Sambucus – Holunder (Deutschland und Österreich)

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Sambucus (Holunder; Adoxaceae)
By: Jürgen Klotz
Geographic Scope: Deutschland und Österreich — Source: Abgeleitet vom Schlüssel zu den Adoxaceae (s.l.), Linnaeaceae und Caprifoliaceae in Deutschland und Österreich (Jürgen Klotz). Verwendete Literatur: Jäger et al. (2011), Fischer et al. (2008), Oberdorfer (1983). — Collaboration: openContributors: Jürgen Klotz, Andreas Plank
1
Hochstauden mit kräftigen, aber einjährigen, nicht verholzten, meist unverzweigten Stängeln, im Spätherbst absterbend, Nebenblätter blattartig groß, Blättchen 5–9, Staubbeutel purpurrot, später schwarz, Blüten stinkend. 
 Zwerg-Holunder, Attich  –  Sambucus ebulus L.
Untere Blättchen gelegentlich mit basalen Fiedern (also Blätter ansatzweise doppelt gefiedert), Blüten in Schirmrispen, Frucht schwarz, Höhe 50–160 cm, Blüte Juni–Juli.
Frische Waldschläge, Verlichtungen, etwas ruderalisierte Staudenfluren, Schutthänge, nährstoffanspruchsvoll.
Morphologische Übersicht von Sambucus ebulus L. (Fotos: Andrea Moro)
Morphologische Übersicht von Sambucus ebulus L. (Fotos: Andrea Moro)
(Foto: Andrea Moro 2009)
Blüten mit purpurroten Staubbeuteln (Foto: Andrea Moro 2011)
1*
Sträucher oder kleine Bäume, Triebe stets verzweigt, sommergrün, aber in milden Wintern oft nicht alle Blätter oder Blätter sehr spät abwerfend, Nebenblätter sehr klein oder fehlend, Blättchen (3–)5(–7), Staubbeutel gelblich, Blüten nicht stinkend   ► 2
Strauch Sambucus nigra L. (Foto: Andrea Moro 2005)
2
Großsträucher oder bis über 8 m hohe Kleinbäume, basal wenig verzweigt, oft nur einstämmig mit bis 50 cm Stammdurchmesser, grobrissiger Borke und im Alter mit knorrigem Wuchs, Blütenstände flach schirmförmig, 10–20 cm im Durchmesser, sich 2–4 Monate nach den Laubblättern entwickelnd, Krone (gelblich-)weiß, 6–8 mm im Durchmesser, Frucht 5–6 mm groß, schwarz(-violett), Blättchen 5–7(–9), Blättchenansatz grün, Blattgrund ohne warzenähnliche Drüsen, Blattunterseite hellgrün, Knospenschuppen fehlend, Zweige mit weißem Mark. 
 Schwarzer Holunder  –  Sambucus nigra L.
Höhe 3–8(–10) m, Blüte Juni–Juli.
Frische bis feuchte Wälder (besonders in Auen oder Schluchten), Schläge und Verlichtungen, Hecken, (ruderalisierte) Gebüsche, ruderale Schuttflächen, auch in Siedlungen und Gärten häufig spontan, nährstoffanspruchsvoll, nicht kalkmeidend.
Morphologische Übersicht von Sambucus nigra L. (Fotos: Andrea Moro)
Morphologische Übersicht von Sambucus nigra L. (Fotos: Andrea Moro)
Blütenstand von Sambucus nigra L. (Foto: Andrea Moro 2004)
Zweige mit weißem Mark (Foto: Krzysztof Ziarnek 2005)
2*
Meist nur bis 4 m hohe Sträucher, ohne Hauptstamm und ohne grobe Borke, mit schlankem Wuchs, Blütenstände kugelig oder eiförmig, 3–6 cm im Durchmesser, sich mit den Laubblättern entwickelnd, Krone grünlichgelb, 4–5 mm im Durchmesser, Frucht 4–5 mm groß, kräftig rot, Blättchen 3–7, Blättchenansatz rot, Blattgrund mit warzenähnlichen Drüsen statt Nebenblättern, Blattunterseite blass, schwach blaugrün, Knospenschuppen vorhanden, Zweige mit orangebraunem (zimtfarbigem) Mark. 
 Roter Holunder, Berg-Holunder  –  Sambucus racemosa L.
Höhe 1,2–4(–6) m, Blüte April–Mai.
Frische Waldschläge und Verlichtungen, Nadelwälder und -forste, Steinschutthalden, in Siedlungen und Gärten kaum spontan, mäßig nährstoffanspruchsvoll, etwas kalkmeidend.
Morphologische Übersicht von Sambucus racemosa L. (Fotos: Andrea Moro)
Morphologische Übersicht von Sambucus racemosa L. (Fotos: Andrea Moro)
Blütenstände von Sambucus racemosa L. kugelig oder eiförmig und gelblich (Foto: Andrea Moro 2010)
Zweige mit orangebraunem (zimtfarbigem) Mark (Foto: Andrea Moro 2010)