Feldahorn – Acer campestre

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Deutscher Name: Feldahorn
Wissensch. Name: Acer campestre
(Linnaeus)
Weitere deutsche Namen: Maßholder
Großgruppe: holzige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Sapindales / Familie Sapindaceae
Deutsche Wikipedia-Seite

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • Blattstiel mit milchig-trübe Flüssigkeit (Milchsaft)
  • Flügel der Frucht stehen waagerecht
  • flügelartige Korkleisten an Zweigen
Der Feldahorn ist ein sommergrüner Baum oder Strauch, der eine Höhe von bis zu 20 m erreichen kann. Blatt: Die Blätter haben lange Stiele und wachsen am Zweig einander gegenüber (gegenständig). Sie sind meist abgerundet (stumpf) und fünflappig mit einem glatten Blattrand. Aus dem Blattstiel tritt bei einer Verletzung milchig-trübe Flüssigkeit (Milchsaft) aus. Sprossachse: Die Rinde ist graubraun und feinrissig rechteckig gefeldert. Größere Zweige haben häufig Korkleisten. Blüte: Die gelbgrünen Blüten stehen in aufrechten oder nickenden Rispen (den Blütenständen). Die Blütenstiele und Blütenhülle sind behaart. Frucht: Die Spaltfrucht besteht aus zwei geflügelten Nussfrüchten, die miteinander verbunden sind. Flügel stehen waagerecht.

Bilder


Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Die Einzelblüten sind meist zwittrig und einhäusig, seltener kommen rein männliche oder weibliche Blütenstände vor.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Spitzahorn Der Spitzahorn hat deutlich größer Blätter mit einem spitz gezähnten Blattrand. Die Flügel der Frucht stehen im stumpfen Winkel zueinander.
Bergahorn Der Bergahorn hat größere und deutlich spitzere Blätter. Der Blattstiel hat keinen Milchsaft. Die Flügel der Frucht stehen im spitzen Winkel zueinander.
Silberahorn Die Blätter des Silberahorns sind auf der Unterseite silbergrau, tief eingeschnitten und deutlich spitzer. Die Blattstiele haben keinen Milchsaft. Die Flügel der Frucht stehen im stumpfen Winkel zueinander.

Biologie: Die Blüten werden überwiegend von Insekten bestäubt. Die Geschlechterverteilung in Blüten der Ahorn-Arten ist biologisch hoch interesseant. Der Grund für meist zwittrige aber auch häufig auftretende eingeschlechtliche Blüten ist die aktuell voranschreitende Evolution dieser Gattung. Der Trend von der Insektenbestäubung der zwittrigen Blüten zu der Windbestäubung der eingeschlechtlichen Blüten, ist je nach Ahorn-Art unterschiedlich stark ausgeprägt.

Die Ausbreitung der Früchte oder Teilfrüchte erfolgt mit dem Wind, indem auch längere Distanzen durch die Flugfähigkeit der Früchte überbrückt werden können. Die Fruchtreife ist September bis Oktober. Blütezeit: April - Mai Lebensraum: Nährstoffreiche, feuchte bis wechseltrockene Standorte wie Laubmischwälder und Waldränder werden bevorzugt. Verbreitung: Europa, Nordafrika, Kleinasien

Mensch und Stadt

Den Feldahorn sieht man in Parks, an Alleen oder in Gärten. Häufig kommt er auch als Heckenbepflanzung vor. Er bevorzugt nährstoffreiche, feuchte bis wechseltrockene Standorte. Ahorn-Arten produzieren zahlreiche Früchte, sodass die Bäume sich innerhalb der Stadt gut von selbst ausbreiten können.

Wissenswertes

  • In der Naturheilkunde setzt man die Rinde in einem Aufguss oder Tee zur Linderung von Entzündungen oder zur Verdauungsregulierung ein.
  • Die Blüten der Ahorn-Arten sind meist zwittrig, d.h. eine Blüte enthält weibliche Teile und männliche Teile. Es gibt jedoch auf eingeschlechtliche Blüten, d.h. es sind nur weibliche oder männliche Teile vorhanden. Der Grund dafür ist die Entwicklung von einer Insektenbestäubung der der zwittrigen Blüten zu einer Windbestäubung der der eingeschlechtlichen Blüten.
  • Er blüht von April bis Mai.
  • Die Fruchtreife ist im September bis Oktober.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Aas, G., Riedmiller, A.: Laubbäume: Bestimmen - Kennenlernen – Schützen. Gondrom , 2002.
  • Amann, G., Richter, P.: Bäume und Sträucher des Waldes. Neumann, 1962.
  • Umweltforschungszentrum Leipzig - Halle GmbH, Sektion Biozönoseforschung: www.ufz.de

BiolFlor homepage: www.ufz.de/biolflor (www.biolflor.de)

An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Alice Kracht