Calendula arvensis – Acker-Ringelblume (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W.Wohlers, JKI)

Calendula arvensis L., die Acker-Ringelblume gehört zur Familie der Asteraceae oder Compositae (Korbblütler). Der englische Name ist Field Marigold. EPPO-Code CLDAR.

In Gärten steht meistens Calendula officinalis mit großen Blättern und Blüten. Manchmal ist sie verwildert. Die kleinblütigere Acker-Ringelblume wird in Deutschland als stark gefährdet eingestuft. Die einjährige Pflanze kommt ursprünglich aus Südeuropa und ist sehr wärmeliebend. Sie ist nur an wenigen Standorten in Deutschland zu finden, heute eigentlich nur noch im Süden an Rhein und Neckar. Das ist auch ihr nördlichstes Verbreitungsgebiet, d.h. 50ster Breitengrad, in England noch etwas weiter nördlich. Nach Nordamerika wurde sie verschleppt, wächst in den USA aber nur im mediterranen Californien. Dagegen kommt sie in Australien häufig vor. Sie bevorzugt sandige, lockere und nährstoffreiche Böden.

Die Acker-Ringelblume hat niederliegende oder bogig aufsteigende Stängel, die bis zu den Blüten beblättert sind. Die unteren Blätter sind länglich lanzettlich und kurz gestielt, die oberen eiförmig lanzettlich mit Spitze und sie umfassen meistens den Stängel. In den Blütenkörben sind die einzelnen kleinen Röhrenblüten mit den verwachsenen, jeweils fünfzähligen Kronblättern deutlich zu erkennen. Die Ringelblume blüht vom April bis zum Herbst. Sie bildet unterschiedlich geformte Samen aus, die entweder durch Tiere oder durch Wasser verbreitet werden.

Die Acker-Ringelblume ist selten geworden. Auch sie wurde wie die verwilderte, häufigere Garten-Ringelblume in der Naturheilkunde eingesetzt wurde. Zu deren Wirkung siehe das finnische NatureGate.

Verfasser: Wohlert Wohlers. Februar 2020.