NSG Malchower Aue (Berlin)

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Malchower Aue

Großgruppe: Naturschutzfläche
Schutzstatus: Naturschutzgebiet
Ortsangabe: Lichtenberg

Was gibt es hier zu entdecken?
Die 22 Hektar große Malchower Aue gehört mit ihren feuchten Wiesen zum Revier der letzten Weißstörche Berlins. Neben ihrer Bedeutung für Vögel ist die Aue auch ein wichtiges Laichgebiet für Amphibien. Sie finden besonders in den nördlich gelegenen, großen, schilfartigen Pflanzen vor menschlichen Störungen geschützte Brut- und Laichplätze. Auf den angrenzenden Wiesenflächen kann man je nach Jahreszeit eine abwechslungsreiche Pflanzenvielfalt bestaunen. Zum Beispiel kommt die seltene Graue Kratzdistel in Berlin nur hier vor. Ein Rundweg lädt zur Erkundung ein.

Im Gebiet vorkommende Farn- und krautige Blütenpflanzen
Graue Kratzdistel – Cirsium canum, Gewöhnlicher Glatthafer – Arrhenaterum elatius, Wiesen-Fuchsschwanz – Alopecurus pratensis
Im Gebiet vorkommende Vogelarten
Weißstorch – Ciconia ciconia, Braunkehlchen – Saxicola rubetra, Nachtigall – Luscinia megarhynchos, Stieglitz – Carduelis carduelis, Eisvogel – Alcedo atthis, Teichrohrsänger – Acrocephalus scirpaceus, Rohrammer – Emberiza schoeniclus
Im Gebiet vorkommende Schmetterlinge
Schwalbenschwanz – Papilio machaon, Hauhechel-Bläuling – Polyommatus icarus, Blutströpfchen – Zygaena filipendulae
Im Gebiet vorkommende Amphibien
Erdkröte – Bufo bufo, Grasfrosch – Rana temporaria, Moorfrosch – Rana arvalis
Im Gebiet vorkommende Fische
Dreistachliger Stichling – Gasterosteus aculeatus
Entstehungsgeschichte:
Am Ende der letzten Eiszeit gruben die abschmelzenden Eismassen eine Rinne in die Barnimhochfläche, die in den Malchower See mündet. Durch hohen Stickstoffeintrag entwickelte sich die wassergefüllte Rinne in ein Niedermoor.
Nutzungs- und Kulturgeschichte:Seit dem 18. Jahrhundert wurde die Fläche mit Gräben entwässert, um sie als Wiesen zu nutzen. Ab 1979 wurde Torf abgebaut. Aus dieser Zeit sind Torfstichgewässer erhalten. Mitte der 80er Jahre wurde Bodenaushub vom Wohnungsbau in Hohenschönhausen hier entsorgt. Dadurch siedelten sich für ein feuchtes Gebiet untypische Pflanzengesellschaften an. Einschränkung der Zugänglichkeit:
keine Einschränkung Weitere Informationen und Betreuung:
Ein weiteres schönes Ausflugsziel bietet der südlich gelegene Malchower See. Dieser bietet im Uferbereich wichtigen Nistplatz für seltene und geschützte Wasservögel. Das Baden ist daher hier nicht gestattet.

Bilder

Quellen und Weblinks

  • Naturschutzgebiet Malchower Aue. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

und Umwelt. Stand 2015. Flyer als PDF unter: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/natur_gruen/naturschutz/schutzgebiete/download/nsg/flyer/malchower_aue.pdf