Seefrosch – Pelophylax ridibundus

From Offene Naturführer
Jump to: navigation, search
Mit Formular bearbeiten
Deutscher Name: Seefrosch
Wissensch. Name: Pelophylax ridibundus
Wissensch. Synonyme: Rana ridibunda
Großgruppe: Amphibien
Taxonomie: Ordnung Anura / Familie Ranidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • dunkelgraue Schallblasen
Der Seefrosch ist relativ groß und hat eine warzige Haut. Der Rücken ist olivgrün bis braun und hat dunkle, unregelmäßige Flecken. Auf dem Rücken verläuft ein gelbgrüner Streifen. Die Hinterbeine sind vergleichsweise lang. Die Schallblasen der Männchen sind dunkelgrau. Zur Paarungszeit bildet es dunkle Brunftschwielen an den Daumen aus. Die Weibchen sind meist größer.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Der Seefrosch ist ein kräftiger Wasserfrosch mit langen Hinterbeinen, die sich in Sitzhaltung überlappen. Die Oberseite kann von olivgrün bis grünbraun, gelbgrau oder dunkel-bis hellgrün gefärbt sein mit großflächigen, verwaschenen Flecken. Die Rückendrüsenleisten sind deutlich sichtbar und verlaufen vom hinteren Augenrand bis zur Lendenregion. Der Bauch ist weißlich gefärbt und dunkel marmoriert. Die Hinterseite der Oberschenkel ist weiß und olivgrün marmoriert, an den Zehen sind gut entwickelte Schwimmhäute ausgebildet. Zur Paarungszeit bildet das Männchen dunkle Brunftschwielen an den Daumen aus.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Teichfrosch Der Teichfrosch hat gräuliche Schallblasen und kürzere Hinterbeine.
Kleiner Wasserfrosch Der Kleine Wasserfrosch hat weiße Schallblasen und kürzere Hinterbeine.

Verhalten: Der Seefrosch ist in seinem Verhalten relativ stationär. Die Jungtiere bewegen sich nur wenige Meter vom Gewässer fort.

Laute:

Datei „Pelophylax_ridibundus_TSA-medium.mp3“ herunterladen (?/i) Kurz: Datei „Pelophylax_ridibundus_TSA-short.mp3“ herunterladen (?/i)
Lebensweise und Fortpflanzung: Zum Überwintern gräbt er sich im Bodenschlamm von Gewässern ein. Lebensraum: Der Seefrosch bevorzugt tiefere Gewässer, die im Winter nicht komplett zufrieren und ist an wenig beschatteten Seen, Kanälen und breiten Gräben zu finden. Verbreitung: Der Seefrosch ist in Deutschland lückenhaft verbreitet. Er besiedelt auch große Teile Mittel- und Osteuropas, wo er vor allem im Flachland und Mittelgebirge anzutreffen ist. Verbreitung nach Bundesland:
BE, BB, BW, BY, HB, HH, HE, MV, NI, NW, RP, SN, ST, SH, TH

Mensch und Stadt

Den Seefrosch kann man beim Sonnenbaden an der Uferlinie von Baggerseen, naturnahen Kanalrändern und sogar Fischteichen beobachten. Bei Gefahr oder Bedrohung flüchtet er schnell ins Wasser. Er bevorzugt tiefere, wenig beschattete Gewässer, die im Winter nicht komplett zufrieren.

Wissenswertes

  • Der Seefrosch und der Kleine Wasserfrosch sind die Elternarten des Hybriden Teichfrosch.
  • Der Paarungsruf des Seefrosches klingt wie ein kicherndes Lachen.
  • Die genaue taxonomische Einordnung ist noch unklar. Das liegt unter anderem an der häufigen Kreuzung mit anderen Froscharten (Hybridbildung).
  • Der wärmeliebende Seefrosch gehört zu den Spätlaichern und pflanzt sich erst im Mai bis Juni fort.
  • Er ist in seinem Verhalten relativ stationär. Die Jungtiere bewegen sich nur wenige Meter vom Gewässer fort. Zum Überwintern gräbt er sich in den Bodenschlamm von Gewässern ein.
  • Alle europäischen Amphibien sind besonders geschützt und dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.

Quellen, Literatur, Weblinks

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/amphibien/artenportraets/10686.html