Pflanzen der Äcker und ihrer Randlagen (schutzaecker.de)

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Pflanzen der Äcker und ihrer Randlagen (schutzaecker.de)
By: P.L. Nimis, W. Hilbig
Das Projekt "100 Äcker für die Vielfalt" (http://schutzaecker.de/) stellt einen Schlüssel zur Verfügung, mit dem speziell Ackerpflanzen bestimmt werden können. Die sehr seltenen und besonders schützenswerten Pflanzen, denen die Schutzäcker gewidment sind, wird man sicher nur selten finden. Aber auch andere Arten, insbesondere die der artenreichen Randstreifen, sind eine Entdeckung wert. Diese Bestimmungshilfe ist eine Ergänzung zum Beitrag "Pflanzen der Äcker" von Heinrich Hofmeister & Eckhard Garve Übersicht Pflanzen der Äcker (Heinrich Hofmeister & Eckhard Garve). Der vorliegende Schlüssel ist auf der Basis eines englischsprachigen Key to Nature Schlüssels aufgebaut.
Geographic Scope: Deutschland — Source: Der vorliegende Schlüssel ist auf der Basis eines englischsprachigen Key to Nature Schlüssels aufgebaut. — Collaboration: openContributors: G. Hagedorn (Übersetzung und Überprüfung), U. Sturm — Taxonomic Revision by: W. Hilbig
1
Pflanze nicht grün (Parasiten oder Sporenstände ohne Chlorophyll)   ► 2
1*
Grüne Pflanzen   ► 3
2 (1)
Stängel aufrecht, evtl. zwischen anderen Pflanzen klimmend, aber nie windend. Pflanzen nie mit Blüten (Fortpflanzung durch Sporen) 
 Acker-Schachtelhalm  –  Equisetum arvense L.
2 (1)
Stängel windend, fast fadenförmig dünn, an andere Pflanzen angeheftet (Parasit). Pflanzen zur Blütezeit mit Blüten 
 Lein-Seide  –  Cuscuta epilinum (Weihe)
3 (1)
Stängel gerippt, aus kurzen Abschnitten bestehend, ohne echte Blätter (aber mit einer gezähnten Scheide an der Basis jedes Abschnitts). Pflanzen nie mit Blüten (Fortpflanzung durch Sporen) 
 Wald-Schachtelhalm  –  Equisetum sylvaticum L.
3 (1)
Stängel anders. Pflanzen zur Blütezeit mit Blüten   ► 4
4 (3)
Blätter quirlig angeordnet   ► 5
4 (3)
Blätter nicht quirlig angeordnet (gegenständig, wechselständig oder vollständig grundständig)   ► 12
5 (4)
Kronblätter mindestens 5   ► 6
5 (4)
Kronblätter 4   ► 7
6 (5)
Kronblätter 6. Früchte fleischig. grünlichgelb 
 Gemüse-Spargel  –  Asparagus officinalis L.
6 (5)
Kronblätter 5. Früchte trocken 
 Acker-Spörgel, Ackerspergel  –  Spergula arvensis L.
7 (5)
Kronblätter schwach rosa, bläulich weiß bis deutlich blassblau   ► 8
7 (5)
Kronblätter reinweiß oder gelblich weiß   ► 9
8 (7)
Blätter in Wirteln von 6. Blüten rosa-lila bis lila, selten weiß 
 Gemeine Ackerröte  –  Sherardia arvensis L.
8 (7)
Blätter in Wirteln von 8. Blüten blau bis hellblau, selten weiß 
 Acker-Meier  –  Asperula arvensis L.
in Deutschland ausgestorben
9 (7)
Blattränder mit kleinen vorwärts gerichteten Zähnen 
 Pariser Labkraut  –  Galium parisiense L.
in Deutschland ausgestorben
9 (7)
Blattränder mit kleinen rückwärts gerichteten Zähnen   ► 10
Handlupe benutzen!
10 (9)
Blattoberseite kahl. Fruchtstiele nach unten gebogen 
 Dreihörniges Labkraut  –  Galium tricornutum (Dandy)
10 (9)
Blattoberseite behaart. Fruchtstiele nicht nach unten gebogen   ► 11
11 (10)
Blütenkrone 1,5-1,7 mm im Durchmesser. Früchte 3-5 mm breit. Blüten weiß 
 Kletten-Labkraut, Klebkraut  –  Galium aparine L.
11 (10)
Blütenkrone 0,8-1,3 mm im Durchmesser. Früchte 2-3 mm breit. Blüten grünlichweiß 
 Saat-Labkraut,Kleinfrüchtiges Kletten-Labkraut  –  Galium spurium L.
12 (4)
Blätter gegenständig   ► 13
12 (4)
Blätter wechselständig (oder vollständig grundständig   ► 107
13 (12)
Blätter entweder vollständig geteilt (zusammengesetzt) oder tief gelappt (Hälfte der Breite der Blattspreite oder mehr)   ► 14
13 (12)
Blätter einfach, entweder ungeteilt oder nur flach gelappt (weniger als zur Hälfte der Breite der Blattspreite)   ► 28
14 (13)
Blätter handförmig in 5-11 schmale Teilblätter geteilt, die mittleren Teilblätter 5-15 cm lang. Blüten ohne Kronblätter 
 Hanf  –  Cannabis sativa L.
14 (13)
Blätter anders. Blüten mit Kronblättern   ► 15
15 (14)
Blüten in Köpfchen gruppiert   ► 16
15 (14)
Blüten nicht in Köpfchen gruppiert   ► 18
16 (15)
Stängel behaart. Köpfchen <8 mm im Durchmesser, in langen Trauben angeordnet. Blätter beim Reiben mit starkem aromatischem Geruch 
 Beifußblättriges Traubenkraut  –  Ambrosia artemisiifolia L.
16 (15)
Blätter beinahe geruchslos   ► 17
17 (16)
Blüten gelb 
 Dreiteiliger Zweizahn  –  Bidens tripartita L.
17 (16)
Blüten rosa bis violett 
 Acker-Knautie, Acker-Witwenblume  –  Knautia arvensis (L.) Coult
18 (15)
Blüten 1-lippig (nur die untere Lippe ist deutlich entwickelt)   ► 19
18 (15)
Blüten nicht 1-lippig   ► 20
19 (18)
Blüten gelb 
 Gelber Günsel  –  Ajuga chamaepitys (L.) Schreb.
19 (18)
Blüten rosa bis weiß 
 Trauben-Gamander  –  Teucrium botrys L.
20 (18)
Blüten blau, mit 4 Kronblättern   ► 21
20 (18)
Blüten rosa, mit 5 Kronblättern   ► 22
21 (20)
Stiele von Blüten und Früchten kürzer als der Kelch; obere Blätter und Tragblätter fiederförmig gelappt. Blüten himmelblau 
 Frühlings-Ehrenpreis  –  Veronica verna subsp. verna L.
21 (20)
Stiele von Blüten und Früchten kürzer als der Kelch. Tragblätter schmal lanzettlich, dicklich, untere Blätter fiederteilig. Blüten dunkelblau 
 Heide-Ehrenpreis  –  Veronica dillenii
21 (20)
Stiele von Blüten und Früchten mindestens so lang wie der Kelch; obere Blätter und Tragblätter handförmig gelappt 
 Dreiteiliger Ehrenpreis, Dreiblättriger Ehrenpreis, Finger-Ehrenpreis  –  Veronica triphyllos L.
22 (20)
Blätter fiederförmig geteilt (Teilblätter oder Einschnitte in 2 Reihen angeordnet) 
 Gewöhnlicher Reiherschnabel  –  Erodium cicutarium (L.) L'Hér.
22 (20)
Blätter handförmig geteilt (Teilblätter oder Einschnitte von einem Punkt ausgehen)   ► 23
23 (22)
Kronblätter abgerundet   ► 24
23 (22)
Kronblätter gekerbt   ► 25
24 (23)
Blätter zusammengesetzt, im Umriss fünfeckig 
 Ruprechtskraut, Stinkender Storchschnabel  –  Geranium robertianum (L.)
24 (23)
Blätter einfach, im Umriss annähernd kreisförmig 
 Rundblättriger Storchschnabel  –  Geranium rotundifolium (L.)
25 (23)
Blätter höchstens bis 2/3-4/5 der Blattspreite geteilt   ► 26
25 (23)
Blätter vollständig geteilt   ► 27
26 (25)
Stängelhaare <1 mm lang. Kronblätter lila, 2,5-4 mm lang. Früchte behaart, glatt 
 Kleiner Storchschnabel  –  Geranium pusillum (L.)
26 (25)
Stängelhaare 1-2 mm lang. Kronblätter rosa, 4-6 mm lang. Früchte kahl, quer gerippt 
 Weicher Storchschnabel  –  Geranium molle (L.)
27 (25)
Blütenstiele kürzer als das Tragblatt. Kelchblätter > 7 mm 
 Schlitzblättriger Storchschnabel  –  Geranium dissectum (L.)
27 (25)
Blütenstiele deutlich länger als das Tragblatt. Kelchblätter < 7 mm 
 Tauben-Storchschnabel, Stein-Storchschnabel  –  Geranium columbinum (L.)
28 (13)
Pflanzen brennnesselartig, mit winzigen grünlichen Blüten und schmerzhaft stechenden Brennhaaren   ► 29
28 (13)
Pflanzen deutlich anders, einige wenige mit nesselartigen Blättern, dann aber mit weißen oder farbigen Blüten, stets ohne Brennhaare   ► 30
29 (28)
Blütenstände hängend, länger als die Blattstiele. Pflanzen ausdauernd, mit männlichen und weiblichen Blüten auf verschiedenen Individuen (zweihäusig) 
 Große Brennnessel  –  Urtica dioica (L.)
29 (28)
Blütenstände nicht hängend, gewöhnlich kürzer als die Blattstiele. Pflanzen einjährig, mit männlichen und weiblichen Blüten auf dem gleichen Individuum 
 Kleine Brennnessel  –  Urtica urens (L.)
30 (28)
Stängel windend 
 Hopfen  –  Humulus lupulus (L.)
30 (28)
Stängel nicht windend   ► 31
31 (30)
Blüten ohne Kronblätter oder mit grünlichen, unauffälligen Kronblättern   ► 32
31 (30)
Blüten mit färbigen Kronblättern (weiß, gelb, rosa, blau, etc.)   ► 38
32 (31)
Blätter lineal   ► 33
32 (31)
Blätter nicht lineal   ► 34
33 (32)
Kelchblätter 5; Staubblätter 10 
 Einjähriger Knäuel  –  Scleranthus annuus (L.)
33 (32)
Kelchblätter 4; Staubblätter 8 
 Niederliegendes Mastkraut  –  Sagina procumbens (L.)
34 (32)
Blattspreite am Grund gestutzt („gerade abgeschnitten“). nicht eindeutig gegenständig 
 Spießblättrige Melde  –  Atriplex prostata Boucher ex DC.
34 (32)
Blattgrund nicht gestutzt (abgerundet, herzförmig, verschmälernd etc.)   ► 35
35 (34)
Blattrand gezähnt 
 Einjähriges Bingelkraut  –  Mercurialis annua L.
35 (34)
Blätter ganzrandig   ► 36
36 (35)
Blätter kreuzgegenständig, 6-22 mm lang und 2-10 mm breite Blüten einzeln in den Blattachseln. Pflanzen feuchter oder nasser Standorte 
 Sumpfquendel  –  Peplis portula L.
36 (35)
Blätter scheinbar zweizeilig angeordnet, 1-7 mm lang und 1-3 mm breit. Blüten in dichten Büscheln   ► 37
37 (36)
Pflanze grün bis gelb-grün. Kelch und Blätter kahl oder nur mit wenigen Haaren 
 Kahles Bruchkraut  –  Herniaria glabra L.
37 (36)
Pflanze gräulich, da Kelch und Blätter dicht grauhaarig 
 Behaartes Bruchkraut  –  Herniaria hirsuta L.
38 (31)
Blüten in Köpfchen   ► 39
38 (31)
Blüten nicht in Köpfchen   ► 41
39 (38)
Strahlenblüten (d.h. äußerer Kreis zungenförmiger Blüten in den Köpfchen). gelb. Köpfchen > 5 cm im Durchmesser 
 Topinamur  –  Helanthius tuberosus L.
39 (38)
Strahlenblüten weiß. Köpfchen < 1,5 cm im Durchmesser   ► 40
40 (39)
Oberer Teil des Stängels kahl oder mit anliegenden Haaren 
 Kleinblütiges Franzosenkraut  –  Galinsoga parviflora Cav.
40 (39)
Oberer Teil des Stängels mit abstehenden Haaren 
 Behaartes Franzosenkraut  –  Galinsoga quadriradiata Ruiz & Pav.
41 (38)
Blüten in schirmförmigen Blütenständen angeordnet, die Teilblütenstände gehen alle von einem Punkt aus (Dolde) 
 Dolden-Spurre  –  Holosteum umbellatum L.
41 (38)
Blüten nicht in Dolden angeordnet   ► 42
42 (41)
Blüten mit 4 ausgebreiteten Kronblättern, an der Basis zu einer kurzen Röhre verwachsen; 2 Staubblätter   ► 43
Blütenkrone insgesamt abzupfen und untersuchen!
42 (41)
Blüten anders   ► 51
43 (42)
Blüten an der Spitze der Stängel gedrängt, Tragblätter viel kleiner als normale Blätter   ► 44
43 (42)
Blüten gleichmäßig am Stängel verteilt, aus den Achseln normal geformter Blätter entspringend   ► 45
44 (43)
Stiele von Blüten und Früchten halb so lang wie der Kelch. Blüten blau. 
 Feld-Ehrenpreis  –  Veronica arvensis L.
44 (43)
Stiele von Blüten und Früchten mindestens so lang wie der Kelch. Blüten blau. 
 Früher-Ehrenpreis  –  Veronica praecox All.
45 (43)
Früchte (Kapseln) mehr oder weniger kugelig, Spitze nicht verkehr herzförmig (ausgerandet)   ► 46
45 (43)
Früchte (Kapseln) stark abgeflacht, Spitze verkehrt herzförmig (ausgerandet)   ► 48
46 (45)
Alle Kelchzähne behaart. Blüten tief blau mit weißem Zentrum. Fruchtstiele 1-2,5-mal so lang wie der Kelch 
 Dreilappen-Ehrenpreis  –  Veronica triloba Opiz
46 (45)
Kelchzähne nur an der Basis und auf der Mittelader behaart. Blüten blass blau mit weißem Zentrum oder insgesamt violett bis weiß. Fruchtstiele 2-7-mal so lang wie der Kelch   ► 47
47 (46)
Haare der Kelchzähne 0,9-1,2 mm lang. Fruchtstiele 2-4-mal so lang wie der Kelch, mit einer einfachen Haarreihe. Blütenkrone blass blau mit weißem Zentrum 
 Efeu-Ehrenpreis  –  Veronica hederifolia subsp. hederifolia L.
47 (46)
Haare der Kelchzähne 0,5-0,9 mm lang. Fruchtstiele 3,5-7-mal so lang wie der Kelch, behaart. Blütenkrone insgesamt blass violett bis weiß 
 Hain-Ehrenpreis  –  Veronica hederifolia subsp. lucorum L. (Klett & Richt.)
48 (45)
Durchmesser der Blütenkrone > 8 mm; Griffel 2-3 mm lang; Fruchtlappen am Griffelursprung bilden einen stumpfen Winkel. Blüten hellblau 
 Persischer Ehrenpreis  –  Veronica persica Poir.
48 (45)
Durchmesser der Blütenkrone < 8 mm; Griffel kürzer als 2 mm. Fruchtlappen bilden einen spitzen Winkel   ► 49
49 (48)
Haare an Früchten (Kapseln), alle drüsig, ohne einfache Haare, Blütenkrone blass blau, blass rosa oder weiß 
 Acker-Ehrenpreis  –  Veronica agrestis L.
Handlupe benutzen!
49 (48)
Früchte sowohl mit einfachen als auch (etwas längeren) drüsigen Haaren. Blütenkrone blau   ► 50
50 (49)
Haare am Kelchgrund bis 0,5 mm lang. Kelchblätter zur Fruchtreife 2,5-3,5 x 3,5-4,5 mm groß 
 Glanz-Ehrenpreis  –  Veronica polita Fr.
50 (49)
Haare am Kelchgrund bis 0,6-1,2 mm lang. Kelchblätter zur Fruchtreife 1,8-2,5 x 4,5-6 mm groß 
 Glanzloser Ehrenpreis  –  Veronica opaca Fr.
51 (42)
Blüten bilateralsymmetrisch (zygomorph)   ► 52
51 (42)
Blüten radiärsymmetrisch (oder beinahe radiärsymmetrisch)   ► 72
52 (51)
Blüten mit kurzem, manchmal abgerundeten Sporen   ► 53
52 (51)
Blüten ohne Sporen   ► 54
53 (52)
Blüten < 1 cm lang. Blütenkrone mit offenem Schlund 
 Kleines Leinkraut  –  Chaenorhinum minus (L.) Lange
53 (52)
Blüten > 1 cm lang. Schlund der Blütenkronröhre durch Aufwölbung der Unterlippe geschlossen 
 Acker-Löwenmaul, Feldlöwenmäulchen  –  Misopates orontium (L.) Raf.
54 (52)
Blüten 1-lippig (nur die untere Lippe ist gut entwickelt) 
 Kriechender Günsel  –  Ajuga reptans L.
54 (52)
Blüten deutlich 2-lippig   ► 55
55 (54)
Kelch mit 4 Zähnen. Frucht einer Kapsel   ► 56
55 (54)
Kelch mit 5 Zähnen. Frucht 4 kleine Nüsschen („Klausenfrucht“; meist am Grund des Kelches sichtbar   ► 59
56 (55)
Kelch stark abgeflacht. Blüten leuchtend gelb   ► 57
56 (55)
Kelch nicht abgeflacht. Blüten rosa   ► 58
57 (56)
Zähne der Tragblätter alle gleich lang 
 Zottiger Klappertopf  –  Rhinanthus alectorolophus (Scop.) Pollich s.l.
57 (56)
Zähne der Tragblätter ungleich (untere Zähne viel länger als obere Zähne) 
 Großer Klappertopf  –  Rhinanthus angustifolius C.C. Gmel.
58 (56)
Blätter ganzrandig 
 Acker-Wachtelweizen  –  Melampyrum arvense L.
58 (56)
Blätter gezähnt 
 Roter Zahntrost  –  Odontites vulgaris Moench s.l.
59 (55)
Blattgrund herzförmig. Blüten überwiegend zu einer Stängelseite gerichtet. Kelch mit 13-15 Adern 
 Gundermann  –  Glechoma hederacea L.
Handlupe benutzen!
59 (55)
Spreitengrund nicht herzförmig. Blüten wirtelig in den Blattachseln um den Stängel angeordnet. Kelch mit 5-10 Adern   ► 60
60 (59)
Unterlippe der Blütenkrone mit 2 auf kleine lineale Anhänge reduzierte seitliche Lappen auf beiden Seiten des großen mittleren Lappens   ► 61
60 (59)
Unterlippe der Blütenkrone mit 2 deutlichen seitlichen Lappen auf beiden Seiten des großen mittleren Lappens   ► 64
61 (60)
Blüten weiß 
 Weiße Taubnessel  –  Lamium album L.
61 (60)
Blüten rosa bis violett   ► 62
62 (61)
Obere Blätter stängelumfassend. Schlund der Blütenkronröhre ohne Haarring 
 Stängelumfassende Taubnessel  –  Lamium amplexicaule L.
Handlupe benutzen!
62 (61)
Obere Blätter nicht stängelumfassend. Schlund der Blütenkronröhre mit einem Haarring   ► 63
Handlupe benutzen!
63 (62)
Blätter im Bereich des Blütenstandes herzförmig, nicht am Stängel herablaufend, häufig teilweise weinrot 
 Purpurrote Taubnessel  –  Lamium purpureum L.
63 (62)
Blätter im Bereich des Blütenstandes eiförmig, die Ränder der Blattspreite am Stängel herablaufend, gewöhnlich grün 
 Bastard-Taubnessel  –  Lamium hybridum Vill.
64 (60)
Unterlippe der Blütenkrone ohne konische Auswüchse   ► 65
64 (60)
Unterlippe der Blütenkrone mit 2 seitlichen, nach oben gerichteten konisch zulaufenden hohlen Auswüchsen („Zähne“)   ► 67
65 (64)
Blüten rosa-violett. ausdauernde Pflanze, 40-100 cm hoch 
 Sumpf-Ziest  –  Stachys palustris L.
65 (64)
Blüten blass gelb bis blass rosa. Einjährige Pflanzen, bis 40 cm hoch   ► 66
66 (65)
Blüten blass gelb, 9-12 (-16) mm lang 
 Einjähriger Ziest  –  Stachys annua (L.) L.
66 (65)
Blüten blass rosa, 5-7 mm lang 
 Acker-Ziest  –  Stachys arvensis (L.) L.
67 (64)
Pflanzen ohne steife Haaren. Stängelknoten nicht geschwollen   ► 68
67 (64)
Pflanzen mit steifen Haaren. Stängelknoten von Frischmaterial gewöhnlich geschwollen   ► 70
68 (67)
Blätter lineal, 5-10-mal so lang wie breit 
 Schmallblättriger Hohlzahn  –  Galeopsis angustifolia Hoffm.
68 (67)
Blätter eiförmig-lanzettlich 2-4-mal so lang wie breit   ► 69
69 (68)
Blüten rosa. Blätter und Kelch kahl oder spärlich mit kurzen, kleinen Haaren bedeckt (nie seidig) 
 Acker-Hohlzahn  –  Galeopsis ladanum L.
69 (68)
Blütenkrone purpurrot (selten gelb) mit gelber Zeichnung auf Unterlippe. Blattunterseite reich mit weichen Haaren bedeckt 
 Weichhaariger-Hohlzahn  –  Galeopsis pubescens Besser
69 (68)
Blüten blass gelb bis weiß. Blätter und Kelch dicht mit seidig-weichen Haaren bedeckt 
 Saat-Hohlzahn  –  Galeopsis segetum Neck.
70 (67)
Blütenkrone 2,5-3,5 cm lang, gelb und gewöhnlich mit einem großen violetten Fleck auf der Unterlippe 
 Bunter Hohlzahn  –  Galeopsis speciosa Mill.
70 (67)
Blütenkrone höchstens doppelt so lange wie der Kelch, rosa (selten weiß oder blass gelb), mit kleinen dunkleren Flecken auf der Unterlippe   ► 71
71 (70)
Mittlerer Lappen der Unterlippe breit und flach, am Ende gerade 
 Gewöhnlicher Hohlzahn  –  Galeopsis tetrahit L.
71 (70)
Mittlerer Lappen der Unterlippe schmal, konvex, am Ende deutlich ausgerandet eingekerbt 
 Zweispaltiger Hohlzahn  –  Galeopsis bifida Boenn.
72 (52)
Blätter mit starkem Minzgeruch 
 Acker-Minze  –  Mentha arvensis L.
Blätter reiben
72 (51)
Blätter nicht nach Minze riechend   ► 73
73 (72)
Kronblätter 4   ► 74
73 (72)
Kronblätter 5 oder mehr   ► 76
74 (73)
1-5 cm hoch, Blätter schmal, nadelartig 
 Niederliegendes Mastkraut  –  Sagina procumbens L.
74 (73)
Blätter breiter, nicht nadelartig   ► 75
75 (74)
Stängel im Blütenstand ohne drüsige Haare 
 Vierkantiges Weidenröschen  –  Epilobium tetragonum L.
75 (74)
Stängel im Blütenstand reich mit drüsigen Haaren 
 Drüsiges Weidenröschen  –  Epilobium ciliatum Raf.
76 (73)
Blüten gelb   ► 77
76 (73)
Blüten nicht gelb   ► 78
77 (76)
Blätter fleischig-dick (sukkulent). Blüten < 8 mm im Durchmesser, Kronblätter gekerbt 
 Gemüse-Portulak  –  Portulaca oleracea subsp. oleracea L.
77 (76)
Blätter nicht sukkulent. Blüten > 8 mm im Durchmesser, Kronblätter spitz 
 Niederliegendes Johanniskraut  –  Hypericum humifudum L.
78 (76)
Blüten weiß   ► 79
78 (76)
Blüten andersfarbig   ► 92
79 (78)
Kronblätter mindestens am Grund miteinander verwachsen   ► 80
79 (78)
Kronblätter nicht verwachsen   ► 81
80 (79)
Oberes Blattpaar am Grund nicht tellerförmig verwachsen 
 Acker-Quellkraut  –  Montia fontana L. s.l.
80 (79)
Oberes Blattpaar am Grund tellerförmig verwachsen 
 Gewöhnliches Tellerkraut, Durchwachsende Claytonie  –  Claytonia perfoliata Donn ex Willd.
81 (79)
Spitze der Kronblätter ganzrandig   ► 82
81 (79)
Spitze der Kronblätter gekerbt oder 2-lappig   ► 84
82 (81)
Blüten quirlig in Blattachseln angeordnet. ohne Blütenstiel. Blätter rundlich, stumpf. Pflanzen feuchter Standorte 
 Quirlige Knorpelmiere  –  Illecebrum verticillatum L.
82 (81)
Blüten nicht quirlig in Blattachseln angeordnet, deutlich gestielt. Blätter meistens länger als breit und vorne zugespitzt. Pflanzen trockener Standorte   ► 83
83 (82)
Kapselfrüchte ei- bis birnenförmig, an der Basis verbreitert, weniger als 2-mal so lang wie breit 
 Quendelblättriges Sandkraut, Quendel-Sandkraut  –  Arenaria serpyllifolia L.
83 (82)
Kapselfrüchte zylindrisch, nicht an der Basis verbreitert, ca. 2-mal so lang wie breit 
 Dünnstängeliges Sandkraut  –  Arenaria leptoclados (Rehab.) Guss.
84 (81)
Kelchblätter verwachsen 
 Weiße Lichtnelke  –  Silene latifolia subsp. alba Poir. (Mill.) Greuter & Burdet
84 (81)
Kelchblätter nicht verwachsen   ► 85
85 (84)
Früchte zylindrische Kapseln, mindestens 2-mal so lang wie der Kelch. Stängel rundherum behaart   ► 86
85 (84)
Früchte kugelige bis eiförmige Kapseln, weniger als 1,5-mal so lang wie der Kelch. Stängel kahl oder mit einer einfachen Haarreihe   ► 89
86 (85)
Ausdauernde Pflanzen, mit sterilen Trieben   ► 87
86 (85)
Einjährige Pflanzen, ohne sterile Triebe   ► 88
87 (86)
Kelch 4-6 mm lang, Früchte < 11 mm lang. Samen 0,5-0,8 mm im Durchmesser 
 Gewöhnliches Hornkraut  –  Cerastium holosteoides Fr.
87 (86)
Kelch 6-9 mm lang, Früchte > 11 mm lang. Samen 0,8-1,2 mm im Durchmesser 
 Quellen-Hornkraut  –  Cerastium fontanum Baumg.
88 (86)
Kelchblätter an der Spitze mit häutigem Rand 
 Fünfmänniges Hornkraut  –  Cerastium semidecandrum L.
88 (86)
Kelchblätter an der Spitze mit einem Haarbüschel 
 Knäuel-Hornkraut  –  Cerastium glomeratum Thuill.
89 (85)
Blätter lineal, mindestens 5-mal so lang wie breit 
 Gras-Sternmiere  –  Stellaria graminea L.
89 (85)
Blätter weniger als 5-mal so lang wie breit   ► 90
90 (89)
Griffel 5 
 Wasserdarm  –  Stellaria aquatica L. Scop.
Handlupe benutzen!
90 (89)
Griffel 3   ► 91
91 (90)
Kelchblätter länger als 3 mm. Samen > 0,8 mm im Durchmesser, dunkel. Kronblätter gewöhnlich gut entwickelt. Haarleiste am Stängel 
 Vogelmiere  –  Stellaria media subsp. media (L.) Vill.
91 (90)
Kelchblätter kürzer als 3 mm. Samen < 0,8 mm im Durchmesser, gelblich braun. Kronblätter sehr kurz, unauffällig 
 Bleiche Sternmiere  –  Stellaria pallida (Dumort.) Crép.
92 (78)
Kronblätter leuchtend orange-rot 
 Acker-Gauchheil  –  Anagallis arvensis L.
92 (78)
Kronblätter andersfarbig   ► 93
93 (92)
Kronblätter tiefblau   ► 94
93 (92)
Kronblätter andersfarbig   ► 95
94 (93)
Blütenstiele gewöhnlich länger als ihr Tragblatt. Kronblätter bewimpert (mit 3-zelligen Haaren) 
 Acker-Gauchheil  –  Anagallis arvensis L.
94 (93)
Blütenstiele gewöhnlich kürzer als ihr Tragblatt. Kronblätter unbehaart oder lückig bewimpert (mit 4-zelligen Haaren) 
 Blauer-Gauchheil  –  Anagallis foemina Mill.
95 (93)
Kronblätter zumindest an der Basis verwachsen   ► 96
WARNUNG: Schwer zu bestimmende Gruppe; die Bestimmung ist ohne Studium der Früchte mit einem Stereomikroskop häufig nicht möglich!
95 (93)
Kronblätter nicht verwachsen   ► 100
96 (95)
Spitze reife Früchte mit 3 bis vielen Zähnen. Blüten weißlich bis zartblau 
 Bekrönter Feldsalat, Gekröntes Rapünzchen  –  Valerianella coronata (L.) DC.
Handlupe benutzen!
96 (95)
Spitze reife Früchte nicht gezähnt   ► 97
97 (96)
Spitze der Früchte ohne auffälligen Anhang   ► 98
97 (96)
Spitze der Früchte mit kleinem, aber unauffälligen Anhang   ► 99
Handlupe benutzen!
98 (97)
Untere Hälfte der Früchte mit einer Längsrille, im Querschnitt beinahe kreisförmig, die fertile Hälfte ohne eine schwammige äußere Wand 
 Gekielter Feldsalat  –  Valerianella carinata Loisel.
98 (97)
Früchte ohne Längsrille, im Querschnitt elliptisch (aufgrund der schwammigen äußeren Wand der fertilen Hälfte) 
 Gewöhnlicher Feldsalat  –  Valerianella locusta (L.) Laterr.
99 (97)
Früchte im Querschnitt mit 3 Kammern, die 2 sterilen Kammern breiter als die fertile 
 Gefurchter Feldsalat  –  Valerianella rimosa Bastard
Handlupe benutzen!
99 (97)
Früchte scheinbar mit nur einer Kammer (fertil) 
 Gezähnter Feldsalat, Gezähntes Rapünzchen  –  Valerianella dentata (L.) Pollich
Die 2 sterilen Kammern sind auf kaum sichtbare Kanäle reduziert
100 (95)
Kelchblätter nicht verwachsen. Spitze der Kronblätter ganzrandig   ► 101
100 (95)
Kelchblätter verwachsen. Spitze der Kronblätter gekerbt bis tief gelappt   ► 102
101 (100)
Blätter lineal, Kronblätter rosarot 
 Rote Schuppenmiere  –  Spergularia rubra (L.) J. & C. Presl
101 (100)
Blätter eiförmig-elliptisch, nicht lineal, Stängel intensiv rot. Kronblätter rosaweiß 
 Sumpfquendel  –  Peplis portula L.
102 (100)
Blüten einzeln, trübpurpurn 
 Kornrade  –  Agrostemma githago L.
102 (100)
Blüten zu mehreren Blütenständen   ► 103
103 (102)
Griffel 2   ► 98
Handlupe benutzen!
103 (102)
Griffel > 2   ► 105
104 (103)
Blätter lineal. Kelch nicht geschwollen 
 Acker-Gipskraut, Mauer-Gipskraut, Mauer-Schleierkraut  –  Gypsophila muralis L.
104 (103)
Blätter nicht lineal. Kelch geschwollen 
 Saat-Kuhnelke  –  Vaccaria hispanica (Mill.) Rauschert
104 (103)
Kronblätter 4-lappig, Griffel 5 
 Kuckucks-Lichtnelke  –  Silene flos-cuculi (L.) Clairv.
Handlupe benutzen!
105 (103)
Kronblätter 2-lappig, Griffel 3   ► 106
106 (105)
Kelch länger als 2 cm. Kronblätter 2-lappig geteilt, weißlich bis gelblich 
 Acker-Lichtnelke, Leimkraut  –  Silene noctiflora L.
106 (105)
Kelch kürzer als 2 cm. Kronblätter schwach ausgerandet, blassgelb bis blassrosa 
 Flachs-Leinkraut  –  Silene linicola C.C. Gmel.
in Deutschland ausgestorben
107 (12)
Blätter entweder vollständig geteilt (zusammengesetzt) oder fiederschnittig oder mindestens bis zur halben Breite der Blattspreite gelappt   ► 108
107 (12)
Blätter ungeteilt oder höchstens bis zur halben Breite der Blattspreite flach gelappt   ► 236
108 (107)
Pflanze mit Dornen oder Stacheln   ► 109
108 (107)
Pflanze ohne Dornen oder Stacheln   ► 112
109 (108)
Blätter zusammengesetzt. Stängel holzig. Blüten nicht in Köpfchen. Früchte fleischig oder saftig 
 Kratzbeere  –  Rubus caesius L.
109 (108)
Blätter einfach (aber tief gelappt). Stängel krautig. Blüten in Köpfchen. Früchte trocken   ► 110
110 (109)
Blüten gelb 
 Dornige Gänsedistel  –  Sonchus asper subsp. asper (L.) Hill
110 (109)
Blüten rosa bis violett   ► 111
111 (110)
Blätter grün, nur schwach behaart. Stängel nicht geflügelt 
 Acker-Kratzdistel  –  Cirsium arvense (L.) Scop.
111 (110)
Blätter dicht grauhaarig. Stängel zumindest in der oberen Hälfte geflügelt 
 Eselsdistel  –  Onopordum acanthium subsp. acanthium L.
112 (108)
Blüte ohne Kronblätter oder mit unauffälligen grünlichen Kronblättern   ► 113
112 (108)
Blüten mit farbigen Kronblättern (weiß, gelb, rosa etc.)   ► 116
113 (112)
Blätter einfach, im Umriss fächerförmig   ► 114
113 (112)
Blätter zusammengesetzt   ► 115
114 (113)
Nebenblätter (2 grüne Blättchen am Grund der Blattstiele) mit dreieckigen Zähnen 
 Gewöhnlicher Ackerfrauenmantel  –  Aphanes arvensis L.
114 (113)
Nebenblätter mit linealischen Zähnen 
 Kleinfrüchtiger Ackerfrauenmantel  –  Aphanes inexspectata Lippert
115 (113)
Blätter handförmig gefiedert 
 Hanf  –  Cannabis sativa L.
115 (113)
Blätter gefiedert 
 Schutt-Kresse  –  Lepidium ruderale L.
116 (112)
Blüten in von Hüllblättern umgebenen Köpfchen   ► 117
116 (112)
Blüten nicht in von Hüllblättern umgebenen Köpfchen angeordnet   ► 142
117 (116)
Alle Blüten zungenförmig, Röhrenblüten fehlend   ► 118
117 (116)
Röhrenblüten mindestens in der Mitte der Köpfchen vorhanden, Zungenblüten fehlend oder auf den Rand der Köpfchen beschränkt (Strahlenblüten)   ► 126
118 (117)
Blüten blau 
 Wegwarte  –  Cichorium intybus L.
118 (117)
Blüten gelb   ► 119
119 (118)
Blühender Stängel blattlos (Blätter alle grundständig) 
 Gewöhnlicher Löwenzahn Artgruppe  –  Taraxacum officinale Weber in Wiggins s.l.
119 (118)
Blühender Stängel beblättert   ► 120
120 (119)
Früchte ohne Haarschopf (Pappus) 
 Gemeiner Rainkohl  –  Lapsana communis L.
120 (119)
Früchte mit Haarschopf (Pappus)   ► 121
121 (120)
Früchte an der Spitze lang geschnäbelt. Stängel weißlich 
 Wilder Lattich  –  Lactuca serriola L.
121 (120)
Früchte ungeschnäbelt. Stängel grün   ► 122
122 (121)
Durchmesser des Köpfchens auf Höhe der Hüllblätter weniger als 7 mm. Früchte zylindrisch   ► 123
122 (121)
Durchmesser des Köpfchens auf Höhe der Hüllblätter mehr als 7 mm. Früchte stark seitlich zusammengedrückt   ► 124
123 (122)
Hüllblätter der Köpfchen kahl 
 Schöner Pippau  –  Crepis pulchra L.
123 (122)
Hüllblätter der Köpfchen fein behaart 
 Dach-Pippau  –  Crepis tectorum L.
Handlupe benutzen!
124 (122)
Narbe leuchtend gelb. Früchte mit 5 Längsrillen auf jeder Seite 
 Acker-Gänsedistel  –  Sonchus arvensis L.
Handlupe benutzen!
124 (122)
Narbe oliv-grün. Früchte mit 3 Rippen auf jeder Seite   ► 125
125 (124)
Blattoberfläche matt, Rand höchstens schwach stachelig, stängelumfassend mit 2 ohrenartigen, spitzen Lappen. Früchte zwischen den Rippen runzelig 
 Kohl-Gänsedistel  –  Sonchus oleraceus L.
Handlupe benutzen!
125 (124)
Blätter etwas glänzend, Rand stark stachelig, stängelumfassend mit 2 abgerundeten Lappen. Früchte glatt 
 Raue Gänsedistel  –  Sonchus asper (L.)
126 (117)
Zungenblüten fehlend   ► 127
126 (117)
Zungenblüten vorhanden   ► 131
127 (126)
Blätter oberhalb grün, unterseits grau-behaart 
 Gemeiner Beifuß  –  Artemisia vulgaris L.
127 (126)
Blätter beidseitig grün   ► 128
128 (127)
Blätter auch beim Reiben beinahe geruchslos   ► 129
128 (127)
Blätter beim Reiben mit stark aromatischem Geruch   ► 130
129 (128)
Blüten gelb 
 Gewöhnliches Greiskraut  –  Senecio vulgaris L.
129 (128)
Blüten blau 
 Kornblume  –  Cyanus segetum Hill
130 (128)
Stängel kahl. Köpfchen > 8 mm im Durchmesser, nicht in Ähren angeordnet 
 Strahlenlose Kamille  –  Matricaria discoidea DC.
130 (128)
Stängel behaart. Köpfchen < 8 mm im Durchmesser, in langen Trauben angeordnet 
 Beifußblättrige Ambrosie  –  Ambrosia artemisiifolia L.
131 (126)
Zumindest die Zungenblüten (außen) weiß oder rosa   ► 132
131 (126)
Alle Blüten gelb   ► 136
132 (131)
Alle Blüten weiß bis rosa. Köpfchen in Scheindolden (d.h. Blüten mehr oder weniger in einer Ebene angeordnet) 
 Gewöhnliche Schafgarbe  –  Achillea millefolium L.
132 (131)
Scheibenblüten (d.h. Röhrenblüten umgebenen von Strahlenblüten) gelb, zungenförmige Blüten weiß, Köpfchen nicht in Scheindolden   ► 133
133 (132)
Köpfchenboden kahl   ► 136
Blüten aus Köpfchen entfernen und Boden mit Handlupe untersuchen!
133 (132)
Köpfchenboden mit kleinen durchscheinenden Schuppen bedeckt   ► 135
134 (133)
Pflanze aufrecht. Zungenblüten zurückgeschlagen. stark aromatischer Geruch. Köpfchenboden kegelförmig, hohl 
 Echte Kamille  –  Matricaria chamomilla L.
134 (133)
Pflanze niederliegend bis aufrecht. Zungenblüten kaum zurückgeschlagen. beinahe geruchslos. Köpfchenboden halbkugelig, nicht hohl 
 Geruchlose Kamille  –  Tripleurospermum inodorum (L.) Sch. Bip.
135 (133)
Blätter kahl. Früchte zylindrisch, nicht zusammengedrückt. etwas aromatisch riechend. Köpfchenboden auf der ganzen Fläche mit lanzettlichen, stachelspitzigen Spreublättern. Griffel 
 Acker-Hundskamille  –  Anthemis arvensis L.
Handlupe benutzen!
135 (133)
unangenehm riechend. Köpfchenboden nur mittig mit borstenförmigen Spreublättern. Zungenblüten geschlechtslos 
 Stinkende Hundskamille  –  Anthemis cotula L.
Handlupe benutzen!
135 (133)
Blätter behaart. Früchte zusammengedrückt 
 Österreichische Hundskamille  –  Anthemis austriaca Jacq.
136 (131)
Hüllblätter der Köpfchen unregelmäßig oder spiralförmig angeordnet   ► 137
136 (131)
Hüllblätter der Köpfchen in einem Ring langer nebeneinanderstehender Tragblätter, manchmal am Grund eine zweite Reihe viel kleinerer Tragblätter   ► 138
137 (136)
Basis der oberen Blätter stängelumfassend. Köpfchenboden kahl 
 Saat-Wucherblume  –  Glebionis segetum (L.) Fourr.
Blüten aus Köpfchen entfernen und Boden mit Handlupe untersuchen!
137 (136)
Basis der oberen Blätter nicht stängelumfassend. Köpfchenboden mit kleinen Schuppen 
 Färber-Hundskamille  –  Cota tinctoria (L.) J.Gay
138 (136)
Hüllblätter der Köpfchen bilden eine einfache Reihe 
 Frühlings-Greiskraut  –  Senecio leucanthemifolius subsp. vernalis Poir (Waldst. & Kit) Greuter
138 (136)
Hüllblätter der Köpfchen bilden eine kürzere und eine längere Reihe   ► 139
139 (138)
Köpfchen mit 21 langen und 6-12 kurzen Hüllblättern 
 Klebriges Greiskraut  –  Senecio viscosus L.
139 (138)
Köpfchen mit 13 langen und 1-9 kurzen Hüllblättern   ► 140
140 (138)
Köpfchen mit 4-6 kurzen Hüllblättern. Blätter in schmale Abschnitte geteilt, die endständigen nur wenig größer als die seitlichen 
 Raukenblättriges Greiskraut  –  Jacobea erucifolia (L.) P. Gaertn., B. Mey & Scherb.
140 (139)
Köpfchen mit 1-3 kurzen Hüllblättern. Endständiger Blattabschnitt viel größer als die seitlichen   ► 141
141 (140)
Grundblätter ungeteilt oder mit 1 bis mehreren Paaren seitlicher Lappen. Pflanzen feuchter Standorte 
 Wasser-Greiskraut  –  Jacobea aquatica (Hill) P. Gaertn., B. Mey & Scherb.
141 (140)
Grundblätter tief geteilt mit mehr als 2 Paaren seitlicher Lappen. Pflanzen trockener Standorte 
 Jakobs-Greiskraut  –  Jacobea vulgaris Gaertn.
142 (116)
Blüten und Früchte in zusammengesetzten Dolden (d.h. die äußeren Dolden sind wiederum in Dolden angeordnet)   ► 143
142 (116)
Blüten und Früchte nicht in zusammengesetzten Dolden   ► 156
143 (142)
Blätter einfach gefiedert   ► 144
143 (142)
Blätter 2-4-mal gefiedert bzw. dreizählig geteilt (d.h. eine Fiederung erster Ordnung besteht erneut aus geteilten Blattabschnitten)   ► 145
144 (143)
Blätter < 30 cm breit. Früchte mit Stacheln bedeckt. Pflanzen einjährig 
 Breitblättrige Haftdolde  –  Turgenia latifolia (L.) Hoffm.
145 (143)
Früchte mit Stacheln bedeckt   ► 146
145 (143)
Früchte ohne Stacheln   ► 149
146 (145)
Hüllblätter an der Basis der Dolden tief gelappt (fiederteilig) 
 Garten-Möhre  –  Daucus carota L. s.l.
146 (145)
Tragblätter an der Basis der Dolden entweder einfach oder fehlend   ► 147
147 (146)
Mehr als 2 ausdauernde Tragblätter an der Basis der Dolden, diese mindestens halb so lang wie die Strahlen 
 Strahlen-Breitsame  –  Orlaya grandiflora (L.) Hoffm.
147 (146)
Dolden ohne Tragblätter, oder mit 1-2 früh abfallenden Tragblättern, diese weniger als halb so lang wie die Strahlen   ► 148
148 (147)
Dolden mit 5-12 Strahlen, diese mit abstehenden Haaren 
 Acker-Klettenkerbel, Feld-Klettenkerbel  –  Torilis arvensis (Huds.) Link
148 (147)
Dolden mit 2-5 Strahlen, diese mit anliegenden Haaren 
 Acker-Haftdolde  –  Caucalis platycarpos L.
149 (145)
Endabschnitte der Grundblätter < 2 mm breit   ► 150
149 (145)
Endabschnitte der Grundblätter > 2 mm breit   ► 152
150 (149)
Dolden mit mehr als 7 Strahlen 
 Gewöhnlicher Knollenkümmel, Gewöhnliche Erdkastanie  –  Bunium bulbocastanum L.
150 (149)
Dolden mit höchstens 7 Strahlen   ► 151
151 (150)
Blattabschnitte fadenförmig. Früchte zweikugelig, ca. doppelt so breit wie lang 
 Strahlen-Hohlsame  –  Bifora radians M. Bieb.
151 (150)
Blattabschnitte normal, nicht fadenförmig. Früchte mindestens 10-mal so lang wie breit, mit einem 1-6 cm langen Schnabel 
 Venuskamm, Gemeiner Nadelkerbel  –  Scandix pecten-veneris L.
152 (149)
Basis der Dolden mit ausdauernden Tragblättern   ► 153
152 (149)
Basis der Dolden ohne Tragblätter oder mit 1-2 kurzen früh abfallenden Tragblättern   ► 154
153 (152)
Blätter 2-4-fach gefiedert 
 Gefleckter Schierling  –  Conium maculatum L.
153 (152)
Blätter 1-2-fach dreizählig 
 Sichelmöhre  –  Falcaria vulgaris Bernh.
154 (152)
Dolden mit 3-5 Strahlen 
 Hunds-Kerbel  –  Anthriscus caucalis M. Bieb.
154 (152)
Dolden mit mindestens 7 Strahlen   ► 155
155 (154)
Blätter 1-2-fach dreizählig, Endabschnitte > 1 cm breit 
 Giersch  –  Aegopodium podagraria L.
155 (154)
Blätter 2-3-fach gefiedert, Endabschnitte < 1 cm breit 
 Hundspetersilie  –  Aethusa cynapium L.
156 (142)
Blüten bilateralsymmetrisch (zygomorph)   ► 157
156 (142)
Blüten radiärsymmetrisch   ► 185
157 (156)
Blätter dreizählig (mit 3 Teilblättern)   ► 158
157 (156)
Blätter nicht dreizählig   ► 167
158 (157)
Blüten gelb   ► 159
158 (157)
Blüten andersfarbig, nicht gelb   ► 161
159 (158)
Blütenstand schlank, mehr als doppelt so hoch wie breit. Hülsenfrüchte gebogen, ungefähr so lang wie breit 
 Gelber Steinklee  –  Melilotus officinalis (L.) Pall.
159 (158)
Blütenstand im Umriss rundlich bis oval, weniger als doppelt so hoch wie breit. Hülsenfrüchte gebogen, deutlich länger als breit   ► 160
160 (159)
Blütenstände kompakt und kugelförmig, < 7 mm breit. Früchte nierenförmig, < 3 mm lang 
 Hopfenklee, Gelbklee  –  Medicago lupulina L.
160 (159)
Blütenstände locker, nicht kugelförmig. Früchte sichelförmig, > 3 mm lang 
 Bastard-Luzerne  –  Medicago x varia Martyn
161 (158)
Blattabschnitte mindestens 3-mal so lang wie breit 
 Hasen-Klee  –  Trifolium arvense L.
159 (158)
Blattabschnitte weniger als 3-mal so lang wie breit   ► 162
162 (161)
Stängel kriechend und an den Knoten wurzelnd. Blüten weiß 
 Weiß-Klee  –  Trifolium repens L.
162 (161)
Stängel entweder aufrecht oder flach am Boden entlang wachsend (postrat), dabei nicht an den Knoten wurzelnd   ► 163
163 (162)
Kelchröhre mit 5(-6) Adern. Getrocknete Blütenkrone an den Früchten lang überdauernd. Blüten weiß bis rosa 
 Bastard-Klee  –  Trifolium hybridum L.
163 (162)
Kelchröhre mit > 6 Adern (meistens 10). Blütenkrone nicht an den Früchten überdauernd   ► 164
164 (163)
Blütenstände deutlich länger als breit, rot 
 Inkarnat-Klee  –  Trifolium incarnatum L. s.l.
164 (163)
Blütenstände kugelförmig, oder breiter als lang   ► 165
165 (164)
Fahne (d.h. größtes Kronblatt) nach unten gerichtet. Kelch zur Fruchtzeit geschwollen. Blüte rosa bis violett 
 Persischer Klee  –  Trifolium resupinatum L.
165 (164)
Fahne nach oben gerichtet. Kelch zur Fruchtzeit nicht geschwollen   ► 166
166 (165)
Blüten rot. Pflanze ausdauernd 
 Rot-Klee  –  Trifolium pratense L.
166 (165)
Blüten weiß. Pflanze einjährig 
 Alexandriner-Klee  –  Trifolium alexandrinum L.
167 (157)
Blätter handförmig geteilt (Teilblätter oder Einschnitte von einem Punkt ausgehend)   ► 168
167 (157)
Blätter fiederförmig geteilt (Teilblätter oder Einschnitte in 2 Reihen angeordnet)   ► 170
168 (167)
Blütenkrone mit einem langen Sporn 
 Acker-Rittersporn  –  Consolida regalis Gray
168 (167)
Blütenkrone ohne Sporn   ► 169
169 (168)
Blüten blau oder bläulich-weiß 
 Schmallblättrige Lupine  –  Lupinus angustifolius L.
169 (168)
Blüten gelb 
 Gelbe Lupine  –  Lupinus luteus L.
170 (167)
Blütenkrone mit sackförmigem Sporn   ► 171
170 (167)
Blütenkrone ohne sackförmigen Sporn   ► 174
171 (170)
Kelchblätter > 2 mm lang. Blütenkrone (einschließlich des Sporns) 7-14 mm lang 
 Echter Erdrauch  –  Fumaria officinalis L.
171 (170)
Kelchblätter bis 1 mm lang. Blütenkrone 5-6 mm lang   ► 172
172 (171)
Blütenstiele ungefähr so lang wie das Tragblatt. Blüten weißlich 
 Kleinblütiger Erdrauch  –  Fumaria parviflora Lam.
172 (171)
Blütenstiel länger als das Tragblatt. Blüten rosa bis rot   ► 173
173 (172)
Blütenstiele 2-3 mm, weniger als 2-mal so lang wie das Tragblatt. Früchte kugelig 
 Vaillants Erdrauch  –  Fumaria vaillantii Loisel.
173 (172)
Blütenstiele ca. 4 mm, ca. 3-mal so lang wie das Tragblatt. Früchte eiförmig zugespitzt 
 Schleichers Erdrauch  –  Fumaria schleicheri Soy.-Will.
174 (170)
Blätter unpaarig gefiedert (Zahl der Teilblätter ungerade, Blatt in einem Fiederblättchen endend) 
 Kleiner Vogelfuß  –  Ornithopus perpusillus L.
174 (170)
Blätter paarig gefiedert (Zahl der Teilblätter gerade; jedoch manchmal in einer Ranke endend)   ► 175
175 (174)
Blätter mit höchstens 8 Teilblättern   ► 176
175 (174)
Blätter mit mehr als 8 Teilblättern   ► 179
176 (175)
Blätter mit 6-8 Teilblättern 
 Ackerbohne  –  Vicia faba L.
176 (175)
Blätter mit 2-4 Teilblättern   ► 177
177 (176)
Nebenblätter sehr groß, an der Basis stängelumfassend. Blüten weiß oder gelblich 
 Erbse  –  Pisum sativum L.
177 (176)
Nebenblätter klein, nicht stängelumfassend. Blüten rosa oder rot   ► 178
178 (177)
Stängel ungeflügelt 
 Knollen-Platterbse  –  Lathyrus tuberosus L.
178 (177)
Stängel geflügelt 
 Behaarte Platterbse  –  Lathyrus hirsutus L.
179 (175)
Blüten in den Blattachseln, beinahe stängellos (sitzend)   ► 180
179 (175)
Blüten in Trauben angeordnet (gestielte Blüten in unverzweigten Blütenständen)   ► 181
180 (179)
Blütenkrone 18-30 mm lang. Kelchzähne so lang oder länger als Röhre. reife Früchte (Hülsenfrüchte) blass braun 
 Saat-Wicke  –  Vicia sativa subsp. sativa L.
180 (179)
Blütenkrone 8-18 mm lang. Kelchzähne kürzer als Röhre. reife Früchte dunkelbraun bis schwarz 
 Schmalblättrige Wicke  –  Vicia angustifolia L.
181 (179)
Blütenkrone < 10 mm lang   ► 182
181 (179)
Blütenkrone 10-25 mm lang   ► 183
182 (181)
Alle Kelchzähne von gleicher Länge 
 Rauhaarige Wicke  –  Vicia hirsuta (L.) Gray
182 (181)
Untere Kelchzähne länger als die oberen 
 Viersamige Wicke  –  Vicia tetrasperma (L.) Schreb.
183 (181)
Kelch am Grund kaum ausgesackt. Platte (ausgebreiteter Teil) der Fahne (oberstes Blütenblatt) ungefähr so lang wie der Nagel (basaler, schmaler Teil) 
 Vogel-Wicke  –  Vicia cracca L.
183 (181)
Kelch am Grund stark ausgesackt. Platte (ausgebreiteter Teil) der Fahne (oberstes Blütenblatt) ungefähr halb so lang wie der Nagel (basaler, schmaler Teil)   ► 184
184 (183)
Stängel 1,5-3 mm dick, mit bis zu 0,5 mm langen Haaren. längere Kelchzähne 3-4 mm lang 
 Bunte Wicke  –  Vicia villosa subsp. varia Roth (Host) Corb
184 (183)
Stängel 3-5 mm dick, mit 1-2 mm langen Haaren. Längere Kelchzähne 1,5-2,5 mm lang 
 Zottel-Wicke  –  Vicia villosa subsp. villosa Roth (Host) Corb
185 (156)
Kronblätter 5 oder mehr   ► 186
185 (156)
Kronblätter 4   ► 205
186 (185)
Blüten gelb   ► 187
186 (185)
Blüten nicht gelb   ► 194
187 (186)
Blätter in 3 gekerbte Teilblätter geteilt. Frucht eine Kapsel   ► 188
187 (186)
Blätter nicht in 3 gekerbte Teilblätter geteilt oder 3-teilig, aber nicht gekerbt. Frucht anders   ► 189
188 (187)
Pflanzen ohne unterirdische Ausläufer. Nebenblätter vorhanden. Blätter häufig rötlich 
 Horn-Sauerklee  –  Oxalis corniculata L.
188 (187)
Pflanzen mit unterirdische weißlichen Ausläufern. Nebenblätter fehlend. Blätter immer grün 
 Europäischer Sauerklee, Aufrechter oder Steifer Sauerklee  –  Oxalis stricta L.
189 (187)
Blätter mit Nebenblättern   ► 190
189 (187)
Blätter ohne Nebenblättern   ► 191
190 (189)
Blätter handförmig geteilt (Teilblätter von einem Punkt ausgehend) 
 Kriechendes Fingerkraut  –  Potentilla reptans L.
190 (189)
Blätter fiederförmig geteilt (Teilblätter oder Einschnitte in 2 Reihen angeordnet) 
 Gänsefingerkraut  –  Potentilla anserina L.
191 (189)
Kelchartige äußere Perigonblätter nach unten gerichtet, mehr oder weniger dem Blütenstiel anliegend   ► 192
191 (189)
Kelchartige äußere Perigonblätter nach oben gerichtet (zu den Kronblättern)   ► 193
192 (191)
Basis der Stängel knollenartig angeschwollen 
 Knolliger Hahnenfuß  –  Ranunculus bulbosus L.
192 (191)
Basis der Stängel nicht knollenartig angeschwollen 
 Rauer Hahnenfuß  –  Ranunculus sardous Crantz s.l.
193 (191)
Stängel kriechend. Pflanze ausdauernd 
 Kriechender Hahnenfuß  –  Ranunculus repens L.
193 (191)
Stängel aufrecht. Pflanzen einjährig 
 Acker Hahnenfuß  –  Ranunculus arvensis L.
194 (186)
Blätter fiederförmig geteilt (Teilblätter oder Einschnitte in 2 Reihen unterbrochen gefiedert angeordnet   ► 195
194 (186)
Blätter handförmig geteilt (Teilblätter oder Einschnitte von einem Punkt ausgehend   ► 200
195 (194)
Kronblätter weiß 
 Kartoffel  –  Solanum tuberosum L.
195 (194)
Kronblätter nicht weiß   ► 196
196 (195)
Kronblätter tief rot   ► 197
196 (195)
Kronblätter andersfarbig   ► 198
197 (196)
Kelchblätter mindestens 2/3-mal so lang wie die Kronblätter 
 Sommer-Adonisröschen  –  Adonis aestivalis L.
197 (196)
Kelchblätter weniger als halb so lang wie die Kronblätter 
 Flammen-Adonisröschen  –  Adonis flammea Jacq.
198 (196)
Kronblätter verwachsen, hellblau 
 Phacelie  –  Phacelia tanacetifolia Beneth.
198 (196)
Kronblätter nicht verwachsen   ► 199
199 (198)
Kronblätter blau. Früchte nicht geschnäbelt 
 Acker-Schwarzkümmel  –  Nigella arvensis L.
199 (198)
Kronblätter rosa. Früchte lang geschnäbelt 
 Gewöhnlicher Reiherschnabel  –  Erodium cicutarium L. L’Hér.
200 (194)
Spitzen der Kronblätter abgerundet   ► 201
200 (194)
Spitzen der Kronblätter gekerbt   ► 202
201 (200)
Blätter zusammengesetzt, im Umriss fünfeckig 
 Ruprechtskraut, Stinkender Storchschnabel  –  Geranium robertianum L.
201 (200)
Blätter einfach, im Umriss ungefähr kreisförmig 
 Rundblättriger Storchschnabel  –  Geranium rotundifolium L.
202 (200)
Blätter zu ca. 2/3 bis 4/5 der Blattspreite geteilt   ► 203
202 (200)
Blätter vollständig geteilt   ► 204
203 (202)
Stängelhaare 1-2 mm lang. Kronblätter rosa, 4-6 mm lang. Früchte kahl, queer gerippt 
 Weicher Storchschnabel  –  Geranium molle L.
203 (202)
Stängelhaare < 1 mm. Kronblätter lila, 2,5-4 mm lang. Früchte behaart, glatt 
 Kleiner Storchschnabel  –  Geranium pusillum L.
204 (202)
Blütenstiele kürzer als das Tragblatt. Kelchblätter > 7 mm 
 Schlitzblättriger Storchschnabel  –  Geranium dissectum L.
204 (202)
Blütenstiele viel länger als das Tragblatt. Kelchblätter < 7 mm 
 Tauben-Storchschnabel, Stein-Storchschnabel  –  Geranium columbinum L.
205 (185)
Kronblätter nicht gelb   ► 206
205 (185)
Kronblätter gelb   ► 220
206 (205)
Blüten > 2 cm im Durchmesser. Staubblätter viele. Kelchblätter 2   ► 207
206 (205)
Blüten < 2 cm im Durchmesser. Staubblätter 6 (4+2). Kelchblätter 4   ► 212
207 (206)
Früchte (Kapsel) behaart. Filamente (Stängel) der Staubblätter im oberen Teil vergrößert   ► 208
207 (206)
Früchte kahl. Filamente der Staubblätter im oberen Teil nicht vergrößert   ► 209
208 (207)
Kelch dicht mit langen, abstehenden Haaren besetzt. Reife Früchte eiförmig (7-8 x 10-15 mm). Samen 0,5-0,6 mm 
 Bastard-Mohn  –  Papaver hybridum L.
208 (207)
Kelch kahl oder mit wenigen Haaren. Reife Früchte viel länger als breit (4-5 mm breit). Samen > 0,6 mm 
 Sand-Mohn  –  Papaver argemone L.
209 (207)
Früchte 1-1,5-mal so lang wie breit 
 Klatsch-Mohn  –  Papaver rhoeas L.
209 (207)
Früchte 2-3-mal so lang wie breit   ► 210
210 (209)
Antheren gelb-orange 
 Lecoques Mohn  –  Papaver dubium subsp. lecoqii L. (Lamotte) Syme
210 (209)
Antheren violett   ► 211
211 (210)
Lappen des Griffels (Griffelstrahlen) 6-9. Getrockneter Milchsaft bleibt weißlich 
 Saat-Mohn  –  Papaver dubium subsp. dubium L.
211 (210)
Griffelstrahlen 5-8. Getrockneter Milchsaft erst weiß, nach ca. 15 Minuten gelblich werdend 
 Verkannter Mohn  –  Papaver dubium subsp. confine L. (Jord) Hörandl
212 (206)
Kronblätter rosa   ► 213
212 (206)
Kronblätter weiß   ► 214
213 (212)
Stängelblätter mit 11-17 Teilblättern 
 Wiesen-Schaumkraut  –  Cardamine pratensis L.
213 (212)
Stängelblätter mit weniger als 7 Teilblättern 
 Öl-Rettich  –  Raphanus sativus subsp. oleiferus
214 (212)
Blühender Stängel beinahe blattlos (Blätter überwiegend in einer grundständigen Rosette) 
 Bauernsenf  –  Teesdalia nudicaulis (L.) R. Br.
214 (212)
Blühender Stängel mit mehreren Blättern   ► 215
215 (214)
Früchte höchstens 2,5-mal so lang wie breit   ► 216
215 (214)
Früchte > 2,5-mal so lang wie breit   ► 218
216 (215)
Früchte breiter als lang 
 Gewöhnlicher Krähenfuß  –  Lepidium coronopus (L.) Al-Shehbaz
216 (215)
Früchte höchstens so breit wie lang (oder länger als breit)   ► 217
217 (216)
Früchte herzförmig bis dreieckig im Umriss 
 Gewöhnliches Hirtentäschl, Hirtentäschlkraut  –  Capsella bursa-pastoris (L.) Medik.
217 (216)
Früchte löffelförmig, nicht herzförmig bis dreieckig 
 Feld-Kresse  –  Lepidium campestre (L.) R. Br.
218 (215)
Pflanze < 25 cm 
 Behaartes Schaumkraut  –  Cardamine hirsuta L.
218 (215)
Pflanze > 25 cm   ► 219
219 (218)
Früchte 2-8 mm breit, zwischen den Samen stark eingeschnürt 
 Hederich  –  Raphanus raphanistrum L.
219 (218)
Früchte 8-15 mm breit, zwischen den Samen nicht oder nur schwach eingeschnürt 
 Rettich  –  Raphanus sativus L.
220 (205)
Pflanzen mit orangem Milchsaft. Kelchblätter 2 
 Schöllkraut  –  Chelidonium majus L.
220 (205)
Pflanze ohne orangen Milchsaft. Kelchblätter 4   ► 221
221 (220)
Früchte < 3-mal so lang wie breit   ► 222
221 (220)
Früchte > 3-mal so lang wie breit   ► 223
222 (221)
Früchte aus einem zylindrischen und kugeligen Teil zusammengesetzt (zudem lang geschnäbelt) 
 Runzliger Rapsdotter  –  Rapistrum rugosum (L.) Arcang.
222 (221)
Früchte nicht aus 2 Teilen zusammengesetzt 
 Wasser-Sumpfkresse  –  Rorippa amphibia (L.)
223 (221)
Blattgrund stängelumfassend   ► 224
223 (221)
Blattgrund nicht stängelumfassend   ► 227
224 (223)
Kronblätter höchstens 6 mm lang. Frucht mit kurzem Schnabel (weniger als 1/10tel der Fruchtlänge 
 Gewöhnliches Barbarakraut  –  Barbara vulgaris subsp. vulgaris R. Br.
224 (223)
Kronblätter länger als 6 mm. Frucht mit langem Schnabel (> 1/10tel der Fruchtlänge)   ► 225
225 (224)
Kronblätter schwefelgelb, Kelchblätter aufrecht. Zweijährige oder ausdauernde Arten, Stängel kräftig, basal verholzt, bis 1,2 m. 
 Kohl  –  Brassica oleracea L.
Viele Kulturarten (Gemüsekohl: Grünkohl, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, etc.
225 (224)
Kronblätter reingelb, Kelchblätter ± abstehend. schlanke einjährige Pflanzen mit kräftigen, aber unverholzten Stängeln (bis 80 cm Höhe)   ► 226
226 (225)
Blätter grün, behaart. Blütenstände kurz, mit offenen Blüten im unteren Teil, Knospen im oberen 
 Rübsen  –  Brassica rapa L.
226 (225)
Blätter blau-grün, kahl oder nur sehr schwach behaart. Blütenstände lang, offene Blüten und Knospen gemischt 
 Raps, Kohlrübe  –  Brassica napus L. s.l.
227 (223)
Früchte auffällig lang geschnäbelt   ► 228
227 (223)
Früchte ungeschnäbelt   ► 231
228 (227)
Früchte vom Stängel stark abstehend 
 Französische Hundsrauke  –  Erucastrum gallicum (Willd.) O.E. Schulz
228 (227)
Früchte mehr oder weniger an den Stängel anliegend   ► 229
229 (228)
Fruchtblätter 1-adrig 
 Schwarzer Senf  –  Brassica nigra (L.) W.D.J. Koch
229 (228)
Fruchtblätter 3-adrig   ► 230
230 (229)
Fruchtschnabel konisch zulaufend, nicht zusammengedrückt 
 Acker-Senf  –  Sinapis arvensis L.
230 (229)
Fruchtschnabel stark zusammengedrückt 
 Weißer Senf  –  Sinapis alba L.
231 (227)
Blätter beim Reiben nach Rucola-Salat (Eruca sativa) riechend 
 Mauer-Doppelsame, Mauerrauke  –  Diplotaxis muralis (L.) DC.
231 (227)
Blätter nicht nach Rucola riechend   ► 232
232 (231)
Früchte 3-6-mal so lang wie breit   ► 233
232 (231)
Früchte 8-50-mal so lang wie breit   ► 234
233 (232)
Kronblätter länger als die Kelchblätter 
 Wilde Sumpfkresse  –  Rorippa sylvestris (L.) Besser
233 (232)
Kronblätter höchstens so lang wie die Kelchblätter 
 Gewöhnliche Sumpfkresse  –  Rorippa palustris (L.) Besser
234 (232)
Blätter 2-4-mal gefiedert. Pflanzen behaart, mit sowohl einfachen als auch sternförmigen oder verzweigten Haaren 
 Besenrauke  –  Descurainia sophia (L.) Webb ex Prantl
Handlupe benutzen!
234 (232)
Blätter einfach gefiedert. Pflanzen kahl oder nur mit einfachen Haaren   ► 235
235 (234)
Früchte 10-20 mm lang, Fruchtblätter 1-adrig 
 Weg-Rauke, Gewöhnliche Rauke  –  Sisymbrium officinale (L.) Scop.
235 (234)
Früchte 20-25 mm lang, Fruchtblätter 3-adrig 
 Österreichische Rauke  –  Sisymbrium austriacum Jacq.