Glossar:Flora/H

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Handförmig

handförmig: Bei handförmigen Blättern treffen sich die Blattadern an der Basis des Blattes in einem Punkt. Zwischen den Adern können mehr oder weniger Tiefe Einschnitte sein. (siehe auch Blattformen) Pflanzen mit typisch handförmigen Blättern sind zum Beispiel der Ahorn und die Kastanie.

Die Skizzen zeigen verschiedene Formen von handförmigen Blättern.
A ganz
B handförmig gelappt
C handförmig gespalten
D handförmig geteilt
E handförmig geschnitten
F gefingert

G dreizählig gefingert oder dreizählig

Handförmig gelappt

handförmig gelappt: Bei handförmigen gelappten Blättern sind alle Nerven strahlig um einen Punkt am Ansatz des Blattstiels angeordnet. Zwischen den Blattsegementen sind Einschnitte, die bis etwas zu einem Drittel ins Blatt hineinreichen. In der Abbildung zeigt die Skizze B ein handförmig gelapptes Blatt (siehe auch Blattformen) Je nach Zahl der Segmente werden drei-, vier- und fünflappige Blätter unterschieden. Der Frauenmantel (Alchemilla mollis) hat zum Beispiel handförmig gelappte Blätter.

Handförmig geschnitten

handförmig geschnitten: Bei handförmig geschnittenen Blättern sind alle Nerven strahlig um einen Punkt am Ansatz des Blattstiels angeordnet. Die einzelnen Blattsegemente sind durch Einschnitte fast bis zum Ansatzpunkt der Nerven von einander getrennt. In der Abbildung zeigt die Skizze E ein handförmig geschnittenes Blatt. Solche Blätter hat zum Beispiel die Trollblume (Trollius). (siehe auch Blattformen)

Handförmig gespalten

handförmig gespalten: Bei handförmigen gespaltenen Blättern sind alle Nerven strahlig um einen Punkt am Ansatz des Blattstiels angeordnet. Zwischen den Blattsegementen sind Einschnitte, die bis etwas zur Hälfte ins Blatt hineinreichen. In der Abbildung zeigt die Skizze C ein handförmig gespaltenes Blatt (siehe auch Blattformen) je nach Zahl der Segmente werden drei-, vier- und fünfspaltige Blätter unterschieden. Fächerahorn (Acer palmatum) hat beispielsweise 5- bis 9-spaltige Blätter.

Handförmig geteilt

handförmig geteilt: Bei handförmig geteilten Blättern sind alle Nerven strahlig um einen Punkt am Ansatz des Blattstiels angeordnet. Die einzelnen Blattsegemente sind durch Einschnitte die etwa zu zwei Dritteln in das Blatt reichen von einander getrennt. In der Abbildung zeigt die Skizze E ein handförmig geteiltes Blatt. Solche Blätter hat zum Beispiel der Scharfe Hahnenfuß. (siehe auch Blattformen)

Herzförmig

herzförmig: Herzförmige Blätter haben an der Basis einen spitzen Einschnitt in dem der Stiel ansetzt oder mit der sie ohne Stiel direkt am Stängel sitzen. Die Blätter sind etwa 1 bis 1,5 mal so lang wie breit. Die Linde (Tilia cordata) hat herzförmige Blattspreiten. In der Abbildung zeigt die Skizze C ein herzförmiges Blatt. Befindet sich der Einschnitt an der Blattspitze und der Stiel an der spitzen Seite, ist das Blatt verkehrt herzförmig.

Heterosporie (Farne)

Heterosporie (Farne): mit zwei in der Größe verschiedenen und geschlechtlich differenzierten Sporentypen, nämlich größeren weiblichen Megasporen und deutlich kleineren männlichen Mikrosporen.

Hilum

Hilum (Nabel, Samennarbe): der Nabel wo der Same angewachsen ist, der äußere Nabel oder Samennarbe — Röhling u.a. (Deutschlands Flora, Bd.1, 1823), S.258

Hochblätter

Hochblätter: Blätter, die auffällig dicht unter der Blüte oder dem Blütenstand stehen. Oft haben sie eine besondere Form oder Größe, manchmal sehen sie auch kelchblattartig aus. — Quelle: Görtz 2000

Honigblätter

Honigblätter: kronblattartige Staubblätter, vor allem bei Hahnenfußgewächsen. In diesem Schlüssel werden sie als Kronblätter bezeichnet. — Quelle: Görtz (2000). Siehe auch Nektarblätter

Horst (Grasartige)

Horst: Dichte schopfige Wuchsform der Pflanzen ohne Ausläufer. (Quelle: Foerster 2008)

Hüllblättchen

Hüllblättchen (Hüllblätter): meistens grüne, kelchblattartige Blättchen, die ein Köpfchen umgeben. — Quelle: Görtz 2000

Hülse

Hülse: Typische Frucht der Schmetterlingsblütler (Fabaceae), die aus einem Fruchtblatt gebildet wird. — Siehe auch Früchte


Quellen

Foerster, E. 2008: Seggen, Binsen, Simsen und andere Scheingräser des Grünlandes. (http://www.lanuv.nrw.de, http://offene-naturfuehrer.de, abgerufen am 25. September 2020).
Görtz, M. 2000: Botanischer Schlüssel für krautige, blühende Pflanzen im Großraum Nürnberg. (Gültig für krautige, blühende Pflanzen im Raum Nürnberg – Erlangen – Fürth (bis etwa Lauf, Ansbach, Schwabach, Neustadt a. A.). Eigenverlag, Druck: Spanhel Herzogenaurach http://offene-naturfuehrer.de, abgerufen am 30. November 2020).
Röhling, J. C., Mertens, F. C. & Koch, W. D. J.; Wilmans, F. (Hrsg.) 1823: J. C. Röhlings Deutschlands Flora. Nach einem veränderten und erweiterten Plane bearbeitet. Bd. 1, Frankfurt am Main (https:/​/​www.​biodiversitylibrary.​org/​item/​94877, abgerufen am 1. August 2019).


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