Schlosspark Charlottenburg (Berlin)

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Schlosspark Charlottenburg

Großgruppe: Grünfläche (wie Parks oder Friedhöfe)
Schutzstatus: Gartendenkmal
Ortsangabe: Charlottenburg-Wilmersdorf

Was gibt es hier zu entdecken?
Aufgrund seiner hohen Flächenstrukturierung bietet der Schlosspark Charlottenburg einen wichtigen Rückzug für eine Vielzahl brütender Vögel. Einige Alteichen sind vermutlich aus der Gestaltungsphase um 1700 erhalten geblieben. Sie bilden mit ihrem Hohen Totholzanteil wichtigen Lebensraum für holzbewohnende Insekten wie dem Eremiten. Auf dem zentralen Karpfenteich kann man im Sommer den Höckerschwan mit seinen Jungen beobachten. Auch der Biber hat sich hier sein Revier eingerichtet. Im Frühling und Sommer blüht der Garten in voller Blütenpracht auf.
Im Gebiet vorkommende Farn- und krautige Blütenpflanzen
Sibirischer Blaustern – Scilla siberica, Gewöhnlicher Scharfer Hahnenfuß – Ranunculus acris, Sand-Fingerkraut – Potentilla incana
Im Gebiet vorkommende Vogelarten
Amsel – Turdus merula, Bachstelze – Motacilla alba, Blässhuhn – Fulica atra, Blaumeise – Cyanistes caeruleus, Buchfink – Fringilla coelebs, Buntspecht – Dendrocopos major, Eichelhäher – Garrulus glandarius, Feldsperling – Passer montanus, Fitis – Phylloscopus trochilus, Gartenbaumläufer – Certhia brachydactyla, Gartengrasmücke – Sylvia borin, Gelbspötter – Hippolais icterina, Girlitz – Serinus serinus, Grauschnäpper – Muscicapa striata, Grünfink – Chloris chloris, Grünspecht – Picus viridis, Habicht – Accipiter gentilis, Hausrotschwanz – Phoenicurus ochruros, Haussperling – Passer domesticus, Höckerschwan – Cygnus olor, Kanadagans – Branta canadensis, Kernbeißer – Coccothraustes coccothraustes, Klappergrasmücke – Sylvia curruca, Kleiber – Sitta europaea, Kohlmeise – Parus major, Mandarinente – Aix galericulata, Mäusebussard – Buteo buteo, Mönchsgrasmücke – Sylvia atricapilla, Nachtigall – Luscinia megarhynchos, Ringeltaube – Columba palumbus, Rotkehlchen – Erithacus rubecula, Singdrossel – Turdus philomelos, Star – Sturnus vulgaris, Stieglitz – Carduelis carduelis, Stockente – Anas platyrhynchos, Teichrohrsänger – Acrocephalus scirpaceus, Zaunkönig – Troglodytes troglodytes, Zilpzalp – Phylloscopus collybita, Gartenrotschwanz – Phoenicurus phoenicurus, Heckenbraunelle – Prunella modularis, Sommergoldhähnchen – Regulus ignicapillus, Waldlaubsänger – Phylloscopus sibilatrix, Gartengrasmücke – Sylvia borin, Nebelkrähe – Corvus cornix
Im Gebiet vorkommende Käfer
Eremit – Osmoderma eremita
Im Gebiet vorkommende Säugetiere
Eichhörnchen – Sciurus vulgaris, Europäischer Biber – Castor fiber
Beschreibung des Gebietes, Naturdenkmales etc.:
Die Gartenflächen sind durch Alleen in kunstvoll gestaltete Rasenfelder und schattige Waldbereiche gegliedert. Die kunstvollen Ornamente aus geschnittenen Buchs-Hecken, sog. Broderien, sind ein besonderer Blickfang. Auf der Terrasse vor der Schlossfassade stehen kunstvoll beschnittene Apfelsinen-, Zitronen- und Pomeranzenbäume. Auch kann man hier zahlreiche Skulpturen aus verschiedenen Epochen bewundern.
Entstehungsgeschichte:
Der Schlossgarten Charlottenburg wurde 1697 als französischer Barockgarten angelegt. Er ist heute als Gartendenkmal geschützt.
Nutzungs- und Kulturgeschichte:Nach dem frühen Tod der Königin Luise wurde ein Mausoleum an ihrem Lieblingsplatz errichtet.

Der Schlossgarten dient den Bewohnern der angrenzenden, dicht besiedelten Charlottenburger Altbaugebiete seit langer Zeit als Naherholungsgebiet. Im Rahmen der Umgestaltung des Schlossparks wurde das Wegenetz erneuert und erweitert. Sonstiges:
Vom Schlosspark aus kann man am Südufer der Spree entlang bis Ruhleben oder zur Dovebrücke und von dort weiter am Landwehrkanal entlang bis in den Großen Tiergarten wandern. Einschränkung der Zugänglichkeit:
geregelte Öffnungszeiten

Bilder

Quellen und Weblinks

unveröffentlicht. Bestandteil des DBU-geförderten Projekts „Entwicklung und Erprobung von Kommunikations- und Umsetzungsstrategien zur Implementierung von Naturschutzzielen in die Pflege historischer Parkanlage“ TU Berlin.