Rotbauchunke – Bombina bombina

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Deutscher Name: Rotbauchunke
Wissensch. Name: Bombina bombina
(Linnaeus, 1761)
Weitere deutsche Namen: Tieflandunke
Großgruppe: Amphibien
Taxonomie: Ordnung Anura / Familie Bombinatoridae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: stark gefährdet
Rote Liste Berlin: vom Erlöschen bedroht

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • orange-rote Flecken auf dem Bauch
  • herzförmige Pupillen
Die Rotbauchunke ist hell- bis dunkelgrau mit dunklen Flecken und flachen Warzen auf dem Rücken. Auf dem Bauch und der Unterseite der Beine hat sie kleine, weiße Punkte und größere, orange-rote Flecken. Charakteristisch sind außerdem die herzförmigen Pupillen. Die Finger- und Zehenspitzen sind dunkelgrau bis schwarz. Je nachdem ob der Untergrund hell oder dunkel ist, kann sie ihre Rückenfärbung anpassen. Während der Paarungszeit bilden die Männchen dunkle, raue Hautstellen (Brunstschwielen) an den Innenseiten der Unterarme aus.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Die Rotbauchunke hat einen flachen Körperbau und ist mit 3-5cm Körperlänge eine der kleinsten Krötenarten. Ihre Schnauze ist abgerundet, am Rücken trägt sie flache, weiche Warzen und ist grüngrau bis dunkelgrau gefärbt. Die Männchen tragen eine innere Schallblase an der Kehle. Die schwarz bis dunkelgraue Bauchseite ist von einem kräftigen rot bis orangefarbenen Fleckenmuster geprägt, welches zusätzlich von feinen weißen Punkten besetzt ist. Die Zehen- und Fingerspitzen sind dunkelgrau bis schwarz. Ohne Ohrtrommeln.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Gelbbauchunke Bei der Gelbbauchunke ist die Bauchseite überwiegend gelblich gefärbt und hat wenige dunkle Flecken und keine weißen Punkte. Die Finger- und Zehenspitzen sind stets gelblich gefärbt.

Verhalten: Rotbauchunken bilden kleine Reviere, die vor Eindringlingen stark verteidigt werden. Andere Männchen werden mit Drohrufen auf Distanzen von etwa 1,5m ferngehalten.

Laute:

Datei „Bombina_bombina_TSA-medium.mp3“ herunterladen (?/i) Kurz: Datei „Bombina_bombina_TSA-short.mp3“ herunterladen (?/i)
Lebensraum: Überschwemmungsbereiche von Flüssen, Auen sowie sonnige, flache Stillgewässer. Vor allem bevorzugen sie nährstoffarme, flache und vegetationsreiche Gewässer mit schlammigem Grund. Verbreitung: Die Rotbauchunke ist auf Tieflandgebiete begrenzt. In Deutschland kommt sie vor allem in den östlichen Bundesländern vor. Verbreitung nach Bundesland:
BE, BB, HB, MV, NI, SN, ST, TH

Mensch und Stadt

Die Rotbauchunke kommt an vegetationsreichen Flachgewässern vor. Sie bevorzugt nährstoffarme, besonnte und fischfreie Gewässer mit schlammigem Grund. An ihren Überwinterungsplätzen benötigt sie ausreichend Totholz und Laub.

Sie ist vor allem durch Fließgewässerregulierung und Habitatverlust durch den Menschen stark gefährdet.

Wissenswertes

  • Giftigkeit: Das bei Bedrohung abgesonderte Sekret kann beim Menschen zu Schleimhautirritationen führen.
  • Rotbauchunken bilden kleine Reviere, die gegenüber Eindringlingen stark verteidigt werden. Andere Männchen werden mit Drohrufen über Distanzen von etwa 1,5 Metern ferngehalten.
  • Die Männchen liegen während des Rufens ballonartig aufgebläht auf dem Wasser.
  • Die orange-rot gefleckte Unterseite soll Feinden Giftigkeit signalisieren und dient der Abschreckung. Bei Bedrohung bildet die Rotbauchunke ein Hohlkreuz und biegt ihre Arme und Beine nach oben, so dass die Flecken sichtbar werden. Diese Bewegung wird als "Unkenreflex" bezeichnet.
  • Im gemeinsamen Verbreitungsgebiet kommt es zu Kreuzungen mit der Gelbbauchunke. Bei diesen Nachkommen ist eine Vermischung der Merkmale (Hybridbildung) bemerkbar.
  • Herzförmige Pupillen sind charakteristisch für alle Unken.
  • Alle europäischen Amphibien sind besonders geschützt und dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.

Quellen, Literatur, Weblinks