Rote Gartenameise – Myrmica rubra

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Deutscher Name: Rote Gartenameise
Wissensch. Name: Myrmica rubra
(Linnaeus, 1758)
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Hymenoptera / Familie Formicidae
Deutsche Wikipedia-Seite

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • Arbeiterinnen rötlichbraun
  • Männchen schwarz, hellere Hinterleibsspitze
  • Königin dunkler
Die Königin der Roten Gartenameise ist größer als die Arbeiterinnen und die Männchen und hat einen deutlich dunkler gefärbten Rumpf als die diese. Die Männchen sind schwarz gefärbt, die Hinterleibsspitze ist etwas heller als der restliche Körper. Die Arbeiterinnen sind rötlichbraun und am Kopf dunkelbraun. Der Kopf wirkt langgezogen.

Bilder

Beschreibung


Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

Die Rote Gartenameise besiedelt ganz unterschiedliche Lebensräume - Wiesen und Gärten genauso wie Wälder und Buschland. Sie bevorzugt vor allem feuchte und halbschattige Standorte. In hohen Wiesen und stark bebuschten Flächen ist sie meist die einzige Ameisenart. Sie ist auch in warmen Laub- und Auwäldern anzutreffen. Sehr trockene und pflanzenlose Standorte meidet sie. Ihre Nester baut die Rote Gartenameise in morschem Holz, unter Moospolstern und im Schutz von Steinen, aber auch im offenen Feld.

Wissenswertes

  • Nester der Roten Gartenameise beherbergen im Schnitt 15 Königinnen und 1000 Arbeiterinnen. Im Extremfall können dort aber auch 20.000 Arbeiterinnen und 600 Königinnen vorkommen.
  • Bei der Nestverteidigung sind Rote Gartenameisen sehr aggressiv.
  • Bei der Nahrungssuche krabbelt Arbeiterinnen auch auf Büsche und Bäume.
  • Bei Überflutungen können Rote Gartenameisen ein Floß bilden, die nur aus Tieren bestehen.
  • Die Rote Gartenameise ist ein Allesfresser und ernährt sich hauptsächlich von Aas, Insekten und Nektarinen.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • H. Bellmann „Der neue Kosmos-Insektenführer“, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 1999
  • H. Bellmann „Bienen Wespen Ameisen – Hautflügler Mitteleuropas“, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 2005 (2. Auflage)
  • SAURE, C. 2005: Rote Liste und Gesamtartenliste der Bienen und Wespen(Hymenoptera part.) von Berlin mit Angaben zu den Ameisen. In: DER LANDESBEAUFTRAGTE FÜR NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE/SENATSVERWALTUNG FÜR STADTENTWICKLUNG (Hrsg.): Rote Listen der gefährdeten Pflanzen und Tiere von Berlin.CD-ROM.
  • Seite „Rote Gartenameise“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. April 2016, 16:22 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rote_Gartenameise&oldid=153295815 (Abgerufen: 2. Februar 2018, 14:41 UTC)