Auftausalz

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Auftausalz wird umgangssprachlich auf Streusalz oder Tausalz genannt. Es besteht zu mindestens 94% aus Kochsalz. Im Winter wird es zum Schmelzen von Schnee und Eis verwendet. Mittlerweile ist die Verwendung von Salz untersagt.

Auswirkungen

Nach dem Schmelzen gelangt Streusalz mit dem Schmelzwasser in Seen und Flüsse und schädigt die Ökosysteme erheblich. Das Salz verändert die Dichte des Wasser und die Wasserzirkulation wurd unterbrochen. Dadurch werden vor allem stehende Gewässer nicht mehr mit Sauerstoff durchmischt und Fische und andere Süßwassertiere können nicht mehr überleben.
Haustiere leiden oft unter den großen Mengen Streusalz auf Straßen und Gehwegen. Die Pfoten von Hunden entzünden sich, da sich das Salz in ihnen festsetzt. Ebenfalls kann es zu Vergiftungen kommen, wenn die Tiere bestreuten Schnee essen oder versalzenes Pfützenwasser trinken.
In der Infrastruktur kann es durch Streusal auch zu großen Schäden kommen. Vor allem Beton und Stahl korridieren oder rosten. Straßen müssen geflickt werden und Brücken regelmäßig saniert. Es wird geschätzt, dass Streusalz 50% aller Korrosionsschäden an Fahrzeugen verursacht. [1]

Alternativen

Als umweltfreundliche Alternativen zum Streusalz gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Streusand: Dieser Sand stammt von Standstränen oder Kiesgruben. Nach dem Abtauen kann dieser einfach entsorgt werden.
  • organische Granulate: Es handelt sich hierbei um beispielsweise Maisspindel-Granulat. Es ist ein nachwachsender Rohstoff und staubrei, abriebfest sowie witterungsbeständig. Maisspindel-Granulat ist zwar teurer als konventionelles Streumittel, ist dafür jedoch umweltfreundlich.
  • mineralische Granulate: Schotter, Splitt, Kies und Blähton sind wetterbeständig un lassen sich nach dem Witter einfach und rückstandslos entfernen. Im nächsten Winter können die Granulate wiederverwendet werden.[2]

Einzelnachweise

  1. Versalzte Erde
  2. : Ist das Streuen mit Streusalz verboten?