Urtica urens – Kleine Brenn-Nessel (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers, JKI)

Urtica urens, die Kleine Brenn-Nessel gehört zur Familie der Urticaceae (Brennnesselgewächse). Die englischen Namen sind Dwarf Stinging Nettle, Annual Nettle. EPPO-Code URTUR.

Die Kleine Brenn-Nessel ist in Europa und Asien heimisch und hier häufig, so auch in Deutschland, wenn auch nicht überall. Nach Nordamerika und auch nach Australien wurde sie verschleppt. Sie wächst gut auf humosen, stickstoffreichen Böden, die nicht zu sauer sein dürfen. In Gärten, Obstanlagen, Weinbergen, aber auch auf Gemüsefeldern kann man die Kleine Brenn-Nessel finden.

Die einjährige Pflanze kann bis zu 80 cm hoch werden. Sie verzweigt sich nur unten etwas mit langen Trieben, oben sind die Seitentriebe sehr kurz. Die Blätter sind breit lanzettlich und gesägt. Die Kleine Brenn-Nessel trägt wie ihr großer Namensvetter viele Brennhaare, die an Stängeln, Blättern und auch an den Kelchblättern sitzen und deren Spitze bei Berührung abbricht und in der Haut das typische Gefühl des Brennens hervorruft. Männliche und weibliche Blüten sitzen auf den gleichen Rispen, während die Große Brenn-Nessel zweihäusig ist. Blütezeit ist von Mai bis zum Frost. Viele der Samen keimen sofort.

Die Kleine Brenn-Nessel wurde früher wie Spinat gegessen, heute wird sie in der Naturküche vielseitig empfohlen. Auch wird sie in der Naturmedizin, vor allem aber in der Homöopathie eingesetzt.

Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI. September 2014.