Loesels Rauke – Sisymbrium loeselii

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Deutscher Name: Loesels Rauke
Wissensch. Name: Sisymbrium loeselii
(L.)
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Brassicales / Familie Brassicaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Neophyt

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • vier gelbe Blütenblätter
  • aufrecht abstehende Schotenfrüchte
Loesels Rauke kann bis zu 1,2 Meter groß werden. Blatt: Die behaarten Blätter sind in Rosetten in Bodennähe sowie einzeln und abwechselnd am Stängel verteilt angeordnet (wechselständig). Sie sind auf beiden Seiten bis fast zur Mittelrippe eingeschnitten und haben einen dreieckigen Endabschnitt. Der Blattrand ist oft gezähnt. Sprossachse: Der aufrechte Stängel ist im oberen Bereich verzweigt. Er ist besonders im unteren Teil dicht rau behaart. Blüte: Die Blüten stehen gehäuft am Ende eines traubenförmigen Blütenstands. Sie sind gelb und haben vier Kron- und Kelchblätter sowie sechs Staubblätter. Frucht: Die Früchte sind längliche, schmale Schoten mit zwei Klappen. Sie sitzen aufrecht abstehend unter den Blüten und enthalten viele kleine, braune Samen.

Bilder


Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Wege-Rauke Die Blätter sind kahl. Die Früchte liegen dicht am Stängel an.



Verbreitung nach Bundesland:
BE, BB, BW, HB, HH, HE, MV, NI, NW, RP, SN, ST, SH, TH

Mensch und Stadt

Die Loesels Rauke wächst auf nährstoffreichen Böden in lückigen Unkrautbeständen, an Schutt- und Müllplätzen, auf Mauern, an Wegen und Dämmen. Als Pionierpflanze bevorzugt sie Licht und ist wärmeliebend.

Wissenswertes

  • Herkunft: Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Loesels Rauke wird in Mitteleuropa in Ungarn, Österreich, Bulgarien und Rumänien vermutet. Von ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet aus hat sie sich seit dem 17. Jahrhundert nach Deutschland ausgebreitet. Sie gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).
  • Der Artname loeselii ehrt den deutschen Arzt und Botaniker Johannes Loesel (1607–1655), der diese einwandernde Art 1654 in Danzig fand.
  • Sie gehört zu der gleichen Pflanzenfamilie wie Senf und Kohl. Sie enthält Senfölglykoside, die häufig in der Familie der Kreuzblütler vorkommen.
  • Ein Blütenstand trägt im Laufe eines Sommers bis zu 100 Blüten.
  • Die Blütezeit ist von Mai bis September.
  • Sie ist eine ein- bis zweijährige Pflanze. Das bedeutet eine Pflanze wird ein oder zwei Jahre alt, blüht jedoch nur einmal und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

Quellen, Literatur, Weblinks