Gemeiner Odermennig – Agrimonia eupatoria

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Deutscher Name: Gemeiner Odermennig
Wissensch. Name: Agrimonia eupatoria
(L.)
Weitere deutsche Namen: Kleiner Odermennig,Ackerkraut
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Rosales / Familie Rosaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Einheimisch

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • gefurchte Sammelfrüchte
  • dicht behaarte Blattunterseiten
Der Gemeine Odermennig kann bis zu einen Meter hoch werden. Blatt: Die sommergrünen Blätter sind einzeln und abwechselnd am Stängel angeordnet (wechselständig). Sie bilden am Boden eine Rosette. Jedes Blatt ist unterteilt in fünf bis neun Teilblätter (unpaarig gefiedert). Die Teilblätter haben einen grob gezähnten Rand und sind auf der Unterseite behaart. Sprossachse: Der Stängel ist rund und dicht behaart. Er ist meist oben verzweigt. Blüte: Die Blüten haben fünf rund angeordnete, gelbe Blütenblätter. Sie sind an der Stängelspitze in einem lang gestreckten, blattlosen Blütenstand angeordnet (Blütentraube). Frucht: Die Frucht ist eine, in einem Kelch eingeschlossene, Sammelfrucht. Der Kelch ist gefurcht und hat am Rand zahlreiche hakenförmige, abstehende Borsten.

Bilder


Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Untere Blätter sind in Grundrosette angeordnet, wohingegen weiter oben am Stängel sitzende Blätter wechselständig wachsen. Sie sind unpaarig gefiedert und 10 bis 15 cm lang. Zwischen den Fiederpaaren sitzen sehr kleine Fiederblätter. Die Blüten sind radiärsymmetrisch. Die Blütentraube ist 10 bis 50 cm lang.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Großer Odermennig Der Große Odermennig ist drüsig behaart und dadurch klebrig. Er riecht stark nach Zitrone. Die Sammelfrüchte sind nur leicht oder gar nicht gefurcht. Großer Odermennig:  H. Zell, CC BY-SA 3.0

Biologie: Die Blüte ist zwittrig und die Bestäubung erfolgt durch Selbstbestäubung oder Insekten. Die Frucht wird durch Ameisen und größere Säugetiere verbreitet. Blütezeit: Juni bis September Lebensraum: Der Gemeine Odermennig bevorzugt sonnige Standorte und nicht saure Böden. Er besiedelt Trocken- und Magerrasen, aber auch Hecken und Waldränder. Verbreitung: Er ist in fast ganz Europa und im nördlichen Asien verbreitet.

Mensch und Stadt

Der Gemeine Odermennig verträgt keinen Schatten und sauren Böden. Auch Mähen und Trittbelastung verträgt er schlecht. Daher besiedelt er in der Stadt bevorzugt wenig genutzte Trocken- und Magerrasen, aber auch Hecken und Waldränder.

Wissenswertes

  • Herkunft: Der Gemeine Odermennig ist einheimisch und in fast ganz Europa verbreitet.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Tee aus blühendem und getrocknetem Gemeinem Odermennig kann bei Magen- und Darmbeschwerden sowie als Bad bei leichten Hautentzündungen helfen.
  • Die Blütezeit ist von Juni bis September.
  • Die Klettfrüchte bleiben wegen ihrer Haken an Tieren hängen und werden so ausgebreitet. Da der Gemeine Odermennig eher hoch wächst, verfangen sich die Kletten an großen Tieren wie Schafen, Kühen oder in der Stadt auch Hunden und können so über weite Strecken transportiert werden.
  • Er wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Kammer, Peter M. (2016): Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen. Bern: Haupt Verlag.
  • Schauer, Thomas, Caspari, Claus, Caspari, Stefan (2015): Der illustrierte BLV Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher. München: BLV Buchverlag GmbH & Co. KG.
  • Schönfelder, Ingrid und Schönfelder, Peter (2010): Der Kosmos-Heilpflanzenführer. Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas. Stuttgart: Franck-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG.
  • Spohn, Margot, Golte-Bechtle, Marianne, Spohn, Roland (2015): Was blüht denn da? Stuttgart: Franck-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG.
  • Seite „Gemeiner Odermennig“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. Mai 2017, 12:17 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gemeiner_Odermennig&oldid=165437907 (Abgerufen: 5. Dezember 2017, 13:07 UTC)
  • http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=99&