Glossar:Flora/G

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Gametophyt

Gametophyt: Generation, welche sich aus Sporen entwickelt und männliche sowie weibliche Geschlechtsorgane (die bei Moosen, Bärlappen und Farnen Antheridien und Archegonien genannt werden) erzeugt; nach der Befruchtung entwickelt sich auf dem Gametophyten ein neuer Sporophyt (die „eigentliche“ Farnpflanze); bei sich normal sexuell vermehrenden Arten besitzt der Gametophyt nur halb so viel Chromosomen wie der Sporophyt.

Ganz

ganze Blattspreiten: Ganze Blattspreiten haben im Gegensatz zu gefingerten und gefiederten Blattspreiten keine Einkerbungen oder Einschnitte und sind nicht geteilt oder zusammengesetzt. Sie können unterschiedlich geformt sein. (siehe auch Blattformen)

Gebuchtet

gebuchtet: Gebuchtete Blattränder sind wellenförmig. Sie haben runde Einbuchtungen und runde Vorsprünge (Abbildung F).

Die Abbildungen zeigt Skizzen verschiedener Blattrandformen.

verschiedene Ausprägungen von Blatträndern


A gesägt
B doppelt gesägt
C gezähnt
D gefranst
E gekerbt
F gebuchtet
G geschweift
H gewimpert

Gefaltet

Gefiedert

gefiedert: Bei gefiederten Blättern zweigen die Blattnerven entlang einer Mittelader auf unterschiedlichen Höhen nach rechts und links ab. Zwischen den Adern können mehr oder weniger Tiefe Einschnitte sein. (siehe auch Blattformen) Eine Pflanze mit gefiederten Blättern, bei denen die Segmente vollständig getrennt sind, ist zum Beispiel die Walnuss.

Die Skizzen zeigen verschiedene Formen von gefiederten Blättern.
A ganz
B fiederlappig
C fiederspaltig
D fiederteilig
E fiederschnittig
F unparig gefiedert

G paarig gefiedert

Gefiedert (Farne)

gefiedert (Farne): Eine gefiederte Blattspreite ist tief, bis zur der Haupt-Rhachis reichend, eingeschnitten, die einzelnen Spreitenabschnitte (Fiedern) daher vollständig voneinander getrennt und nicht am Grunde miteinander verbunden; die Fiedern können ihrerseits tief, bis zur Sekundär-Rhachis (Rhachis der Fiedern), eingeschnitten sein; ein solches Blatt ist doppelt gefiedert und besitzt Fiedern erster und zweiter Ordnung (letztere auch Fiederchen genannt); durch weitere Aufgliederung entstehen 3- oder 4-fach gefiederte Blätter (mit Fiedern erster bis vierter Ordnung).

Gefingert

gefingert: Bei handförmigen oder gefingerten Blättern sind alle Nerven strahlig um einen Punkt am Ansatz des Blattstiels angeordnet. Die einzelnen Blattsegemente sind völlig voneinander getrennt und werden als Blättchen bezeichnet. Je nach der Zahl der Segmente spricht man von dreizähligen, vierzähligen, ... gefingerten Blättern. In der Abbildung zeigt die Skizze F ein fünfzählig gefingertes und G ein dreizähliges Blatt (siehe auch Blattformen) Eine Pflanze mit typisch gefingerten Blättern ist die Kastanie.

Gefranst

gefranst: Ein gefranster Blattrand hat viele, lange, schmale Zähne (Abbildung D).

Die Abbildungen zeigt Skizzen verschiedener Blattrandformen.

verschiedene Ausprägungen von Blatträndern


A gesägt
B doppelt gesägt
C gezähnt
D gefranst
E gekerbt
F gebuchtet
G geschweift
H gewimpert

Gegenständig

gegenständig: ↗ Blatt

Wenn immer zwei Blätter an einem Blattknoten sind und die Blätter aller Knoten direkt über einander stehen, sind die Blätter gegenständig angeordnet (Abbildung C).

verschiedene Blattstellungen


A grundständig oder rosettig
B quirlständig
C gegenständig
D kreuzgegenständig
E zweizeilig

Gekerbt

gekerbt: Gekerbte Blattränder haben runde Vorsprünge und spitze Einkerbungen (Abbildung E).

Die Abbildungen zeigt Skizzen verschiedener Blattrandformen.

verschiedene Ausprägungen von Blatträndern


A gesägt
B doppelt gesägt
C gezähnt
D gefranst
E gekerbt
F gebuchtet
G geschweift
H gewimpert

Gemme (Farne)

Gemme (Farne): Gemmen sind kleine, meist wenigzellige Abschnürungen, welche der vegetativen Vermehrung dienen; sie können sowohl von der sporophytischen als auch von der gametophytischen Generation gebildet werden; letzteres tritt in Deutschland bei Trichomanes speciosum auf (die Gemmen sind nur mit Hilfe eines Mikroskops sichtbar).

Geschweift

geschweift: Sehr flach wellenförmig gebuchtete Blattränder werden als geschweift oder ausgeschweift bezeichnet (Abbildung G).

Die Abbildungen zeigt Skizzen verschiedener Blattrandformen.

verschiedene Ausprägungen von Blatträndern


A gesägt
B doppelt gesägt
C gezähnt
D gefranst
E gekerbt
F gebuchtet
G geschweift
H gewimpert

Gespornt

gespornt: Kronblätter (oder Kelchblätter) können gespornt sein, d. h. sie tragen einen spitzen, tütenförmigen oder stumpfen Fortsatz, der durch eine Ausbeulung/Ausbuchtung der Blätter entsteht (sog. Sporn). — Quelle: Görtz (2000)

Gestutzt

gestutzt: Sowohl bei der Blattspitze als auch bei der Blattbasis wird ein gerader, wie abgeschnitten wirkender, Abschluss als gestutzt bezeichnet. In den Schemazeichnungen ist diese Blattspitzen- bzw. Blattbasisform mit A bezeichnet. (Maike Wilstermann-Hildebrand, siehe auch Blattformen)

Gesägt

gesägt: Wenn Blätter am Rand spitze Zacken aufweisen, sind sie gesägt (Abbildung A). Es sind spitze Vorsprünge und spitze Buchen entlang des Blattrandes. In der Regel weisen die Sägezähne etwas in Richtung der Blattspitze (vorwärtsgerichtet). Seltener weisen sie in Richtung des Blattstiels (rückwärtsgerichtet). Wenn auf den Zähnen weitere kleinere Zähne sind, ist der Blattrand doppelt gesägt (Abbildung B).

Die Abbildungen zeigt Skizzen verschiedener Blattrandformen.

verschiedene Ausprägungen von Blatträndern


A gesägt
B doppelt gesägt
C gezähnt
D gefranst
E gekerbt
F gebuchtet
G geschweift
H gewimpert

Gewimpert

gewimpert: Blattränder, die feine Haare (Wimpern) tragen, werden als gewimpert bezeichnet (Abbildung H).

Die Abbildungen zeigt Skizzen verschiedener Blattrandformen.

verschiedene Ausprägungen von Blatträndern


A gesägt
B doppelt gesägt
C gezähnt
D gefranst
E gekerbt
F gebuchtet
G geschweift
H gewimpert

Gezähnt

gezähnt: Bei einem gezähnten Blattrand sind zwischen spitzen Vorsprüngen runde Einbuchtungen (Abbildung C).

Die Abbildungen zeigt Skizzen verschiedener Blattrandformen.

verschiedene Ausprägungen von Blatträndern


A gesägt
B doppelt gesägt
C gezähnt
D gefranst
E gekerbt
F gebuchtet
G geschweift
H gewimpert

Gleichährig

gleichährig: ↗ Blütenstand (Grasartige)

Gleichährig (Carex)

gleichähriger Blütenstand: Aus mehreren untereinander gleichartigen Ährchen zusammengesetzt; die Ährchen enthalten meist männliche und weibliche Blüten, auch wenn einzelne Ährchen rein männlich sind, ist dies unauffällig. (Quelle: Foerster 2008).

Glänzend

glänzend: ↗ Blattspreite (Grasartige)

Griffel

Griffel: ↗ Blütenaufbau

Griffelgrund (Grasartige)

Griffelgrund (Stylopodium): Der reifen Frucht anhaftender Überrest des Griffels beim Sumpfriet (Eleocharis, Abb. 1). Quelle: Foerster (2008).

Grundständig

grundständig: Stellung der Blätter, wenn sie alle so tief unten am Sproß sitzen, daß sie direkt aus der Erde zu kommen scheinen (Löwenzahn!). Quelle: Görtz (2000).


Die Abbildung A zeigt die grundständige bzw. rosettige Blattstellung.

verschiedene Blattstellungen


A grundständig oder rosettig
B quirlständig
C gegenständig
D kreuzgegenständig
E zweizeilig





Quellen

Foerster, E. 2008: Seggen, Binsen, Simsen und andere Scheingräser des Grünlandes. (http://www.lanuv.nrw.de, http://offene-naturfuehrer.de, abgerufen am 23. März 2021).
Görtz, M. 2000: Botanischer Schlüssel für krautige, blühende Pflanzen im Großraum Nürnberg. (Gültig für krautige, blühende Pflanzen im Raum Nürnberg – Erlangen – Fürth (bis etwa Lauf, Ansbach, Schwabach, Neustadt a. A.). Eigenverlag, Druck: Spanhel Herzogenaurach http://offene-naturfuehrer.de, abgerufen am 23. März 2021).


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