Wald-Goldstern – Gagea lutea

From Offene Naturführer
Jump to: navigation, search
Mit Formular bearbeiten
Deutscher Name: Wald-Goldstern
Wissensch. Name: Gagea lutea
((L.) Ker Gawl.)
Wissensch. Synonyme: Gagea silvatica (Pers.) Loudon
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Liliales / Familie Liliaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Berlin: gefährdet
Status: Einheimisch

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • schwach giftig
  • sechs gelbe, sternförmige Blüte
  • kapuzenartige Blattspitze
Der Wald-Goldstern kann bis zu 30 cm hoch werden. Blatt: Das einzelne Grundblatt ist länglich und schmal. Die Spitze des Blattes ist kapuzenartig eingeklappt. Es scheint direkt aus der Erde zu kommen (grundständig) und entspringt aus der unterirdisch liegenden Zwiebel. Direkt unter dem Blütenstand wachsen ein oder zwei Hochblätter. Sie sind deutlich kürzer als das Grundblatt und am Rand bewimpert. Sprossachse: Der Stängel wächst aufrecht und ist bis auf die Hochblätter kahl. Er nur eine Zweibel und keine Nebenzwiebeln. Blüte: Die Blüte hat sechs, sternförmig angeordnete Blütenblätter. Sie sind goldgelb oder grüngelb. Wenige Blüten wachsen in einem Blütenstand zusammen. Frucht: Die Früchte sind dreiteilige Kapseln.

Bilder


Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Der Wald-Goldstern hat nur eine Zwiebel und keine Nebenzwiebeln.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Acker-Goldstern Die Blüten haben bis zu zehn Blütenblätter. Die Blütenblätter sind leicht behaart. Es wachsen oft mehr als zehn Blüten an einer Pflanze.
Wiesen-Goldstern Die Blätter sind schmaler. Der Wiesen-Goldstern hat zwei gelbe Nebenzwiebeln.

Biologie: Bestäuber sind kleine Fliegen, Käfer und Bienen. Bei feuchtem Wetter und vor dem Abblühen ist Selbstbestäubung möglich. Die Samen werden über den Wind und durch Ameisen ausgebreitet. Blütezeit: März bis Mai Lebensraum: Der Wald-Goldstern kommt vor allem auf feuchten, nährstoffreichen Böden und im Schatten vor. Verbreitung: Er ist mit Unterbrechungen in Mitteleuropa und Ostasien verbreitet.

Mensch und Stadt

Wie der Name schon erahnen lässt, wächst der Wald-Goldstern häufig in Auen- und Laubwäldern. Er kommt aber auch auf Obstbaumwiesen in Waldnähe und unter Hecken vor. Er bevorzugt schattige Standorte mit feuchten, nährstoffreichen Böden.

Wissenswertes

  • Herkunft: Er ist in Mitteleuropa und Ostasien einheimisch.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Die ganze Pflanze ist schwach giftig.
  • Die Samen tragen ein nährhaftes Anhängsel, das Ameisen anlocken soll.
  • Die Blütezeit ist von März bis Mai.
  • Er wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
  • Die Bestäuber sind kleine Fliegen, Käfer und Bienen. Bei feuchtem Wetter und vor dem Abblühen ist auch Selbstbestäubung möglich.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Kammer, Peter M. (2016): Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen. Bern: Haupt Verlag.
  • Schauer, Thomas, Caspari, Claus, Caspari, Stefan (2015): Der illustrierte BLV Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher. München: BLV Buchverlag GmbH & Co. KG.
  • Spohn, Margot, Golte-Bechtle, Marianne, Spohn, Roland (2015): Was blüht denn da? Stuttgart: Franck-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG.
  • Seite „Wald-Gelbstern“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 17. März 2017, 19:49 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wald-Gelbstern&oldid=163676515 (Abgerufen: 6. Februar 2018, 16:41 UTC)