Bastard-Luzerne – Medicago x varia

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Deutscher Name: Bastard-Luzerne
Wissensch. Name: Medicago x varia
(Martyn)
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Fabales / Familie Fabaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Neophyt

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • drei Teilblätter
  • Blüten in Trauben
  • gewundene Hülse als Frucht
Die Bastard-Luzerne kann bis zu 80 Zentimeter hoch werden. Blatt: Die Blätter sind einzeln und nacheinander folgend am Stängel angeordnet (wechselständig). Ein Blatt besteht aus drei Teilblättern (dreizählig gefiedert). Die Einzelblätter sind lanzettlich und im oberen Bereich oft gesägt. Sprossachse: Der Stängel ist aufsteigend oder aufrecht und meist verzweigt. Blüte: Die kleinen Blüten stehen in einer Traube zusammen. Die Blütenfarbe variiert stark von hellgelb bis violett-braun. Die einzelne Blüte hat nur eine einzige Spiegelachse (spiegelsymmetrisch). Sie besteht aus fünf Blättern (Kronblätter). Das große, obere Kronblatt ist die Fahne und steht nach oben ab. Die zwei kleineren seitlichen Kronblätter sind die Flügel. Die zwei unteren Blätter bilden ein hohles Schiffchen, das die Staubbeutel und Stempel umgibt. Frucht: Die Frucht ist eine gewundene Hülse.

Bilder


Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Gewöhnlicher Hornklee Die Blütenstände sind doldig, d.h. die Einzelblüten entspringen an einem Punkt und stehen auf einer Höhe. Die drei oberen Blätter haben einen Stiel und die beiden unteren sitzen direkt am Stängel.
Gemeiner Wundklee Die Blütenstände sind kugelig. Die Blüten sind am Ansatz weißfilzig behaart. Die Teilblätter (Fieder) sind elliptisch und das Blatt endet mit einer größeren Fieder.
Wiesen-Platterbse Die Blütenstände sind traubenförmig und die Blüten am Ansatz unbehaart. Die Teilblätter (Fieder) sind lanzettlich und zugespitzt. Das Blatt endet mit einer Ranke.

Blütezeit: Juni - August Lebensraum: Trockene und sonnige Standorte und mäßig nährstoffreiche und basenreiche Böden werden bevorzugt. Verbreitung: Europa, Asien, Nordamerika, Nordafrika

Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

In der Stadt ist die Bastard-Luzerne vor allem auf trockenen Wiesen und an Rändern von Äckern und Wegen zu finden. Sie bevorzugt trockene und sonnige Standorte mit basenreichen Böden.

Wissenswertes

  • Herkunft: Die Bastard-Luzerne gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).
  • Giftigkeit oder Verwendung: Die Wurzel und die Keimsprossen sind essbar.
  • Sie wird weltweit hauptsächlich als Viehfutter angebaut.
  • Sie ist eine Kreuzung aus Echter Luzerne (Medicago sativa) und Sichel-Luzerne (Medicago falcata).
  • Für die Familie der Hülsenfrüchtler ist ein Zusammenleben mit Wurzelknöllchenbakterien typisch. Die Bakterien versorgen die Pflanze mit Stickstoff. Da die Bakterien für die Stickstoffbindung eine Pflanze benötigen, wirkt sich dieses Zusammenleben auf beide Arten positiv aus (Symbiose).
  • Die Schmetterlingsblüte ist eine Blütenform, die für die meisten Vertreter der Familie der Hülsenfrüchtler typisch ist.
  • Sie blüht von Juni bis August.
  • Sie wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Golte-Bechtle, Marianne, Spohn Roland und Spohn Margot (2015): Was blüht denn da? (Kosmos-Naturführer), 2. Aufl., Franckh Kosmos Verlag.
  • Seite „Bastard-Luzerne“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. Mai 2016, 08:26 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bastard-Luzerne&oldid=154564445 (Abgerufen: 14. November 2016, 10:08 UTC)