Gemeines Hirtentäschel – Capsella bursa-pastoris

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Deutscher Name: Gemeines Hirtentäschel
Wissensch. Name: Capsella bursa-pastoris
((L.) Medik.)
Weitere deutsche Namen: Schneiderbeutel, Herzkraut, Bauernsenf
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Brassicales / Familie Brassicaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • kleine, dreieckige Früchte
  • längliche Blätter
Das Gewöhnliche Hirtentäschel kann bis zu 60 cm hoch werden. Blatt: Die Blätter stehen überwiegend in einer Rosette in Bodennähe. Sie sind meist länglich und gezähnt bis eingeschnitten (fiederspaltig). Die oberen Stängelblätter sind schmal lanzettlich. Sprossachse: Der Stängel ist aufrecht und kann einfach oder verzweigt sein. Blüte: Im oberen Teil des Stängels stehen zahlreiche, kleine Blüten in einem traubenförmigen Blütenstand. Die Einzelblüten haben vier weiße Blütenblätter. In der Blütenmitte sind vier lange und zwei kürzere Staubblätter. Frucht: Die Früchte sind herzförmige bis dreieckige Schötchen.

Bilder


Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Knoblauchsrauke Die Blätter sind herz- bis nierenförmig. Beim Zerreiben der Blätter entsteht ein knoblauchartiger Geruch. Die Früchte sind lange schmale Schoten.
Graukresse Die kleinen Früchte sind rundlich bis eiförmig. Die Pflanze ist graufilzig behaart.

Blütezeit: ganzjährig Lebensraum: Mäßig trockene bis frische, helle Standorte mit nährstoffreichen Böden werden bevorzugt. Verbreitung: Europa, Asien, Nord- und Südamerika, Nordafrika

Mensch und Stadt

In der Stadt kommt das Hirtentäschel häufig in Gärten, an Wegrändern und auf Brachen vor. Die nährstoffreichen Böden der Stadt bieten ihm gute Lebensbedingungen. Es bevorzugt mäßig trockene bis frische und helle Standorte.

Wissenswertes

  • Name: Der lateinische Name Capsella bursa-pastoris setzt sich aus "capsa" = Kapsel, "bursa" = Tasche und "pastor" = Hirt zusammen und bezieht sich auf die Form der Früchte der Pflanze.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Das Hirtentäschel fördert die Blutgerinnung. Daher wird es in der Naturheilkunde gegen innerliche und äußerliche Blutungen eingesetzt.
  • Es gehört der gleichen Pflanzenfamilie wie Senf, Rucola und Kohl an.
  • Es bildet das ganze Jahr Blüten aus.
  • Die vier kreuzweise angeordneten Blütenblätter, die Schotenfrüchte und die vier längeren und zwei kürzeren Staubblätter sind typisch für die Pflanzenfamilie der Kreuzblütler.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Eggenberg, Stefan und Möhl, Adrian (2007): Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, 1. Aufl., Bern Stuttgart Wien: Haupt Verlag.
  • Golte-Bechtle, Marianne, Spohn Roland und Spohn Margot (2015): Was blüht denn da? (Kosmos-Naturführer), 2. Aufl., Franckh Kosmos Verlag.
  • Jäger, Eckehart J. (2011): Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland, 20. Aufl., Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
  • Kammer, Peter M. (2016): Pflanzen einfach bestimmen: Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, 1. Aufl., Bern: Haupt Verlag.
  • Lippert, Wolfgang und Podlech, Dietrich (1993): GU Naturführer Blumen, München: Gräfe und Unzer.
  • Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.
  • Seite „Gewöhnliches Hirtentäschel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 28. Dezember 2016, 19:04 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gew%C3%B6hnliches_Hirtent%C3%A4schel&oldid=161046738 (Abgerufen: 24. Januar 2017, 11:04 UTC)
  • http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=1091&