Pastinak – Pastinaca sativa

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Deutscher Name: Pastinak
Wissensch. Name: Pastinaca sativa
(L.)
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Apiales / Familie Apiaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • gelbe Blüten in Dolden
  • eiförmige Teilblättchen
Der Pastinak kann bis 1,5 m hoch werden. Blatt: Die Blätter sind gelbgrün und einfach eingeschnitten (gefiedert). Beim Zerreiben riechen sie aromatisch nach Möhre. Sprossachse: Der Stängel ist gefurcht und rau borstig behaart. Blüte: Die einzelnen, kleinen, gelben Blüten stehen gemeinsam in einem doppeldoldigen Blütenstand. Dabei endet jeder Seitenzweig einer schirmartige Verzweigung (Dolde) wiederum mit einer kleineren Dolde. Frucht: Die Frucht besteht aus zwei Teilfrüchten, die linsenförmig zusammengedrückt sind.

Bilder


Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Wiesen-Kerbel Die Blüten sind weiß. Die Früchte sind lang, schmal und nicht gefurcht.

Blütezeit: Juli - August Lebensraum: Helle und sonnige Standorte mit nährstoffreichen, kalkhaltigen Lehmböden werden bevorzugt. Verbreitung: Europa, Asien

Mensch und Stadt

In der Stadt ist der Pastinak auf Wiesen- und Wegrändern sowie Bahngeländen häufig. Er bevorzugt helle und sonnige Standorte mit nährstoffreichen, kalkhaltigen Lehmböden.

Wissenswertes

  • Giftigkeit oder Verwendung: Die Wurzeln der Pflanzen sind essbar. Die Geister scheiden sich jedoch ob sie geschmacklich langweilig und fade sind oder doch eher eine Offenbarung.
  • Bis ins 18. Jahrhundert waren die Wurzeln des Pastinaks ein wichtiges Grundnahrungsmittel und wurden dann zunehmend durch die Kartoffel verdrängt.
  • Die Blütezeit ist von Juli bis August.
  • Die bleiche Wurzel des Pastinaks hat deutlich weniger Farbstoffe (Carotine) als die der Garten-Möhre.
  • Es existieren diverse Zuchtsorten und einige Unterarten von Pastinak.
  • In der Zeit der großen Pestepidemie im 14. Jahrhundert wurde der Pastinakensaft als Medizin verabreicht.
  • Er ist eine zweijährige Pflanze. Das bedeutet eine Pflanze wird zwei Jahre alt, blüht jedoch nur einmal und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Eggenberg, Stefan und Möhl, Adrian (2007): Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, 1. Aufl., Bern Stuttgart Wien: Haupt Verlag.
  • Golte-Bechtle, Marianne, Spohn Roland und Spohn Margot (2015): Was blüht denn da? (Kosmos-Naturführer), 2. Aufl., Franckh Kosmos Verlag.
  • Jäger, Eckehart J. (2011): Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland, 20. Aufl., Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
  • Kammer, Peter M. (2016): Pflanzen einfach bestimmen: Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, 1. Aufl., Bern: Haupt Verlag.
  • Lippert, Wolfgang und Podlech, Dietrich (1993): GU Naturführer Blumen, München: Gräfe und Unzer.
  • Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.
  • Seite „Pastinak“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. Februar 2017, 19:35 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pastinak&oldid=162542493 (Abgerufen: 15. März 2017, 10:07 UTC).