Vereinfachter Bestimmungsschlüssel für die Tribus und Gattungen der Laufkäfer Deutschlands (C. Brüggemann)

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Der vorliegende Schlüssel soll einen einfachen Einstieg in die Bestimmung von Laufkäfern ermöglichen. Er richtet sich zum Beispiel an Studenten und Hobbyentomologen, nicht aber primär an Taxonomische Experten.

Bevor mit der Bestimmung begonnen werden kann, muss zunächst geklärt werden: Ist es wirklich ein Laufkäfer? Die folgenden Grundmerkmale der Laufkäfer (Coleoptera; Carabidae) sollen dabei helfen:

Steckbrief/Notiz

Laufkäfer – Carabidae
Körper schlank-gestreckt bzw. ± gedrungen; zumeist kurzer, breiter Kopf (gegebenenfalls bei manchen Nahrungsspezialisten stärker gestreckt oder auffällig groß); kauend-beißende Mundwerkzeuge; 11-gliedrige, fadenförmige Antennen mit ± gleichförmigen Gliedern (ohne verdickte/gezähnte/gekämmte Antennenspitze); alle Beine als Laufbeine ausgebildet und mit 5 Tarsalgliedern; Flügeldecken oft auffällig mit Rippen, Punktreihen oder farbiger Zeichnung gestaltet, bis auf wenige Ausnahmen das Ende des Hinterleibs erreichend und die Hinterflügel abdeckend; Hinterflügel oft vorhanden (einige, vor allem kleinere Arten können hervorragend fliegen) bzw. zurückgebildet / fehlend (vor allem einige größere Arten sind nicht flugfähig und die Flügeldecken sind zum Teil verwachsen).


Bestimmungsschlüssel Laufkäfer (Coleoptera)
Piktogram für den Schlüssel
Von: C. Brüggemann
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Zielgruppe: Studenten • Ökologen • Naturfreunde — Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendet
1
Antennen setzen über der Oberkieferbasis (zwischen Stirn und Kopfschild) an; Oberlippe und Augen auffällig groß; Flügeldecken metallisch-grün oder kupfrig-braun mit hellen Querbinden und/oder Flecken 
 Sandlaufkäfer  –  Cicindela und nah verwandte Gattungen (Cicindelini)
Artbeispiel: Cicindela campestris (Feld-Sandlaufkäfer)
Artbeispiel: Cicindela campestris (Feld-Sandlaufkäfer)
Antennen setzen hinter der Oberkieferbasis (unter Stirn-/Kopfschildniveau) an; Oberlippe schmaler; Flügeldecken anders   ► 2
2 (1)
Körper geschlossen-verrundet (oval-eiförmig), Rumpf ca. 1,5 mal so lang wie breit; Schildchen nicht sichtbar; gelb-brauner Körper mit metallisch-grüner Zeichnung 
 Grundkäfer  –  Omophron (Omophronini)
Einzige Art im Gebiet: Omophron limbatum (Gemeiner Grundkäfer)
Einzige Art im Gebiet: Omophron limbatum (Gemeiner Grundkäfer)
Omophron limbatum-Yakobson-cropped.jpg
Merkmale anders   ► 3
3 (2)
Auf dem 2.-4. Antennenglied auffällige schwarze Borsten (länger als Fühlergliedlänge) 
 Borstenhornläufer  –  Loricera (Loricerini)
Einzige Art im Gebiet: Loricera pilicornis (Borstenhornläufer)
Einzige Art im Gebiet: Loricera pilicornis (Borstenhornläufer)
Auffällige schwarze Borsten auf dem 2.-4. Antennenglied
Merkmale anders   ► 4
4 (3)
Letztes Kiefertasterglied extrem verkleinert (stiftförmig aufgesetzt)   ► 5
Letztes Kiefertasterglied nicht bemerkenswert verkleinert   ► 8
5 (4)
Nahtstreif der Flügeldecken hinten deutlich hakenförmig nach innen auf die Flügeldecken gebogen ("Trechusbogen") 
 (Zwergahlenläufer)  –  Tachys u. weitere Gattungen (Tachys u. weitere Gattungen; Bembidiini, Tachynina)
Merkmale anders - falls umgebogener Nahtstreif der Flügeldecken vorhanden, dann parallel zum hinteren Flügeldeckenrand laufend   ► 6
6 (5)
Vorderschienen unten schräg abgestutzt 
 (Zwergahlenläufer)  –  Tachyta (Bembidiini, Tachynina)
Vorderschienen unten abgerundet   ► 7
7 (6)
Flügeldecken sind fleckig behaart 
 Haarahlenläufer  –  Asaphidion (Bembidiini, Bembidiina)
Flügeldecken unbehaart 
 Ahlenläufer  –  Bembidion oder Cillenus (Bembidiini, Bembidiina)
Artbeispiel: Bembidion quadrimaculatum (Vierfleck-Ahlenläufer)
Artbeispiel: Bembidion quadrimaculatum (Vierfleck-Ahlenläufer)
8 (4)
Sehr große Augen; kurze Fühler (± 3-facher Augendurchmesser)   ► 9
Augen vorquellend; mittellange Fühler (ca. 4-facher Augendurchmesser); Rumpflänge 10-13 mm, schwach bronzefarben glänzend; Seitenrand und Punktgruben der Flügeldecken grün-kupfrig glänzend 
 Narbenläufer  –  Blethisa (Elaphrini)
Merkmalkombination anders: normallange Antennen (nicht bemerkenswert verkürzt); Augen meist nicht überproportional groß bzw. auffällig hervortretend   ► 10
9 (8)
Größere Arten (5,5-9 mm); Halsschild deutlich schmaler als Flügeldecken 
 Uferläufer  –  Elaphrus (Elaphrini)
Artbeispiel: Elaphrus cupreus (Kupferfarbener Uferläufer)
Artbeispiel: Elaphrus cupreus (Kupferfarbener Uferläufer)
Kleinere Arten (3,5-5,5 mm); Halsschild ± so breit wie Flügeldecken 
 Laubläufer  –  Notiophilus (Elaphrini)
Artbeispiel: Notiophilus biguttatus  (Zweifleckiger Laubläufer)
Artbeispiel: Notiophilus biguttatus (Zweifleckiger Laubläufer)
10 (8)
Hinterleib mit 7 oder 8 sichtbaren Bauchringen 
 Bombardierkäfer  –  Brachinus oder Aptinus (Brachinini)
Artbeispiel: Brachinus crepitans (Großer Bombardierkäfer)
Artbeispiel: Brachinus crepitans (Großer Bombardierkäfer)
Hinterleib mit 6 sichtbaren Bauchringen   ► 11
11 (10)
4. Antennenglied am Ende nur mit einzelnen Haaren   ► 12
4. Antennenglied mindestens in der Endhälfte dicht behaart   ► 17
12 (11)
Körper zwischen Brust und Hinterleib halsartig eingeschnürt ("Wespentaille"); Ende der Vorderschiene mit deutlicher Einbuchtung ("Putzscharte") 
  Broscus oder Miscodera (Broscini)
Artbeispiel: Broscus cephalotes (Kopfläufer)
Artbeispiel: Broscus cephalotes (Kopfläufer)
Keine "Wespentaille"; Ende der Vorderschiene höchstens mit leichter Einbuchtung, Sporn am Einbuchtunggrund erreicht oder überragt Schienenende   ► 13
13 (12)
Oberkiefer außen mit Tastborste; wenig gewölbte Arten mit Rumpflängen bis 15 mm   ► 14
Oberkiefer außen ohne Tastborste; immer ± stark gewölbte Arten (12-40 mm)   ► 15
14 (13)
Oberkiefer mit stark abgeflachter Auskragung; Rumpflängen 5-9,5 mm 
 Bartläufer  –  Leistus (Nebriini)
Artbeispiel: Leistus terminatus (Schwarzköpfiger Bartläufer)
Artbeispiel: Leistus terminatus (Schwarzköpfiger Bartläufer)
Oberkiefer außen nicht auffällig verbreitert; Rumpflängen 6-15 mm 
 Dammläufer  –  Nebria (Nebriini)
Artbeispiel: Nebria brevicollis (Gewöhnlicher Dammläufer)
Artbeispiel: Nebria brevicollis (Gewöhnlicher Dammläufer)
15 (13)
Hinterhüften voneinander getrennt; Kopf auffällig schaufelförmig verlängert 
 Schaufelläufer  –  Cychrus (Cychrini)
Artbeispiel: Cychrus caraboides (Gewöhnlicher Schaufelläufer)
Artbeispiel: Cychrus caraboides (Gewöhnlicher Schaufelläufer)
Hinterhüften berühren sich; große/sehr große (bis 40 mm), breit gebaute Arten   ► 16
16 (15)
Oberseite des Oberkiefers stark quergerunzelt; Halsschild sehr quergezogen 
 Puppenräuber  –  Calosoma (Carabini)
Artbeispiel: Calosoma sycophanta (Großer Puppenräuber)
Artbeispiel: Calosoma sycophanta (Großer Puppenräuber)
Oberseite des Oberkiefers höchstens fein punktiert 
 Großlaufkäfer  –  Carabus (Carabini)
Artbeispiel: Carabus nemoralis (Hainlaufkäfer)
Artbeispiel: Carabus nemoralis (Hainlaufkäfer)
17 (11)
Körper zwischen Brust und Hinterleib mit "Wespentaille"; äußeres Ende der Vorderschiene stachelförmig ausgezogen 
 Grabspornläufer, Handläufer  –  Clivina oder Dyschirius (Scaritini)
Artbeispiel: Clivina fossor (Gewöhnlicher Grabspornläufer)
Artbeispiel: Clivina fossor (Gewöhnlicher Grabspornläufer)
Merkmale anders   ► 18
18 (17)
Nahtstreif der Flügeldecken hinten deutlich hakenförmig nach innen auf die Flügeldecken gebogen ("Trechusbogen") 
 Flinkläufer  –  Trechus und weitere Gattungen (Trechini)
Artbeispiel: Trechus quadristriatus (Gewöhnlicher Flinkläufer)
Artbeispiel: Trechus quadristriatus (Gewöhnlicher Flinkläufer)
Merkmale anders   ► 19
19 (18)
Körperoberseite stark behaart; auffällig kugelig vorgewölbte Augen; Flügeldecken rötlich mit schwarzer Kreuzzeichnung; Kiefertasterendglied sitzt schräg auf 
 Kreuzläufer  –  Panagaeus (Panagaeini)
Artbeispiel: Panagaeus cruxmajor (Sumpf-Kreuzläufer)
Artbeispiel: Panagaeus cruxmajor (Sumpf-Kreuzläufer)
Merkmale anders   ► 20
20 (19)
Halsschild immer deutlich gerandet und seitlich ± abgeflacht   ► 22
Halsschild zylindrisch verrundet, Seitenrand höchstens unvollständig bzw. nur angedeutet vorhanden   ► 21
21 (20)
Antennen vom 1. Glied an behaart; 1. Antennenglied ausgesprochen lang ausgezogen 
  Drypta (Dryptini)
Antennen erst vom 4. Glied an behaart 
 Halsläufer  –  Odacantha (Odacanthini)
Einzige Art im Gebiet: Odacantha melanura (Sumpf-Halsläufer)
Einzige Art im Gebiet: Odacantha melanura (Sumpf-Halsläufer)
22 (20)
Flügeldecken hinten gerade oder schräg abgestutzt, Ecken verrundet   ► 23
Flügeldecken sich nach hinten normal verjüngend, ggf. mit angedeuteter seitlicher Einbuchtung   ► 30
23 (22)
Vorderschienen mit 4 außenstehenden Dornen, Halsschild ± so breit wie Flügeldecken 
  Masoreus (Masoreini)
Merkmale anders   ► 24
24 (23)
4. Tarsenglied zweilappig (auffällig vergrößert) 
 Halmläufer  –  Demetrias (Lebiini)
Artbeispiel: Demetrias monostigma (Ried-Halmläufer)
Artbeispiel: Demetrias monostigma (Ried-Halmläufer)
Merkmale anders   ► 25
25 (24)
Halsschild immer rotgelb, die Halsschildbasis trapezförmig ausgezogen; Flügeldecken sehr breit, ovaler Körperumriss; meist bunt/metallisch gefärbte Arten 
 Prunkläufer  –  Lebia (Lebiini)
Merkmale anders; Halsschildbasis allenfalls bogenförmig ausgerandet   ► 26
26 (25)
Größere Arten (6,5-11,5 mm) bzw. wenn unter 7,5 mm, dann Flügeldecken fein behaart 
 Nachtläufer  –  Cymindis (Lebiini)
Artbeispiel: Cymindis humeralis  (Schulter-Nachtläufer)
Artbeispiel: Cymindis humeralis (Schulter-Nachtläufer)
Kleinere Arten (2,6-7 mm); Flügeldecken unbehaart   ► 27
27 (26)
Halsschildseitenrand abgesetzt, hinten auffällig verbreitert 
 Rindenläufer  –  Dromius (Lebiini)
Artbeispiel: Dromius agilis  (Lebhafter Rindenläufer)
Artbeispiel: Dromius agilis (Lebhafter Rindenläufer)
Halsschildseitenrand nur sehr schmal   ► 28
28 (27)
Halsschildseitenrand zwischen den beiden Randborsten stark bogenförmig 
 Krallenkäfer  –  Lionychus (Lebiini)
Halsschildseitenrand zwischen den beiden Randborsten ± gerade oder wenig konvex verengt   ► 29
29 (28)
Flügeldecken quer abgestutzt; Antennen vom 2. bzw. 3. Glied an fein behaart; ohne Zahn im Kinnausschnitt 
 Zwergstutzläufer  –  Microlestes (Lebiini)
Flügeldecken hinten schräg abgestutzt; Antennen meist vom 4. (seltener vom 3.) Glied an fein behaart; ausgerandeter oder 2-spitziger Zahn im Kinnausschnitt 
 Zwergstreuläufer  –  Syntomus (Lebiini)
30 (22)
Asymmetrischer, zangenartiger Oberkiefer; in Kopfschildausrandung liegt ein Teil der häutigen Oberlippenbasis frei   ► 31
Merkmale anders   ► 32
31 (30)
Kleinere Arten (3,7-8,2 mm); Flügeldecken bei Arten über 7 mm immer gelb-rot mit schwarzer Zeichnung 
 Wanderkäfer  –  Badister (Licinini)
Größere Arten (8-18 mm); immer vollkommen schwarz gefärbt 
 Stumpfzangenläufer  –  Licinus (Licinini)
32 (30)
2 Tastborsten am oberen Augenrand   ► 33
1 Tastborste am oberen Augenrand   ► 49
33 (32)
Vorletztes Lippentasterglied innen mit 3 oder mehr Borsten; ± geschlossener Körperumriss 
 Kanalkäfer  –  Amara (Zabrini)
Artbeispiel: Amara aulica (Prächtiger Kanalkäfer)
Artbeispiel: Amara aulica (Prächtiger Kanalkäfer)
Vorletztes Lippentasterglied mit nur 2 innenstehenden Borsten   ► 34
34 (33)
Oberkiefer außen mit Tastborste; Antennen ab dem 3. Glied behaart   ► 35
Oberkiefer ohne Tastborste; Antennen meist erst ab dem 4. Glied behaart   ► 36
35 (34)
Flügeldecken vorne bis zum Schildchen gerandet; Rumpflängen 5,3-8,7 mm 
 Bartträger  –  Pogonus (Pogonini)
Artbeispiel: Pogonus chalceus (Erzfarbener Bartträger)
Artbeispiel: Pogonus chalceus (Erzfarbener Bartträger)
Flügeldecken vorne zumindest in der schildchennahen Hälfte ungerandet; Rumpflängen 6-11 mm 
 Grubenhalskäfer  –  Patrobus (Patrobini)
Artbeispiel: Patrobus atrorufus (Schwarzbrauner Grubenhalskäfer)
Artbeispiel: Patrobus atrorufus (Schwarzbrauner Grubenhalskäfer)
36 (34)
Klauen gezähnt   ► 37
Klauen ungezähnt   ► 40
37 (36)
± geschlossener Körperumriss 
 Kahnläufer  –  Calathus (Sphodrini)
Artbeispiel: Calathus fuscipes (Großer Kahnläufer)
Artbeispiel: Calathus fuscipes (Großer Kahnläufer)
Körperumriss nicht geschlossen, Halsschild nach hinten ± deutlich verengt   ► 38
38 (37)
Halsschildhinterecken abgerundet   ► 39
Halsschildhinterecken scharf-spitz ausgeprägt, Halsschild nach hinten stark verschmälert; schwarze Körperoberseite bläulich-violett schimmernd 
  Laemostenus (Sphodrini)
Artbeispiel: Laemostenus terricola (Kellerkäfer)
Artbeispiel: Laemostenus terricola (Kellerkäfer)
39 (38)
Kleinere Arten (6-9 mm) 
  Synuchus (Sphodrini)
Größere Arten (13-19 mm) 
 Fluchtkäfer  –  Dolichus (Sphodrini)
Einzige Art im Gebiet: Dolichus halensis
Einzige Art im Gebiet: Dolichus halensis
40 (36)
Zumindest 2. und 3. Antennenglied vorne oben mit scharfem Kiel 
 Buntgrabläufer  –  Poecilus (Pterostichini)
Artbeispiel: Poecilus versicolor
Artbeispiel: Poecilus versicolor
Merkmale anders   ► 41
41 (40)
Zumindest 1 Porenpunkt im 3. Flügeldeckenzwischenraum   ► 42
Keine Porenpunkte im 3. Flügeldeckenzwischenraum   ► 46
42 (41)
Halsschildhinterecken ± stumpf abgerundet   ► 43
verrundete Halsschildhinterecken
Halsschildhinterecken scharf-spitz oder mit Zähnchen   ► 45
43 (42)
Große Arten (ab 11,5 mm) 
 Grabkäfer  –  Pterostichus (Pterostichini)
Artbeispiel: Pterostichus madidus
Artbeispiel: Pterostichus madidus
Kleinere Arten (bis 10,5 mm)   ► 44
44 (43)
Kinnausschnitt mit Mittelzahn 
 Glanzflachläufer  –  Agonum (Platynini)
Artbeispiel: Agonum sexpunctatum (Sechspunkt-Glanzflachläufer)
Artbeispiel: Agonum sexpunctatum (Sechspunkt-Glanzflachläufer)
Kinnausschnitt ohne Mittelzahn 
  Olisthopus (Platynini)
45 (42)
2-spitziger Zahn im Kinnausschnitt; Vorderschiene nach vorne auffällig verbreitert 
 Grabkäfer  –  Pterostichus (Pterostichini)
Artbeispiel: Pterostichus niger (Großer Grabkäfer)
Artbeispiel: Pterostichus niger (Großer Grabkäfer)
1-spitziger Zahn im Kinnausschnitt 
 Enghalsläufer  –  Platynus oder Limodromus (Platynini)
Artbeispiel: Limodromus assimilis (Schwarzer Enghalsläufer)
Artbeispiel: Limodromus assimilis (Schwarzer Enghalsläufer)
46 (41)
Sehr große Art (17-27 mm); 3. Antennenglied länger als 1. und 2. Glied zusammen 
  Sphodrus (Sphodrini)
Merkmale anders   ► 47
47 (46)
Oberkiefer extrem lang ausgezogen; Arten mit 6,5-8,3 mm Rumpflänge 
  Stomis (Pterostichini)
Schwarz gefärbte, größere/robustere Arten (ab 9 mm), ohne extrem lange Oberkiefer   ► 48
48 (47)
Antennen ab dem 4. Glied behaart; Tarsenoberseite unbehaart 
 Breitkäfer  –  Abax (Pterostichini)
Artbeispiel: Abax parallelepipedus (Großer Breitkäfer)
Artbeispiel: Abax parallelepipedus (Großer Breitkäfer)
Antennen bereits ab dem 3. Glied behaart; Tarsenoberseite behaart 
 Striemenkäfer  –  Molops (Pterostichini)
49 (32)
3. Antennenglied nur mit einigen endständigen Borsten bzw. fein behaart - immer deutlich spärlicher als das 4. Glied   ► 50
3. Antennenglied zumindest in der Endhälfte ähnlich dicht behaart wie das 4. Glied   ► 53
50 (49)
Schwarz gefärbte Arten mit ovalem, ± gedrungenem Körper (7,5-9,5 mm) 
  Oodes (Oodini)
Arten nicht einfarbig schwarz oder ab 10 mm Rumpflänge   ► 51
51 (50)
Kleinere Art (4,2-7 mm); Kopf blau-metallisch, Flügeldecken gelblich bis braunrot mit blau-schwarzer Zeichnung 
  Callistus (Chlaeniini)
Einzige Art im Gebiet: Callistus lunatus (Mondfleckläufer)
Einzige Art im Gebiet: Callistus lunatus (Mondfleckläufer)
Größere Arten (ab 8 mm) mit anderen Merkmalen   ► 52
52 (51)
Meist einfarbige Arten (oft metallisch glänzend) mit ± deutlich behaarten Flügeldecken 
 Grünkäfer  –  Chlaenius (Chlaeniini)
Schwarze Art mit unbehaarten Flügeldecken 
  Zabrus (Zabrini)
53 (49)
Vorletztes Lippentasterglied mit nur 2 innenstehenden Borsten; meist kleinere Arten (2,2-7,8 mm)   ► 54
Vorletztes Lippentasterglied innen mit 3 oder mehr Borsten; größere Arten (4,6-17 mm)   ► 59
54 (53)
Halsschildhinterecken verrundet oder scharf-spitz (dann ohne Eckborste)   ► 55
Halsschildecken scharf-spitz mit auffälliger, langer Eckborste; Körperoberseite behaart; Rumpflänge 4-7,8 mm 
  Dicheirotrichus (Harpalini, Stenolophina)
55 (54)
Kinnausschnitt ohne Mittelzahn   ► 56
Kinnausschnitt mit Mittelzahn   ► 58
56 (55)
Halsschildhinterecken scharf-spitz; Rumpflängen der Arten 3,7-5 mm 
  Anthracus (Harpalini, Stenolophina)
Halsschildhinterecken verrundet   ► 57
57 (56)
Kleinere Arten (2,2-4,7 mm) 
 Buntschnellläufer  –  Acupalpus (Harpalini, Stenolophina)
Größere Arten (4,5-7 mm) 
 Scheibenhals-Schnellläufer  –  Stenolophus (Harpalini, Stenolophina)
58 (55)
Mindestens Behaarung auf den Tarsen und äußeren Flügeldeckenzwischenräumen 
 Pelzdeckenläufer  –  Trichocellus (Harpalini, Stenolophina)
Tarsen und äußere Flügedeckenzwischenräume unbehaart 
 Rundbauchläufer  –  Bradycellus (Harpalini, Stenolophina)
59 (53)
Kopf, Flügeldecken und Beine gelbrot; Halsschild (Seitenrand gelbrot aufgehellt) und Flügeldeckenfleck bläulich 
  Diachromus (Harpalini, Anisodactylina)
Merkmale anders   ► 60
60 (59)
1. Hintertarsenglied ± so lang wie 2. und 3. Glied zusammen; Rumpflängen der Arten 8-13 mm (Kopf oft mit rötlichem Scheitelfleck) 
 Schmuckläufer  –  Anisodactylus (Harpalini, Anisodactylina)
1. Hintertarsenglied nicht bemerkenswert verlängert   ► 61
61 (60)
Von den Grübchen an der Kopfschildfront führt je eine feine Furche Richtung Augenrand   ► 62
Grübchen der Kopfschildfront ohne Furchen 
 Schnellläufer, Haarschnellläufer  –  Harpalus oder Ophonus (Harpalini, Harpalina)
Artbeispiel: Harpalus affinis (Haarrand-Schnellläufer)
Artbeispiel: Harpalus affinis (Haarrand-Schnellläufer)
62 (61)
Flügeldecken und Halsschild behaart; Rumpflängen 5,5-7,5 mm 
  Parophonus (Harpalini, Harpalina)
Flügeldecken und Halsschild unbehaart; Rumpflängen 6-8,5 mm 
 Stirnfurchenläufer  –  Trichotichnus (Harpalini, Harpalina)

Verwendete Literatur

Schlüssel basierend auf Trautner et al. 1988; überarbeitet nach weiteren Quellen.

Freude, H. (1976): Adephaga, 1. Carabidae. In: Freude, H.; Harde, K. W. & G. A. Lohse (Hrsg.): Die Käfer Mitteleuropas (Bd. 2). – Goecke & Evers (Krefeld), 302 S.

Müller-Motzfeld, G. (2004, Hrsg.): Bd. 2, Adephaga 1 – Carabidae (Laufkäfer). In: Freude, H.; Harde, K. W.; Lohse, G. A. & B. Klausnitzer: Die Käfer Mitteleuropas. – Spektrum-Verlag (Heidelberg, Berlin), 521 S.

Trautner, J.; Geigenmüller, K. & B. Diehl (1988): Laufkäfer (Bestimmungsschlüssel). – Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung (Hrsg., Hamburg), 6. Aufl., 119 S.

Wachmann, E.; Platen, R. & D. Barndt (1995): Laufkäfer – Beobachtung, Lebensweise. – Naturbuch-Verlag (Augsburg), 295 S.

Quelle: http://offene-naturfuehrer.de/web/Vereinfachter_Bestimmungsschlüssel_für_die_Tribus_und_Gattungen_der_Laufkäfer_Deutschlands_(C._Brüggemann)
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