Gänseblümchen – Bellis perennis

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Deutscher Name: Gänseblümchen
Wissensch. Name: Bellis perennis
(L.)
Weitere deutsche Namen: Maßliebchen, Tausendschön
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Asterales / Familie Asteraceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • dichte Blattrosette
  • weiß-rosa Blütenkörbchen mit gelber Mitte
Das Gänseblümchen kann bis zu 15 cm hoch werden. Blatt: Die Blätter sind eiförmig bis rundlich, stumpf gezähnt und leicht behaart. Sie haben einen Stiel und stehen bodennah in einer Rosette. Sprossachse: Der Stiel des Blütenkörbchens ist blattlos, fein behaart und hat stets einen Blütenkorb. Blüte: Auf den ersten Blick kann das Blütenkörbchen für die Blüte gehalten werden. Die Scheinblüte besteht aus zahlreichen einzelnen am Rand weißen oder rosa Zungenblüten und in der Mitte gelben Röhrenblüten. Frucht: Die Pflanze bildet kleine, nussähnliche Früchte.

Bilder


Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Echte Kamille Die Blätter sind mehrfach zerteilt. Das Blütenkörbchen ist größer, kegelförmig und innen hohl.

Biologie: Bestäubung erfolgt durch Insekten (Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, Fliegen). Die Früchte werden meist durch Regen oder Wind ausgebreitet, wobei auch Tiere (Regenwürmer, Weidetiere) dazu beitragen. Blütezeit: März - November Lebensraum: Nährstoffreicher Rasen, Weiden, Wiesen, Wegränder. Verbreitung: Europa, Kleinasien, eingeschleppt nach Nord- und Südamerika, Neuseeland.

Mensch und Stadt

Das Gänseblümchen hat sich erst mit der Entstehung der Wiesen- und Weidekultur in ganz Europa ausgebreitet. Durch das Anlegen von Rasenflächen in Gärten und Parks wurde es auch in der Stadt immer häufiger. Es bevorzugt nährstoffreiche Böden.

Es hat sich durch die Verunreinigung von Grassamen in weiten Teilen der Welt ausgebreitet. Der regelmäßige Rasenschnitt begünstigt sein Wachstum.

Wissenswertes

  • Name: Aus dem Lateinischen übersetzt, setzt sich der wissenschaftliche Name aus Bellis = schön und perennis = mehrjährig zusammen.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Die jungen Blättchen oder die Blüten sind essbar und eignen sich als Salatbeilage. Die Knospen sowie die nur halb geöffneten Blüten schmecken angenehm nussartig. Sauer eingelegt werden Knospen manchmal als Kapernersatz verwendet.
  • Kulturgeschichte: Im Christentum wurde das Gänseblümchen zur Marienblume und ist ein Symbol für Unvergänglichkeit.
  • Kunst: Im 13. Jahrhundert waren Gänseblümchen ein Bestandteil des Wappens des französischen Königs Ludwig IX.
  • In der Volksmedizin werden Gänseblümchen bei Wunden, Hauterkrankungen und Leberleiden eingesetzt.
  • Früher wurde das Gänseblümchen der nordischen Göttin Freya, der Göttin der Liebe und der Ehe, geweiht.
  • Gefüllte Sorten der Gänseblümchen, die von weiß bis dunkelrot variieren, werden häufig als Zierpflanzen verkauft.
  • Es blüht von März bis November.
  • Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, Fliegen). Die Früchte werden meist durch Regen oder Wind ausgebreitet. Es tragen aber auch Tiere (Regenwürmer, Weidetiere) zur Ausbreitung bei.
  • Es wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Seite „Gänseblümchen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. Juni 2016, 16:24 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=G%C3%A4nsebl%C3%BCmchen&oldid=155574742 (Abgerufen: 20. Juli 2016, 12:42 UTC)
  • Fleischhauer, Steffen G., Guthmann, Jürgen und Spiegelberger, Roland (2007): Essbare Wildpflanzen, 200 Arten bestimmen und verwenden. Baden und München: AT Verlag.
  • Lippert, Wolfgang und Podlech, Dietrich (1993): GU Naturführer Blumen, München: Gräfe und Unzer.
  • Fitter, Richard, Fitter Alastair und Blamey, Marjorine (1986): Pareys Blumenbuch. Wildblühende Pflanzen Deutschlands und Nordwesteuropas, 2. Aufl., bearb. Von Konrad von Weihe, London: Verlag Collins Publishers.
  • Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.
  • Schönfelder, Ingrid und Schönfelder, Peter (2010): Der Kosmos-Heilpflanzenführer, Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlag.
  • Scherf, Gertrud (2006): Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV Buchverlag.
  • http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=814&