Wasserfledermaus – Myotis daubentonii

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Deutscher Name: Wasserfledermaus
Wissensch. Name: Myotis daubentonii
(Kuhl, 1817)
Großgruppe: Säugetiere
Taxonomie: Ordnung Chiroptera / Familie Vespertilionidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: stark gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • Jagdflug dicht über Gewässern
Die Wasserfledermaus ist graubraun mit einem helleren Bauch und großen Füße. Charakteristisch ist ihr Jagdflug dicht über Gewässern.

Bilder

Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Teichfledermaus Die Teichfledermaus ist insgesamt größer und hat größere Füße. Für eine sichere Unterscheidung wird die Unterarmlänge gemessen. Dafür muss die Fledermaus jedoch gefangen werden. Teichfledermaus:  Gilles San Martin, CC BY-SA 2.0


Mensch und Stadt

Die Wasserfledermaus jagt Insekten wie z.B. Mücken über Gewässern. In der Stadt findet man sie im Sommer meist in Parks, wo neben den nötigen Jagdgewässern auch alte Bäume als Nistplätze vorhanden sind. Den Winter überdauern sie in Höhlen oder Gebäuden.

Wissenswertes

  • Name: Der wissenschaftlicher Name ehrt den französischen Zoologen Louis Jean-Marie Daubenton (1716–1799).
  • Sie nutzt die Schwanzflughaut auch als Fangkescher.
  • In Deutschland verenden jedes Jahr ca. 300.000 Fledermäuse an Windkraftanlagen. Unterschiedliche Druckverhältnisse in der Nähe von Windrädern lassen die inneren Organe zerplatzen (Barotrauma).
  • Sie fängt mit ihren großen Füßen kleine Insekten von der Wasseroberfläche.
  • Beim Jagdflug orientieren sie sich entlang bekannter Fluglinien. Wegweiser sind hierbei Baumstämme, Gebäudemauern oder Hecken.
  • Im Winter halten sie in einem großen Verbund gemeinsam Winterschlaf. Hierfür suchen sie kühle Höhlen oder Nischen mit hoher Luftfeuchtigkeit auf.

Quellen, Literatur, Weblinks