Raupen (Schmetterlingslarven) - Lepidoptera

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Deutscher Name: Schmetterlingslarven
Wissensch. Name: Larven der Lepidoptera
Weitere deutsche Namen: Raupen
Großgruppe: Insekten

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • Körper raupenförmig
  • Kopf + Rumpfsegmente
  • Kopf mit dominanten Mundwerkzeugen
  • Rumpf in 13-14 gleichmäßig aneinandergereihte Segmente gegliedert
  • 5-8 Beinpaare
  • 4. + 5. Segment beinfrei
Der raupenförmige Körper der Schmetterlingslarven ist gegliedert in einen dominanten Kopf und 13-14 Rumpfsegmente. Letztere sind gleichmäßig aneinander gereiht. Die ersten 3 Segmente bilden die Brust, die folgenden 11 das Abdomen. Das 4. und das 5. Segment haben keine Beine. Raupen haben 5-8 Beinpaare, davon 2-5 Bauchfußpaare. Segment 12-14 haben oftmals gemeinsam 1 Paar Nachschieber. Schmetterlingslarven besitzen Punktaugen (Stemmata), stark ausgeprägte Mundwerkzeuge und stummelförmige Fühler. Sie haben meist eine grüne oder braune Färbung.

Die Raupe ist das eigentliche Fressstadium der Schmetterlinge. Ihr Körpervolumen vergrößert sich in sehr kurzer Zeit sehr stark, weshalb sie sich häufig häuten müssen. Der Körper mancher Raupen ist zusätzlich mit Haaren oder Borsten ausgestattet (Achtung - Brennhaare können giftig sein!). Junge Raupen haben oft eine andere Farbe und Lebensweise als ältere Individuen.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Der raupenförmige Körper der Schmetterlingslarven ist gegliedert in drei Bereiche - Kopf, Rumpf und Hinterleib. Die 14 Segmente des Rumpfes sind gleichmäßig aneinander gereiht. Die ersten 3 Segmente bilden die Brust, die folgenden 11 das Abdomen. Das 4. und das 5. Segment haben keine Beine. An der Rückseite des 1. Brustsegmentes befindet sich normalerweise ein Nackenschild aus Chitin. Seitlich davon liegen Stigma, das sind porenartige Öffnungen, welche das Tracheensystem mit Sauerstoff versorgen. Jedes der 11 Abdomensegmente trägt ein Stigma für die Atmung. Ebenso tragen einige dieser Segmente Gliedmaßen, die aber keine eigentlichen Beine, sondern lediglich ungegliederte Hautausstülpungen darstellen. Die Bauchbeineder Raupen sind wesentlich deutlich stärker ausgeprägt als die echten Beine und am Ende oftmals verbreitert. Schmetterlingslarven besitzen Punktaugen (Stemmata), stark ausgeprägte Mundwerkzeuge und stummelförmige Fühler. Sie haben meist eine grüne oder braune Färbung. Die Raupe ist das eigentliche Fressstadium der Schmetterlinge. Ihr Körpervolumen vergrößert sich in sehr kurzer Zeit sehr stark, weshalb sie sich häufig häuten müssen. Die Raupen der Schwärmer können bis zu 15 cm lang werden und gehören damit zu den größten in Europa.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Larven der Pflanzenwespen Die Larven der Pflanzenwespen haben 8 oder mehr Beinpaare, Raupen hingegen maximal 8. Weiterhin haben die Larven der Pflanzenwespen 1 freies Beinpaar, Raupen hingegen 2.

Verhalten: Einige Arten der Schmetterlingslarven zeigen Sozialerhalten auf. Beispielsweise leben die Raupen der Prozessionsspinner (Thaumetopoeidae) in großen Gespinsten zusammen. In diesen Prozessionen begeben sie sich dann auch gemeinsam zu ihrer Nahrungsquelle.

Lebensweise und Fortpflanzung: Raupen sind das Fressstadium der Schmetterlinge und verbringen daher die meiste Zeit mit der Nahrungsaufnahme. Einige Raupen spinnen die Blätter der Pflanzen, von welchen sie sich ernähren, zusammen oder rollen sie ein und fressen anschließend diese Blattröhre von innen auf (z.B. der Wickler (Tortricidae)).

Am Ende des Larvenstadiums verpuppen sich die Raupen. Nach der Puppe erfolgt die Metamorphose zum Schmetterling.

Lebensraum: Raupen Leben an Land und hier vorwiegend auf Pflanzen, von welchen sie sich auch ernähren. Sie leben meist versteckt und sind sehr gut an ihre Umgebung angepasst. Zum Schutz vor Fraßfeinden wenden sie entweder Mimikry (Warnung / Abschreckung) oder Mimese (Tarnung) an.

Verbreitung: ganz Deutschland

Wissenswertes

  • Giftigkeit: Einige Raupenarten sind giftig, z.B. die Larven des Eichenprozessionsspinners. Das Gift steckt hier in den feinen Haaren der Raupen.
  • Raupen leben meist versteckt und sind sehr gut an ihre Umgebung angepasst. Zum Schutz vor Fraßfeinden wenden sie entweder Mimikry (Warnung / Abschreckung) oder Mimese (Tarnung) an.
  • Ein besondere Art stellt die Larve des Seidenspinners dar (Larve des Bombyx mori). Sie ernährt sich ausschließlich von den Blättern des Maulbeerbaums und verpuppt sich am ende ihres Larvenstadiums in einen Seidenfaden.

Quellen, Literatur, Weblinks

https://de.wikipedia.org/wiki/Schmetterlinge#Raupe

https://de.wikipedia.org/wiki/Raupe_(Schmetterling)

https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/panorama/giftige-raupe-beim-zweiten-kontakt-lebensgefahr-id6461096.html (Zugriff 16.07.2017, 17:34 Uhr).

B. Klausnitzer: Stresemann - Exkursionsfauna von Deutschland, Band 2: Wirbellose: Insekten, 11. Auflage, 2011, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg (S.700 ff.)

An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Lisa F., Stephanie R., Katharina V.