Sperbergrasmücke – Sylvia nisoria

From Offene Naturführer
Jump to: navigation, search
Mit Formular bearbeiten
Deutscher Name: Sperbergrasmücke
Wissensch. Name: Sylvia nisoria
(Bechstein, 1795)
Großgruppe: Vögel
Taxonomie: Ordnung Passeriformes / Familie Sylviidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: Vorwarnliste
Status: Zugvogel

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • gelbe Augen
  • quergestreifter Bauch
Die Sperbergrasmücke ist unauffällig graubraun. Die Unterseite ist dunkelgrau mit dünnen Querstreifen. Ihre gelbe Iris, die Form des Schwanzes und die Querstreifen erinnern an einen Sperber.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Sperbergrasmücken haben eine Größe von 15 cm, eine Flügellänge von 8,5-9,5 cm eine Schnabellänge von 1,5-2 cm und ein Gewicht von 21-34 g.

Laute: Der Lockruf besteht aus kurzen einzelnen leisen tscharr-Lauten, bei Störung warnen Sperbergrasmücken mit einem lauten schnarrenden gedehnten errr-Ton, außerdem mit einem kurzen zweisilibigen tza-tza. Diese Laute sind häufig auch Teil des Gesanges. Gesang besteht auch stark variierenden lauten flötenartigen Tönen.

Datei „Sylvia_nisoria_TSA-medium.mp3“ herunterladen (?/i) Kurz: Datei „Sylvia_nisoria_TSA-short.mp3“ herunterladen (?/i)
Lebensweise und Fortpflanzung: Sperbergrasmücken sind Zugvögel, die im September ins östliche Afrika ziehen und im Mai nach Deutschland zurückkehren. Lebensraum: Lebt in hohen Büschen und Hecken wie z.B. Schlehe, Weißdorn oder Hundsrose, sowie an Hängen und Lichtungen.

Mensch und Stadt

Die Sperbergrasmücke kommt auf offenem Gelände mit hohen Gebüschen vor. In der Stadt ist sie an Bahndämmen, auf Brachen sowie auf ehemaligen Truppenübungsplätzen zu finden.

Wissenswertes

  • Name: Der Gattungsname "Sylvia" ist vom lateinischen Wort "silva" abgeleitet, was "Flur", "Park" oder "Wald" bedeutet. Das Artepitheton "nisoria" ist eine Abwandlung von "nisus" dem wissenschaftlichen Artnamen des Sperbers und bezieht sich damit auf hell-dunkle Querstreifung der Körperunterseite dieser Grasmücke.
  • Die Sperbergrasmücke kommt häufig gemeinsam mit dem Neuntöter vor und sucht sogar aktiv dessen Nähe. Eine Theorie ist, dass die relativ leise Sperbergrasmücke von dem ausgeprägten Warnverhalten des Neuntöters profitiert.
  • Sperbergrasmücken sind Zugvögel, die im September ins östliche Afrika ziehen. Im Mai kehren sie nach Deutschland zurück.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Vladimir Bejcek (1988): Zugvögel: S.184, Verlag Werner Dausien, Hanau/Main.
  • Seite „Sperbergrasmücke“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13. Februar 2015, 11:49 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sperbergrasm%C3%BCcke&oldid=138787280 (Abgerufen: 17. Februar 2016, 15:11 UTC)
  • Seite „Neuntöter“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 30. Januar 2016, 21:32 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Neunt%C3%B6ter&oldid=150864967 (Abgerufen: 8. März 2016, 10:50 UTC)
  • Witt, K. & Steiof, K. (2013): Rote Liste und Liste der Brutvögel von Berlin, 3.Fassung, 15.11.2013. In: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V. (Hrsg.): Berliner Ornithologischer Bericht, Berlin, 23: 1-23.