familie der Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse). Die englischen Namen sind Field Nigella, Field Fennel Flower. EPPO-Code NIGAR.

Der Acker-Schwarzkümmel ist mit dem Getreidebau aus dem Vorderen Orient nach Mitteleuropa gekommen. Er ist aber nicht weit verbreitet, kommt heute in Deutschland nur noch selten vor und ist stark gefährdet, aber in Südosteuropa noch häufiger. Er wächst an Wegen, auf Äckern und offenen Flächen, auf warmen Standorten. Die möglichst kalkhaltigen, auch steinigen Sandböden müssen nährstoffreich sein.

Die einjährige Pflanze wird bis zu 40 cm hoch und ist stark verzweigt. Ihre Blätter sind meistens dreifach gefiedert mit filigranen, nadelförmigen Fiedern. Die ca. 3 cm großen Blüten fallen durch die hellblauen Kelchblätter auf; meistens sind es fünf, es können aber auch sieben sein. Die kleineren Kronblätter sind besonders gestaltet und auffallend gefärbt. Sie tragen Nektardrüsen, um Insekten anzulocken. Blütezeit ist Juni bis September.

Nigella arvensis gehört zur gleichen Gattung wie der Echte Schwarzkümmel (N. damascena), und enthält ebenso Saponine und ätherische Öle. Der Echte Kümmel (Carum carvi) gehört zu einer anderen Familie, zu den Apiaceae (Umbelliferen).

Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI. Januar 2013.