Oxybasis glauca – Meergrüner Gänsefuß (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W.Wohlers)

Oxybasis glauca (= Chenopodium glaucum), der Graugrüne oder auch Meergrüne Gänsefuß, gehört zur Familie der Amaranthaceae (Fuchsschwanzgewächse), Unterfamilie Chenopodioideae (Gänsefüße). Die englischen Namen sind Oak-leaved Goosefoot oder Glaucous Goosefoot. EPPO-Code CHEGL.

Der Graugrüne Gänsefuß ist häufig und kommt in Deutschland vor allem im Bereich von Flussläufen und Seengebieten vor. Er ist heimisch in Europa und wohl auch Asien. Nach Nordamerika wurde er verschleppt, wird dort aber auch als nativ angesehen. Im Norden kommt er kaum nördlich des 61sten Breitengrads vor. Er wächst auf Ödland, aber auch in Gärten. Auf dem Gelände viehhaltender Bauernhöfe kann man ihn finden, da er stickstoffliebend.

Der Graugrüne Gänsefuß ist einjährig. Seinen Namen hat er von den dunkelgrün gefärbten Blättern, die auf der Unterseite mit vielen Blasenhaaren besetzt sind und daher weiß erscheinen. Er verzweigt sich viel, wird aber kaum höher als 40 cm. Blütezeit ist von Mai bis September.

Der Graugrüner Gänsefuß wurde erst vor wenigen Jahren zur Gattung Oxybasis sortiert, zusammen mit vier weiteren Chenopodiaceen. Diese Gattung hat zwittrige Blüten mit maximal fünf Antheren, meistens aber weniger, sowie nur weibliche Blüten.

Verfasser: Wohlert Wohlers. Mai 2018.

Fotos vom Pollen des Graugrünen Gänsefuß siehe PalDat, eine palynologische Datenbank.

Eine detaillierte Beschreibung mit schönen Fotos gibt es beim finnischen Naturegate.