Weiße Heideschnecke – Xerolenta obvia

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Deutscher Name: Weiße Heideschnecke
Wissensch. Name: Xerolenta obvia
(Menke, 1828)
Weitere deutsche Namen: Östliche Heideschnecke
Wissensch. Synonyme: Helicella obvia, Helicella candicans
Großgruppe: Weichtiere
Taxonomie: Ordnung Pulmonata / Familie Hygromiidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • flaches, weißes Gehäuse
  • großer Nabel auf der Unterseite
Die Weiße Heideschnecke hat eine sehr flache Gehäuseoberseite. Der Nabel auf der Unterseite nimmt etwa ein Viertel der Gehäusebreite ein. Die Schale ist meist dick und kreideweiß. Meist besitzen sie dunkelbraune bis fast schwarze Bänder, die aber auch in bandartig angeordnete Flecken aufgelöst sein können. Der Weichkörper ist gelblich braun mit etwas dunkleren Fühlern.

Bilder

Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Gemeine Heideschnecke Das Gehäuse der Gemeinen Heideschnecke kann auch gelblich- oder rötlich-weiß sein. Die Gehäusemündung ist eher elliptisch. Der Nabel ist etwas kleiner. In Berlin ist sie extrem selten.
Rotmündige Heideschnecke Die Gehäusemündung hat eine dünne, oft rötliche Lippe. Diese kann jedoch bei leeren Gehäusen bereits ausgeblichen bzw. bei jungen Tieren noch nicht ausgeprägt sein. Eine sichere Unterscheidung mit bloßem Auge ist nicht möglich.


Mensch und Stadt

Die Weiße Heideschnecke kommt überwiegend in trockenen und offenen Lebensräumen vor, wie trockenen Grashängen und bewachsenen Dünen. Dazu zählen auch sonnenbeschienene Ruinen, Eisenbahndämme, Straßenränder und lockere Buschvegetation, die im Sommer oft sehr hohen Temperaturen ausgesetzt sind.

Wissenswertes

  • Die Tiere suchen keine Verstecke auf, sondern heften sich an Pflanzen und Steine.
  • Sie können in riesigen Massen auftreten.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Wiese, Vollrath: Die Landschnecken Deutschlands. Finden – Erkennen – Bestimmen. S. 268 u. 273. Wiebelsheim: Quelle & Meyer (2014)
  • Schäfer, Michael: Brohmer - Fauna von Deutschland: Ein Bestimmungsbuch unserer heimischen Tierwelt. 23., durchges. Aufl. Wiebelsheim: Quelle & Meyer (2010)
  • Seite „Weiße Heideschnecke“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 10. Oktober 2017, 15:55 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wei%C3%9Fe_Heideschnecke&oldid=169871334 (Abgerufen: 12. Oktober 2017, 13:16 UTC
  • Weichtiere Sachsen: Weiße Heideschnecke (Xerolenta obvia (Menke, 1828)). URL: https://www.weichtiere-sachsen.de/Pages/TaxonomyBrowser.aspx?id=428799 (Autorin: Katrin Schniebs. Letzte Änderung am 08. Juli 2016 Abgerufen: 12. Oktober 2017)
  • Hackenberg, Eva & Müller, Reinhard: Rote Liste und Gesamtartenliste der Weichtiere (Mollusca: Gastropoda und Bivalvia) von Berlin. In: Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege/Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (Hrsg.): Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin (2017). URI: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-5845 (Abgerufen: 13. Oktober 2017)