Papaver dubium – Saat-Mohn (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers, JKI)

Papaver dubium, der Saat-Mohn, gehört zur Familie der Papaveraceae (Mohngewächse). Der englische Name ist Long-headed Poppy. EPPO-Code PAPDU.

Der Saat-Mohn wächst vorwiegend auf freien Flächen, weniger mit den Saaten auf Feldern. Der deutsche Namen ist irreführend. Man findet ihn eher an Acker- und Wegrändern. Aber er kommt aus dem Mittelmeerraum und muss früher wohl auf Äckern gestanden haben, denn er hat sich in Deutschland wie in ganz Mitteleuropa mit dem Ackerbau ausgebreitet. Auch nach Nordamerika wurde er verschleppt. Er gedeiht gut auf trockenen, nährstoffreichen, kalkfreien Böden.

Der Saat-Mohn ist einjährig und kann bis zu 1 m hoch werden. Die Pflanze ist leicht rau behaart. Die Stängel können verzweigt sein und sind unterhalb der Blüte anliegend behaart. Die Blätter sind gefiedert, aber im Gegensatz zu anderen Mohnarten häufig unpaarig. Die Blüten variieren in verschiedenen Rottönungen, mit oder ohne schwarzer Basisfärbung, auch die Farbe der Antheren variiert. Blütezeit ist von Mai bis Juli. Die Samenkapsel ist schmal, nach oben etwas verbreitet mit vier bis neun Kammern.

Nicht nur der deutsche Name, die Art selbst führte zu Verwirrrungen. Darauf weist schon Linnaeus mit dem von ihm gewählten lateinischen Artname hin: dubium. Was zweifelhaft oder ungewiss bedeutet. Die Art variiert stark. Der Gelbmilch-Saatmohn hat gelben Saft, gelbe Milch, und wird meistens als Unterart zu Papaver dubium gezählt, manchmal aber auch als Papaver lecoqi.

Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI. Juli 2013.