Rhododendronzikade – Graphocephala fennahi

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Deutscher Name: Rhododendronzikade
Wissensch. Name: Graphocephala fennahi
(A. D. YOUNG, 1977)
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Schnabelkerfe (Hemiptera) / Familie Zwergzikaden (Cicadellinae)
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: In Deutschland ist die Rhododendronzikade ein Neozoon.

Merkmale

Besondere Merkmale: Die Rhododendronzikade zeichnet sich durch eine auffällig grüne Grundfärbung mit gelben, rot-orangen und violetten Farbflecken aus. Sie sitzt ihrem Namen entsprechend vor allem auf Rhododendronpflanzen.
Mit Rhododendronpflanzen kam diese Zikade vermutlich in den 1930er Jahren nach Europa. Ihre Färbung ist für europäische Arten besonders intensiv und auffällig. Die Rhododendronzikade kann bis zu 9 mm lang werden. Ihr Körperbau ist länglich und dachförmig. Männchen und Weibchen sind für Laien kaum zu unterscheiden. Männchen und Weibchen sind für Laien kaum zu unterscheiden. Die Eier überwintern in den Knospen der Rhododendren. Larven und frühere Entwicklungsstadien sind gelblich gefärbt. Geschlüpft im April entwickeln sie sich bis Juni zu ausgestalteten adulten Tieren.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Die Rhododendronzikade zeichnet sich durch eine auffällig grüne Grundfärbung mit gelben, rot-orangen und violetten Farbflecken aus. Die Rhododendronzikade kann bis zu 9 mm lang werden. Ihr Körperbau ist länglich und dachförmig. Sie sitzt ihrem Namen entsprechend vor allem auf Rhododendronpflanzen. Die Rhododendronzikade lebt vom Saft der Rhododendronpflanzen oder auch von Efeu, Linden, Platanen oder Ahorn.

Verhalten: In ihren Wirtspflanzen ist die Rhododendronzikade auf sonnigen Blattoberseiten zu beobachten.

Lebensweise und Fortpflanzung: Die Rhododendronzikade lebt vom Saft der Rhododendronpflanzen oder auch von Efeu, Linden, Platanen oder Ahorn. Die Paarung erfolgt mit aneinander verankerten Hinterleiben.

Lebensraum: Die Rhododendronzikade lebt vorzugsweise auf ihren Wirtspflanzen wie Rhododendron, Efeu, Linde, Ahorn oder Platane, von deren Pflanzensaft sie sich ernährt. Die Zikade ist dementsprechend auf Friedhöfen, in Parks oder Gärten anzufinden.

Verbreitung: Die Rhododendronzikade hat ihren Ursprung in Nordamerika, von wo sie mit den Rhododendren aus nach Europa eingetragen wurde. 1978 wurde sie erstmals in Deutschland nachgewiesen.

Mensch und Stadt

Die Rhododendronzikade lebt auf ihren Wirtspflanzen, die typische Stadtpflanzen sind: Efeu, Linde, Ahorn, Platane oder natürlich der Rhododendron.

Die Rhododendronzikade ist als Schädling aufgrund ihres Saugens von Pflanzensaft zu bezeichnen. Beim Einstechen ihres Rüssels trägt die Zikade zudem Pilzerkrankungen in die Wirtspflanze ein. Typisches Bild dafür sind die eingetrockneten Blütenknospen des Rhododendrons. Befallene Knospen sind im Hausmüll zu entsorgen, um eine Neuausbreitung zu verhindern.


Quellen, Literatur, Weblinks

Pareys Buch der Insekten : ein Feldführer der europäischen Insekten. Michael Chinery. Blackwell Verlag. 2002

Zikaden : kennenlernen und beobachten. Reinhard Remane, Ekkehard Wachmann. Naturbuch-Verlag. 1993

An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Nicole und Philipp