Wildschwein – Sus scrofa

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Deutscher Name: Wildschwein
Wissensch. Name: Sus scrofa
(Linnaeus, 1758)
Großgruppe: Säugetiere
Taxonomie: Ordnung Artiodactyla / Familie Suidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • unverwechselbar
Das Wildschwein ist unverwechselbar. Die Borsten sind grau, braun oder schwarz. Die vier parallel angeordneten Zehenabdrücke erkennt man besonders gut auf weichem Untergrund. Das männliche Wildschwein (Keiler) hat eine kürzere Schnauze. Beim Weibchen (Bache) ist die Schnauze länger und schmaler. Die Jungtiere, Frischlinge genannt, tragen bis zum ca. vierten Monat ein längsgestreiftes Muster.

Bilder

Beschreibung

Laute:

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Mensch und Stadt

Wildschweine sind im Stadtgebiet häufig in der Vorstadt, aber auch in Parks, Gärten oder auf Friedhöfen zu finden. Sie bevorzugen jedoch Wälder. Dort finden die Allesfresser ihre bevorzugte Nahrung: Eicheln und Bucheckern. Es werden aber auch Aas und Abfälle gefressen.

Die eher nachtaktiven Tiere verlieren, wenn sie gefüttert werden teilweise ihre Scheu. Sie sind sehr schlau und lernen schnell. Auf der Suche nach Futter können sie aufdringlich werden. Dies führt immer wieder zu Konflikten mit dem Menschen.

Wissenswertes

  • Herkunft: Das Wildschwein kommt ursprünglich aus Eurasien. Ihr Verbreitungsgebiet hat sich aber durch den Menschen stark ausgedehnt. Heute kommt es z.B. auch in Nord- und Südamerika, Australien und auf vielen Inseln vor.
  • Kulturgeschichte: Das Wildschwein ist ein beliebtes Jagdwild und kann verschieden zubereitet werden.
  • Das Wildschwein ist die Stammform des Hausschweines.
  • Gefleckte Wildschweine sind auf „Seitensprünge“ mit Hausschweinen zurückzuführen.
  • Wildschweine rollen sich gerne und oft im feuchten Erdboden. Dies ist notwendig, um sich von Schädlingen und Parasiten zu befreien. Den Schlamm tragen sie hinterher an Baumstämmen ab.
  • Sie sind ausdauernde und geschickte Schwimmer.
  • Die Lebensweise der Wildschweine in Berlin wird vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) gemeinsam mit Freiwilligen untersucht. Unter www.portal-beee.de/wildschweine kannst du dich beteiligen.

Quellen, Literatur, Weblinks