Sagittaria – Pfeilkraut (Deutschland und Österreich)

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Sagittaria (Pfeilkraut (Pfeilblatt); Alismataceae)
By: Jürgen Klotz
Geographic Scope: Deutschland und Österreich — Source: Abgeleitet vom Schlüssel zu Familien der Alismatales in Deutschland_und_Österreich (Jürgen Klotz); die hier vorliegende Fassung darf verändert und illustriert werden. Verwendete Literatur: Jäger et al. (2011), Fischer et al. (2008), Oberdorfer (1983). — Collaboration: openContributors: Jürgen Klotz
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Ganzer Blütenstand knapp unter der Wasseroberfläche flutend, gebogen, mit 4–6(–10) jeweils 3-blütigen Quirlen, nur 1–2 weibliche Blüten im untersten Quirl, nur jeweils 1 geöffneten Blüte für einige Stunden über die Wasseroberfläche ragend, Unterwasserblätter schmal linealisch bis bandförmig, grasartig, 5–80 cm lang, 0,2–1 cm breit, lang zugespitzt, Schwimmblätter länglich bis elliptisch, Spreiten 3–7 cm lang, 0,5–2,5 cm breit, oft rot gefleckt, oft aber ganz fehlend. 
 Pfriemenblättriges Pfeilkraut (Flutendes Pfeilkraut, Kleines Pfeilkraut)  –  Sagittaria subulata (L.) Buchenau
(= Sagittaria natans Michx., Alisma subulatum L.)
Höhe 30–100 cm, Blütenstand bis 1 m lang, Blüte Mai–Oktober.
Aquarienpflanze, Neophyt (1984; Heimat USA bis Südamerika), warme Klärwassergräben; bisher nur in Berlin.
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Blütenstand schräg bis straff aufrecht aus dem Wasser ragend, nicht flutend, mit wenigen (meist nur 3–5) meist 3-blütigen Quirlen, meist 3 weibliche Blüten im untersten Quirl, Unterwasserblätter (falls vorhanden) breit bandförmig, nicht lang zugespitzt, sondern mit zungenförmigem Ende, bis 2 cm breit, Schwimmblätter oft elliptisch, Überwasserblätter pfeilförmig, Spreiten bis über 25 cm lang, Spanne zwischen den abwärts gerichtete Pfeillappen bis über 12 cm breit, Blätter nicht rot gefleckt, an blühenden Pflanzen stets vorhanden.   ► 2
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Überwasserblätter tief pfeilförmig, die drei Blattlappen mitunter bis über 10-mal so lang wie breit, Mittellappen („Pfeilspitze“) 1–3 cm breit und am Übergang zu den abwärts gerichteten, nach außen spreizenden Seitenlappen meist deutlich abgeknickt, Blatt oft schmal, zierlich wirkend, Lappen stumpflich bis zugespitzt, Stängel nicht rotfleckig, Ausläufer mit eiförmigen, 10–15 mm dicken Knollen, Blüten 1,5–2,5 cm breit, Kronblätter 10–15 mm lang, weiß, meist mit purpurnem Fleck am Grund, Staubbeutel purpur(–braun), meist kürzer als die Staubfäden, Frucht an der Spitze mit kurzem aufrechtem Schnabel. 
 Gewöhnliches Pfeilkraut  –  Sagittaria sagittifolia L.
Höhe 20–100 cm, Blüte Juni–August.
Locker bewachsene Röhrichte an (wechsel-)nassen Ufern meso- bis eutropher, seichter, stehender oder träge fließender Gewässer, besonders Altwässer längs größerer Flüsse, Teiche, Seen, Gräben; auch Zierpflanze.
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Überwasserblätter stumpf pfeilförmig, die drei breiten Blattlappen nur bis etwa 3-mal so lang wie breit, Mittellappen („Pfeilspitze“) 5–12(–20) cm breit und von den abwärts gerichteten, oft nur wenig abgespreizten Seitenlappen nur durch eine kleine Einschnürung abgesetzt, Blatt breit-flächig wirkend, Lappen stumpf, kaum zugespitzt, Stängel unten rotfleckig, Ausläufer mit bis 30 mm dicken (walnussgroßen) Knollen, Blüten 2–4 cm breit, Kronblätter (10–)15–25 mm lang, weiß, ohne purpurnem Fleck, Staubbeutel gelb, meist (fast) so lang wie die Staubfäden, Frucht auf dem Rücken mit verlängertem, seitlich abstehendem Schnabel. 
 Breitblättriges Pfeilkraut  –  Sagittaria latifolia Willd.
Selten auch mit lanzettlichen Blättern, Höhe 30–100(–150) cm, Blüte August–September.
Röhrichte stehender oder träge fließender, zeitweise trockenfallender Gewässer; nährstoffanspruchsvoll; häufig kultivierte Zier- und Aquarienpflanze, Neophyt (1951; Heimat Nord- und Südamerika); selten angesalbt oder verwildert.
im Handel oft als „Sagittaria sagittifolia