Düne Stahlberg II

From Offene Naturführer
Jump to: navigation, search
Mit Formular bearbeiten

Düne Stahlberg II

Großgruppe: Naturschutzfläche
Schutzstatus: Naturdenkmal
Ortsangabe: Zwischen GSI (Prinzenschneise) und Silzbach, 64291 Darmstadt

Was gibt es hier zu entdecken?
Eine Binnendüne mit typischer Vegetation.

Im Gebiet vorkommende Farn- und krautige Blütenpflanzen
Kugelköpfiger Lauch, Steppenwolfsmilch, Ohrlöffel-Leimkraut, Pfriemengras
Im Gebiet vorkommende holzige Blütenpflanzen
Eichen, Kiefern
Beschreibung des Gebietes, Naturdenkmales etc.:
Die Düne Stahlberg sind die 5000 m² großen Reste einer im Pleistozän entstandenen Binnendünne. Zu Ende der Weichseleiszeit vor 12.000 Jahren herrschte in Deutschland ein kühles Klima und die Vegetation war lichte. Sand aus dem Rhein wurde aufgeweht und hier wieder abgelagert. So entstanden die für den östlichen Oberrhein typischen Flugsanddünen. Durch die trockenen, heißen und nährstoffarmen Bedingungen bietet sie vielen geschützte Arten einen Lebensraum.

Sonstiges:
Als Pleistozän bezeichnet man den Abschnitt der Erdgeschichte, der vor 2,5 Mio. Jahre begann und bis vor 11.000 Jahre andauerte. Abgelöst wurde dieser Abschnitt vom Holozän, in welchem wir noch heute leben. Das Pleistozän war geprägt durch einen Wechsel von Kalt- und Warmzeiten. Das Rhein-Main Gebiet war dabei nicht von Gletschern bedeckt sondern ähnelte einer Tundra mit trockener, vegetationsarmer Landschaft. Die Böden waren bis in mehrere Meter tiefe gefroren, nur die obere Schicht taute saisonal auf und lies für kurze Zeit Pflanzenwachstum zu. Der Wechsel zwischen Kalt- und Warmzeiten und die dadurch bedingte Veränderungen des Rheins sorgte für mächtige Schotterablagerungen und Lössschichten in der Rhein-Main Region.


Einschränkung der Zugänglichkeit:
keine Einschränkung

Bilder

Quellen und Weblinks

https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/pleistozaen/52380

http://www.oberrheingraben.de/Grabenfuellung/Norden.htm