Trauerschnäpper – Ficedula hypoleuca

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Deutscher Name: Trauerschnäpper
Wissensch. Name: Ficedula hypoleuca
(Pallas, 1764)
Großgruppe: Vögel
Taxonomie: Ordnung Passeriformes / Familie Muscicapidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: Vorwarnliste
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Zugvogel

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • weißer Flügelfleck
Der recht rundliche Vogel hat einen kurzen, breiten Schnabel und weiße Flügelflecken. Beim Männchen sind der Kopf und die Oberseite schwarz. Die Unterseite und der auffällige Stirnfleck sind weiß. Das Weibchen ist hellbraun mit einer weißen Unterseite. Der weiße Stirnfleck fehlt.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Trauerschnäpper haben eine Größe von 13cm, eine Flügellänge von 7,5-8,5cm, eine Schnabellänge von 1cm und ein Gewicht von 8-19g. Er erreicht ein Alter von 9 Jahren.

Geschlechtsdimorphismus.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Halsbandschnäpper Das Halsbandschnäppermännchen hat ein weiße Halsband und einen großen weißen Fleck. Halsbandschnäpper:  Andrej Chudý, CC BY-SA 2.0

Verhalten: Trauerschnäpper ernähren sich hauptsächlich von vorbeifliegenden Insekten, welche es aus der Luft schnappt.

Laute: Der Lockruf besteht aus kurzen leisen bit-Rufen, die mit kurzen Pausen vorgetragen werden. Der Gesang ist eine sich häufig wiederholende, mit kurzen Pausen unterbrochene wuti-wuti-wuti-Reihung.

Datei „Ficedula_hypoleuca_TSA-medium.mp3“ herunterladen (?/i) Kurz: Datei „Ficedula_hypoleuca_TSA-short.mp3“ herunterladen (?/i)
Lebensweise und Fortpflanzung: Zugverhalten: Zugvogel, der im August über Südwesteuropa nach Guinea, das westliche Afrika oder Ostafrika zieht und Ende April nach Deutschland zurückkehrt. Lebensraum: Der Trauerschnäpper ist in Laub- und Mischwäldern, Parks und Gärten weit verbreitet. Gebietsweise ist er auf Baumhöhlen und Nistkästen angewiesen, in denen er sein Nest aus Grashalmen, Zweigen, Wurzeln und Rinde baut und mit Federn auspolstert. Verbreitung: Der Trauerschnäpper brütet in großen Teilen Nord-, Mittel- und Osteuropas bis in den europäischen Teil Russlands sowie in Nordwestafrika. In Südeuropa und Kleinasien fehlt er ganz. In Deutschland kommt er im Tiefland und in den unteren Gebirgslagen vor. Sein Winterquartier liegt im tropischen Afrika.

Mensch und Stadt

Den ursprünglichen Waldvogel findet man heute häufig in Gärten, Parks oder auf Friedhöfen.

Trauerschnäpper brüten gerne in Nistkästen. Sie können durch das Aufstellen geeigneter Brutmöglichkeiten aktiv unterstützt werden.

Wissenswertes

  • Name: Der deutschsprachige Name "Trauerschnäpper" bezieht sich auf die schwarz-weiße Gefiederfärbung des Männchens, welches entfernt an die traditionell schwarz-weiße Trauerbekleidung in Mitteleuropa erinnert. Der umgangssprachliche Name "Fliegenschnäpper" verweist auf fliegende Insekten, welche diesen Vögeln als Nahrung dienen.
  • Nistkästen bieten einen Vorteil bei der Werbung um die Weibchen. Männchen die solch einen Nistkasten besitzen werden von den Weibchen bevorzugt.
  • Früh ankommende Männchen besetzen zunächst mehr als ein Revier oder mehrere Nistkästen und können so zwei bis drei verschiedene Weibchen an sich binden.
  • Der Trauerschnäpper ist ein Zugvogel, der von Ende April bis August in Deutschland anzutreffen ist. Sein Winterquartier liegt im tropischen Afrika.

Quellen, Literatur, Weblinks