Persicaria hydropiper – Wasserpfeffer (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
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(Bild: W. Wohlers, JKI)

Persicaria hydropiper (= Polygonum hydropiper), der Wasserpfeffer, auch Pfeffer-Knöterich, gehört zur Familie der Polygonaceae (Knöterichgewächse). Die englischen Namen sind Marshpepper Knotweed, Waterpepper. EPPO-Code POLHY.

Der Wasserpfeffer gedeiht auf nassen, nährstoffreichen Standorten bei allen Kulturpflanzen, sowohl Staunässe als auch hohe Niederschläge fördern ihn. Trockenheit verträgt er nicht. Er ist wohl von mitteleuropäischen Ufern und aus Sümpfen auf die Felder gewandert und ist weit verbreitet, sowohl in Nordamerika als auch in Asien.

Die einjährige Pflanze vermehrt sich ausschließlich mit ihren Samen, obwohl abgeschnittene Stängel am Knoten wieder bewurzeln. Sie kann unter guten Bedingungen bis zu 90 cm hoch werden. Die dünnen Stängel liegen häufig am Boden, sind aber aufrecht wachsend und meistens rot gefärbt. Die Blätter sind lanzettlich, kurz gestielt und nur am Rand kurz behaart. Kleine, weißlich grüne Blüten sitzen in lockeren Scheinähren, aber auch direkt am Stängel. Blütezeit ist Juni bis September.

Der Wasserpfeffer galt im Mittelalter als Heilpflanze (Herba Hydropiperis), auch wurde mit seinen Blättern gewürzt, die pfefferartig und etwas bitter schmecken. In Ostasien wird er heute noch verwendet und auch gezüchtet.

Verfasser W. Wohlers, JKI. Februar 2013.