Abfrage: Verwendung von Pflanzen nachschlagen

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Verwendung 
enthält „Verdauung“
dazu fanden sich 4 Stichworte: Tee als Verdauungsmittel; Verdauung; Verdauungsbeschwerden and Verdauungsbeschwerden, Verdauungsentzündungen
  1. Verwendung: Tee als Verdauungsmittel (… auf Seite Gemeiner Thymian (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Gesamte Pflanze mit Pflanzendetails (v.l.n.r): Blatt, Blütenkelch, Blütenkrone (seitlich aufgeschnitten mit 4 Staubblättern) und Zeichnung des 4-kantigen Stengels (i.d.R. auf den Kanten behaart)—Abbildung aus Boswell u.a. (1867); Teil der Pflanze: Blätter; Art: Thymus pulegioides L.; Umgangssprachlich: Gemeiner Thymian, Gewöhnlicher Arznei-Thymian, Arznei-Thymian, Feld-Thymian, Arznei-Feld-Thymian, Echter Quendel; Quellenangaben: Pieroni u.a. 2009: »Thymus pulegioides L. s.l. (Lamiaceae). Wild. Serpour, Serpoul. Dried leaves: tea as a digestive, for treating sore-throats, or as a diuretic. As a seasoning in the local cuisine (especially the local, home-made, fermented and spiced ricotta: sarass). (Übersetzung: Thymus pulegioides L. s.l. (Lamiaceae). Wild. Serpour, Serpoul. Getrocknete Blätter: Tee als Verdauungsmittel, zur Behandlung von Halsschmerzen oder als Diuretikum. Als Würze in der lokalen Küche (vor allem der lokale, hausgemachte, fermentierte und gewürzte Ricotta: Sarass).)«)
  2. Verwendung: Verdauung (… auf Seite Bärwurz (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.); Bärwurz (Me­um a­tha­man­ti­cum Jacq.): A B blühende Pflanze. 1 Blüte; 2 reife Frucht; 3 Teilfrüchtchen vom Rücken; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung aus Thomé & Müller (1888); Art: Me­um a­tha­man­ti­cum Jacq.; Umgangssprachlich: Bärwurz, Haarblättrige Bärwurz, Bärenfenchel und Mutterwurz)
  3. Verwendung: Verdauung (… auf Seite Bärwurz (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A B blühende Pflanze. 1 Blüte; 2 reife Frucht; 3 Teilfrüchtchen vom Rücken; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung aus Thomé & Müller (1888); Teil der Pflanze: Wurzel; Art: Me­um a­tha­man­ti­cum Jacq.; Umgangssprachlich: Bärwurz, Haarblättrige Bärwurz, Bärenfenchel, Mutterwurz; Quellenangaben: Vietz u. a. (Bd.3 1806), S. 123 f. »Der Nutzen dieses Gewächses erstreckt sich eigentlich nur auf die Heilkunst. Man weiß zwar, daß die Wurzel desselben von den Holländern begierig gegessen wird; allein diese Gewohnheit wird sonst in keinem Lande nachgeahmt, folglich kommt sie als wirkliches Nahrungsmittel nicht in Betrachtung. Von den Aerzten wird vorzüglich die Wurzel, wegen ihrer würzhaften, harzigen, öhlichten und flüchtigen Bestandtheilen, als ein reizendes, stärkendes, den zähen Schleim zertheilendes, den Auswurf, die Blähungen, die monatliche Reinigung, den Schweiß und Harn befördendes Arzneymittel gerühmt. Man gebraucht sie daher gegen die schleimige Engbrüstigkeit, gegen dreytägige kalte Fieber-, Mutterbeschwerungen, gegen die Bleichsucht, Windkolik, Harnverhaltung u.d.gl. Die alten Aerzte pflegten sich derselben zu diesem Endzwecke nicht allein in Pulver, mit Wasser angerührt, oder in Wein und anderem Getränke eingeweicht, öfters zu bedienen, sondern sie wußten sie auch bey vielen zusammengesestzten Arzneyen, als beym Theriak und bey der Theriakessenz, zu gebrauchen. Ohne Vorschrift eines Arzneyverständigen will ich jedoch den Gebrauch derselben Niemanden anrathen, weil sie als ein stark wirksames reizendes und erhitzendes Mittel, wenn nicht eine wahre Anzeige zu ihrer Verordnung vorhanden ist, leicht schädlich werden könnte, was aber nur Aerzte zu unterscheiden und zu bestimmen im Stande sind. — Einige wollen auch von dieser Wurzel, wenn sie den Kindern äußerlich auf das Schambein aufgelegt wird, den nützlichen Erfolg gesehen haben, daß dadurch das Tröpfeln des Harns (incontinentia urinæ) geheilt worden wäre; allein ob sich diese gepriesene Wirkung wirklich bestättiget, kann ich wegen Mangel an zuverläßigen Erfahrungen nicht bestimmen. Auch in der Thierarzneykunst wird die Bärwurzel zuweilen verwendet; so pflegen z.B. die Landwirthe in Mähren ihren Kühen einen Trank von dieser Wurzel zu geben, um ihnen die Milch zu vermehren, und sie überhaupt vor Krankheiten zu verwahren. Auch unter das sogenannte große und kleine Bienenpulver wird sie als ein Bestandtheil genommen. Will man dieses Gewächs durch Kultur vermehren, so geschieht es entweder durch die Wurzel, welche man zu Ende des Septembers theilet, oder durch den Saamen, der gleich, nachdem er reif geworden ist, ausgesäet werden muß. Sonst hat die Bärwurzel keine sonderliche Pflege nothwendig, nur ist zu bemerken, daß sie das Zertheilen der Wurzeln nicht am besten verträgt, sondern ungleich leichter und vortheilhafter von Saamen gezogen wird.«)
  4. Verwendung: Verdauungsbeschwerden (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Blätter; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Madus (Bd.1, 1938), S. 1544ff.: Wirkung Matthiolus¹) rühmt Kraut und Wurzel bei Leberleiden, Ikterus und beschwerlichem Atem, den Blütensaft äußerlich gegen schwärende und eiternde Ohren. Orne²) sah in drei von fünf Fällen bei Epilepsie, verbunden mit Flatulenz und krankhafter Sensibilität des Magens, gute Erfolge durch Verordnung der Bärenklauwurzel oder -blätter. Nach Hecker³) schrieben die Ärzte früherer Zeit der Wurzel die Kraft zu, die Entstehung des Weichselzopfes zu verhüten, und die Litauer genossen sie deshalb häufig in Suppen. Dragendorff) führt das Kraut als Resolvens an. Nach Schulz) soll die Wurzel bei Dysenterie mit dem Kraut zusammen, innerlich und äußerlich gegen Geschwülste dienlich sein. Auf die Haut gelegt, verursacht die Pflanze Entzündungen. Leclerc) beobachtete gute Erfolge mit der Darbietung des Fluidextraktes bei sexueller Neurasthenie. Heinigke) schreibt von Heracleum: „Es hat eine hervorragende Wirkung auf die Verdauungsorgane, ferner wirkt es auf die Geschlechtsorgane und auf die Haut.“ Als Inhaltsstoffe des Wurzelstockes werden genannt: Glutamin und Arginin, Galactan und Arabana). Die Früchte enthalten ätherisches Öl). Verwendung in der Volksmedizin außerhalb des Deutschen Reiches (nach persönlichen Mitteilungen): * Dänemark: Gegen Verdauungsstörungen. * Polen: Als Wildgemüse. Anwendung in der Praxis auf Grund der Literatur und einer Rundfrage: Heracleum sphondylium wird nur selten verordnet, so gelegentlich bei Muskelkrämpfen mit gastrischen Störungen, bei Verdauungsbeschwerden, Diarrhöe, Dysenterie und Gastritis und Enteritis mit Durchfällen infolge von Erkältung (hier in Verbindung mit Tormentilla). Weiter hat es sich bei Dermatopathien, auch Seborrhoea capillitia, hysterischen Krämpfen und nervösen Leiden bewährt. Von Eisenberg, Würzburg, wird das Mittel bei Kropf und Basedow empfohlen. Auch versuchte er es bei Star der Diabetiker, doch erscheint ihm hier der Dauererfolg fraglich. Bei Husten, Heiserkeit, Zungenlähmung und -geschwüren läßt J. Bastian 30 Tropfen der Urtinktur auf 1 Glas stündlich schluckweise nehmen. Angewandter Pflanzenteil: Samen, Kraut und Wurzel werden von Matthiolus, Bock und v. Haller als gebräuchlich bezeichnet. Auch Dinand, Dragendorrf und Kroeber nennen diese Teile. Das Kraut allein nennt Heinigke und die Wurzel allein Geßner, während Schulz Kraut und Wurzel erwähnt. Für die angeführten Indikationen kommt aber wohl nur das Kraut mit der Wurzel in Betracht. Das HAB. [Homöopathisches Arzneibuch] läßt das frisches Kraut verwenden (§ 1). Zur Bereitung des „Teep“ wird die frische Pflanze mit Wurzel benutzt. Dosierung: * Übliche Dosis: 2 g des Fluidextraktes (Leclerc). 1⁄2 Teelöffel voll der Frischpflanzenverreibung „Teep“ dreimal täglich. (Die „Teep”-Zubereitung ist auf 50 % Pflanzensubstanz eingestellt.) * In der Homöopathie: Ø [homöopathische Urtinktur] bis dil. D 1. * Maximaldosis: Nicht festgesetzt. Rezepte: * Bei Epilepsie und Verdauungsbeschwerden: Rp.: Hb. Heraclei sphondylii 30,0 (=Bärenklaukraut) DS.: 3 Teelöffel voll mit 2 Glas Wasser kalt ansetzen, 8 Stunden ziehen lassen und tagsüber schluckweise trinken*). * Bei Gastritis und Enteritis mit Diarrhöe (nach Niebergall): Rp.: Hb. c. rad. Heraclei 30,0 (=Bärenklaukraut mit Wurzel) Rad. Tormentillae 20,0 (=Tormentillwurzel) M.f. species. DS.: 4 Teelöffel auf 2 Glas Wasser, vgl. Zubereitung von Teemischungen S. 291. ---- *) Teezubereitung: Der Extraktgehalt des heiß im Verhältnis 1:10 bereiteten Tees beträgt 2,9% gegenüber 2,8 % bei kalter Zubereitung. Der Aschengehalt der Extrakte beträgt 0,45 % bei heißer und 0,45 % bei kalter Zubereitung. Nur in dem kalten Ansatz ist die Peroxydasereaktion schwach positiv. Geschmacklich ist der heiß bereitete Tee bitterer als der kalt bereitete. Ein Ansatz von 1:50 ist noch trinkbar. 1 Teelöffel voll wiegt 1,2 g. Der Tee kann auf Grund dieser Ergebnisse kalt oder heiß unter Verwendung von 1–2 Teelöffeln voll auf 1 Teeglas angesetzt werden. ---- (1) Matthiolus, New-Kreuterbuch, 1626 S. 274 D.; (2) Orne, zit. b. Hecker, Prakt. Arzneimittell. 1830, S. 84. (3) Hecker, vgl. 2). (4) Dragendorff, Die Heilpfl. d. versch. Völker u. Zeiten, S. 499. (5) Schulz, Wirkg. u. Anwendg. d, dtsch. Arzneipfl., S. 238. (6) Leclerc, Précis de Phytothéraie. S. 153. (7) Heinigkes Handb. der hom. Arzneiwirkungsl., S. 304. (8) Stieger, Z. Physiol. Chem., 89, 245, 1913 (C. C. 1913, II, 1230) (9) O. Geßner, Die Gift- und Arzneipflanzen von Mitteleuropa, S. 223, Heidelberg 1931.)
  5. Verwendung: Verdauungsbeschwerden (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Stängel; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Madus (Bd.1, 1938), S. 1544ff.: Wirkung Matthiolus¹) rühmt Kraut und Wurzel bei Leberleiden, Ikterus und beschwerlichem Atem, den Blütensaft äußerlich gegen schwärende und eiternde Ohren. Orne²) sah in drei von fünf Fällen bei Epilepsie, verbunden mit Flatulenz und krankhafter Sensibilität des Magens, gute Erfolge durch Verordnung der Bärenklauwurzel oder -blätter. Nach Hecker³) schrieben die Ärzte früherer Zeit der Wurzel die Kraft zu, die Entstehung des Weichselzopfes zu verhüten, und die Litauer genossen sie deshalb häufig in Suppen. Dragendorff) führt das Kraut als Resolvens an. Nach Schulz) soll die Wurzel bei Dysenterie mit dem Kraut zusammen, innerlich und äußerlich gegen Geschwülste dienlich sein. Auf die Haut gelegt, verursacht die Pflanze Entzündungen. Leclerc) beobachtete gute Erfolge mit der Darbietung des Fluidextraktes bei sexueller Neurasthenie. Heinigke) schreibt von Heracleum: „Es hat eine hervorragende Wirkung auf die Verdauungsorgane, ferner wirkt es auf die Geschlechtsorgane und auf die Haut.“ Als Inhaltsstoffe des Wurzelstockes werden genannt: Glutamin und Arginin, Galactan und Arabana). Die Früchte enthalten ätherisches Öl). Verwendung in der Volksmedizin außerhalb des Deutschen Reiches (nach persönlichen Mitteilungen): * Dänemark: Gegen Verdauungsstörungen. * Polen: Als Wildgemüse. Anwendung in der Praxis auf Grund der Literatur und einer Rundfrage: Heracleum sphondylium wird nur selten verordnet, so gelegentlich bei Muskelkrämpfen mit gastrischen Störungen, bei Verdauungsbeschwerden, Diarrhöe, Dysenterie und Gastritis und Enteritis mit Durchfällen infolge von Erkältung (hier in Verbindung mit Tormentilla). Weiter hat es sich bei Dermatopathien, auch Seborrhoea capillitia, hysterischen Krämpfen und nervösen Leiden bewährt. Von Eisenberg, Würzburg, wird das Mittel bei Kropf und Basedow empfohlen. Auch versuchte er es bei Star der Diabetiker, doch erscheint ihm hier der Dauererfolg fraglich. Bei Husten, Heiserkeit, Zungenlähmung und -geschwüren läßt J. Bastian 30 Tropfen der Urtinktur auf 1 Glas stündlich schluckweise nehmen. Angewandter Pflanzenteil: Samen, Kraut und Wurzel werden von Matthiolus, Bock und v. Haller als gebräuchlich bezeichnet. Auch Dinand, Dragendorrf und Kroeber nennen diese Teile. Das Kraut allein nennt Heinigke und die Wurzel allein Geßner, während Schulz Kraut und Wurzel erwähnt. Für die angeführten Indikationen kommt aber wohl nur das Kraut mit der Wurzel in Betracht. Das HAB. [Homöopathisches Arzneibuch] läßt das frisches Kraut verwenden (§ 1). Zur Bereitung des „Teep“ wird die frische Pflanze mit Wurzel benutzt. Dosierung: * Übliche Dosis: 2 g des Fluidextraktes (Leclerc). 1⁄2 Teelöffel voll der Frischpflanzenverreibung „Teep“ dreimal täglich. (Die „Teep”-Zubereitung ist auf 50 % Pflanzensubstanz eingestellt.) * In der Homöopathie: Ø [homöopathische Urtinktur] bis dil. D 1. * Maximaldosis: Nicht festgesetzt. Rezepte: * Bei Epilepsie und Verdauungsbeschwerden: Rp.: Hb. Heraclei sphondylii 30,0 (=Bärenklaukraut) DS.: 3 Teelöffel voll mit 2 Glas Wasser kalt ansetzen, 8 Stunden ziehen lassen und tagsüber schluckweise trinken*). * Bei Gastritis und Enteritis mit Diarrhöe (nach Niebergall): Rp.: Hb. c. rad. Heraclei 30,0 (=Bärenklaukraut mit Wurzel) Rad. Tormentillae 20,0 (=Tormentillwurzel) M.f. species. DS.: 4 Teelöffel auf 2 Glas Wasser, vgl. Zubereitung von Teemischungen S. 291. ---- *) Teezubereitung: Der Extraktgehalt des heiß im Verhältnis 1:10 bereiteten Tees beträgt 2,9% gegenüber 2,8 % bei kalter Zubereitung. Der Aschengehalt der Extrakte beträgt 0,45 % bei heißer und 0,45 % bei kalter Zubereitung. Nur in dem kalten Ansatz ist die Peroxydasereaktion schwach positiv. Geschmacklich ist der heiß bereitete Tee bitterer als der kalt bereitete. Ein Ansatz von 1:50 ist noch trinkbar. 1 Teelöffel voll wiegt 1,2 g. Der Tee kann auf Grund dieser Ergebnisse kalt oder heiß unter Verwendung von 1–2 Teelöffeln voll auf 1 Teeglas angesetzt werden. ---- (1) Matthiolus, New-Kreuterbuch, 1626 S. 274 D.; (2) Orne, zit. b. Hecker, Prakt. Arzneimittell. 1830, S. 84. (3) Hecker, vgl. 2). (4) Dragendorff, Die Heilpfl. d. versch. Völker u. Zeiten, S. 499. (5) Schulz, Wirkg. u. Anwendg. d, dtsch. Arzneipfl., S. 238. (6) Leclerc, Précis de Phytothéraie. S. 153. (7) Heinigkes Handb. der hom. Arzneiwirkungsl., S. 304. (8) Stieger, Z. Physiol. Chem., 89, 245, 1913 (C. C. 1913, II, 1230) (9) O. Geßner, Die Gift- und Arzneipflanzen von Mitteleuropa, S. 223, Heidelberg 1931.)
  6. Verwendung: Verdauungsbeschwerden (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Wurzel; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Madus (Bd.1, 1938), S. 1544ff.: Wirkung Matthiolus¹) rühmt Kraut und Wurzel bei Leberleiden, Ikterus und beschwerlichem Atem, den Blütensaft äußerlich gegen schwärende und eiternde Ohren. Orne²) sah in drei von fünf Fällen bei Epilepsie, verbunden mit Flatulenz und krankhafter Sensibilität des Magens, gute Erfolge durch Verordnung der Bärenklauwurzel oder -blätter. Nach Hecker³) schrieben die Ärzte früherer Zeit der Wurzel die Kraft zu, die Entstehung des Weichselzopfes zu verhüten, und die Litauer genossen sie deshalb häufig in Suppen. Dragendorff) führt das Kraut als Resolvens an. Nach Schulz) soll die Wurzel bei Dysenterie mit dem Kraut zusammen, innerlich und äußerlich gegen Geschwülste dienlich sein. Auf die Haut gelegt, verursacht die Pflanze Entzündungen. Leclerc) beobachtete gute Erfolge mit der Darbietung des Fluidextraktes bei sexueller Neurasthenie. Heinigke) schreibt von Heracleum: „Es hat eine hervorragende Wirkung auf die Verdauungsorgane, ferner wirkt es auf die Geschlechtsorgane und auf die Haut.“ Als Inhaltsstoffe des Wurzelstockes werden genannt: Glutamin und Arginin, Galactan und Arabana). Die Früchte enthalten ätherisches Öl). Verwendung in der Volksmedizin außerhalb des Deutschen Reiches (nach persönlichen Mitteilungen): * Dänemark: Gegen Verdauungsstörungen. * Polen: Als Wildgemüse. Anwendung in der Praxis auf Grund der Literatur und einer Rundfrage: Heracleum sphondylium wird nur selten verordnet, so gelegentlich bei Muskelkrämpfen mit gastrischen Störungen, bei Verdauungsbeschwerden, Diarrhöe, Dysenterie und Gastritis und Enteritis mit Durchfällen infolge von Erkältung (hier in Verbindung mit Tormentilla). Weiter hat es sich bei Dermatopathien, auch Seborrhoea capillitia, hysterischen Krämpfen und nervösen Leiden bewährt. Von Eisenberg, Würzburg, wird das Mittel bei Kropf und Basedow empfohlen. Auch versuchte er es bei Star der Diabetiker, doch erscheint ihm hier der Dauererfolg fraglich. Bei Husten, Heiserkeit, Zungenlähmung und -geschwüren läßt J. Bastian 30 Tropfen der Urtinktur auf 1 Glas stündlich schluckweise nehmen. Angewandter Pflanzenteil: Samen, Kraut und Wurzel werden von Matthiolus, Bock und v. Haller als gebräuchlich bezeichnet. Auch Dinand, Dragendorrf und Kroeber nennen diese Teile. Das Kraut allein nennt Heinigke und die Wurzel allein Geßner, während Schulz Kraut und Wurzel erwähnt. Für die angeführten Indikationen kommt aber wohl nur das Kraut mit der Wurzel in Betracht. Das HAB. [Homöopathisches Arzneibuch] läßt das frisches Kraut verwenden (§ 1). Zur Bereitung des „Teep“ wird die frische Pflanze mit Wurzel benutzt. Dosierung: * Übliche Dosis: 2 g des Fluidextraktes (Leclerc). 1⁄2 Teelöffel voll der Frischpflanzenverreibung „Teep“ dreimal täglich. (Die „Teep”-Zubereitung ist auf 50 % Pflanzensubstanz eingestellt.) * In der Homöopathie: Ø [homöopathische Urtinktur] bis dil. D 1. * Maximaldosis: Nicht festgesetzt. Rezepte: * Bei Epilepsie und Verdauungsbeschwerden: Rp.: Hb. Heraclei sphondylii 30,0 (=Bärenklaukraut) DS.: 3 Teelöffel voll mit 2 Glas Wasser kalt ansetzen, 8 Stunden ziehen lassen und tagsüber schluckweise trinken*). * Bei Gastritis und Enteritis mit Diarrhöe (nach Niebergall): Rp.: Hb. c. rad. Heraclei 30,0 (=Bärenklaukraut mit Wurzel) Rad. Tormentillae 20,0 (=Tormentillwurzel) M.f. species. DS.: 4 Teelöffel auf 2 Glas Wasser, vgl. Zubereitung von Teemischungen S. 291. ---- *) Teezubereitung: Der Extraktgehalt des heiß im Verhältnis 1:10 bereiteten Tees beträgt 2,9% gegenüber 2,8 % bei kalter Zubereitung. Der Aschengehalt der Extrakte beträgt 0,45 % bei heißer und 0,45 % bei kalter Zubereitung. Nur in dem kalten Ansatz ist die Peroxydasereaktion schwach positiv. Geschmacklich ist der heiß bereitete Tee bitterer als der kalt bereitete. Ein Ansatz von 1:50 ist noch trinkbar. 1 Teelöffel voll wiegt 1,2 g. Der Tee kann auf Grund dieser Ergebnisse kalt oder heiß unter Verwendung von 1–2 Teelöffeln voll auf 1 Teeglas angesetzt werden. ---- (1) Matthiolus, New-Kreuterbuch, 1626 S. 274 D.; (2) Orne, zit. b. Hecker, Prakt. Arzneimittell. 1830, S. 84. (3) Hecker, vgl. 2). (4) Dragendorff, Die Heilpfl. d. versch. Völker u. Zeiten, S. 499. (5) Schulz, Wirkg. u. Anwendg. d, dtsch. Arzneipfl., S. 238. (6) Leclerc, Précis de Phytothéraie. S. 153. (7) Heinigkes Handb. der hom. Arzneiwirkungsl., S. 304. (8) Stieger, Z. Physiol. Chem., 89, 245, 1913 (C. C. 1913, II, 1230) (9) O. Geßner, Die Gift- und Arzneipflanzen von Mitteleuropa, S. 223, Heidelberg 1931.)
  7. Verwendung: Verdauungsbeschwerden (… auf Seite Bärwurz (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A B blühende Pflanze. 1 Blüte; 2 reife Frucht; 3 Teilfrüchtchen vom Rücken; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung aus Thomé & Müller (1888); Teil der Pflanze: Wurzel; Art: Me­um a­tha­man­ti­cum Jacq.; Umgangssprachlich: Bärwurz, Haarblättrige Bärwurz, Bärenfenchel, Mutterwurz; Quellenangaben: Boswell u.a., Bd. 4, 1877, S. 141: »In the Highlands, where it grows, the root is eaten, and is esteemed as a carminative and stomachic. The fruits have the same properties, and are aromatic and hot in taste. The whole plant possesses these qualities, and communicates them to milk and butter made from cows feeding on it. A strong infusion of the herb is said to give to cheese the taste and smell of the Swiss schabzieger or chapsegar, which is so highly esteemed. In the genuine cheese it is produced by the pressed flowers or bruised seeds of the Melilotus officinalis.«(Übersetzt: In den Hochlandregionen, wo sie wächst, wird die Wurzel gegessen, die als Karminativum und Magenmittel geschätzt wird. Die Früchte haben die gleichen Eigenschaften, sind aromatisch und scharf im Geschmack. Die ganze Pflanze besitzt diese Eigenschaften und überträgt sie auf Milch und Butter von Kühen, die sich von ihr ernähren. Ein starker Aufguss des Krauts soll dem Käse den Geschmack und Geruch des so geschätzten Schweizer Schabziegers oder Chapsegars verleihen. Beim echten Käse wird er aus den gepressten Blüten oder gequetschten Samen des Melilotus officinalis hergestellt. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com); Anmerkungen: Karminativum = Mittel gegen Blähungen)
  8. Verwendung: Verdauungsbeschwerden (… auf Seite Großer Wiesenknopf (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.); Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis L.): 1 Unterer Teil der Pflanze: Stengelgrund und ein Teils des Wurzelstocks. 2 Oberer Teil der Pflanze mit den Blütenständen. 3 Blüte mit Kelchzipfeln, Blütenstil mit Deckblatt und Vorblatt (5/1). 4 Gleiches im Längsschnitt (10/1). 5 Nuss (6/1)—Abbildung aus Mentz & Ostenfeld (Bd. 2, 1917ff.); Art: Sanguisorba officinalis L.; Umgangssprachlich: Großer Wiesenknopf, Gemeiner Wiesenknopf, Blutkraut, Ruhrkraut, Bibernell und Pimpinell)
  9. Verwendung: Verdauungsbeschwerden (… auf Seite Gemeiner Thymian (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.); Gemeiner Thymian (Thymus pulegioides L.): Gesamte Pflanze mit Pflanzendetails (v.l.n.r): Blatt, Blütenkelch, Blütenkrone (seitlich aufgeschnitten mit 4 Staubblättern) und Zeichnung des 4-kantigen Stengels (i.d.R. auf den Kanten behaart)—Abbildung aus Boswell u.a. (1867); Art: Thymus pulegioides L.; Umgangssprachlich: Gemeiner Thymian, Gewöhnlicher Arznei-Thymian, Arznei-Thymian, Feld-Thymian, Arznei-Feld-Thymian und Echter Quendel)
  10. Verwendung: Verdauungsbeschwerden (… auf Seite Heidelbeere (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; 1. Zweig mit Blüten 2. Längsschnitt der Blüte nach Entfernung der Krone (6/1). 3. Staubbeutel (10/1). 4. Zweig mit 2 reifen Beeren. 5. reife Beere (3/2)—Abbildung aus Mentz & Ostenfeld (Bd. 1, 1917ff.); Teil der Pflanze: unbekannt; Art: Vaccinium myr­til­lus L.; Umgangssprachlich: Heidelbeere, Gemeine Heidelbeere, Blaubeere, Bickbeere, Schwarzbeere; Quellenangaben: Dietrich 2000)
  11. Verwendung: Verdauungsbeschwerden (… auf Seite Echter Ehrenpreis (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.); Echter Ehrenpreis (Veronica officinalis L.): a Blüte mit 4 Blütenblättern, wobei das nach unten am kleinsten ist; 2 Staubblätter und Stempel. b eine ähnliche Blüte vom Blütenboden weggezogen und seitlich betrachtet, die Staubblätter sind an der Blütenspitze angebracht nicht am Stempel. – c Stempel und Früchte vergrößert. d Kelch mit Stempel und unreifer Frucht. – e Same. – f Samenkapsel in natürlicher Größe.—Abbildung aus Palmstruch u.a. (1804); Art: Veronica officinalis L.; Umgangssprachlich: Echter Ehrenpreis, Ehrenpreis, Wald-Ehrenpreis, Köhlerkraut, Grundheil und Wundkraut)
  12. Verwendung: Verdauungsbeschwerden, Verdauungsentzündungen (… auf Seite Gewöhnliche Kreuzblume (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; 1. Einzelne Pflanze, von denen mehrere Schösslinge abgeschnitten sind. 2. Blüte an der Basis mit 3 Hochblättern (3/1). 3. das Schiffchen und die darin enthaltenen Fortpflanzungsorgane (12/1). 4. Staubblatt-Röhre mitsamt der Stempel; zwischen den Klappen liegt eine Staubmasse (28/1); selbige Ansicht wie in Abb. 3. 5. Blick von der Innenseite des Staubblattbündels (28/1). 6 Die Frucht, umgeben von den beiden Kelchblättern (2/1). 7 Reife Früchte (2/1).—Abbildung aus Mentz & Ostenfeld (1917-1923); Teil der Pflanze: oberirdische Pflanzenteile; Art: Po­lyga­la vul­ga­ris L.; Umgangssprachlich: Kreuzblümchen, Milchblume, Natterblume, Ramsel, Gewöhnliche Kreuzblume, Gemeine Kreuzblume; Quellenangaben: spanisches Katalonien (Bonet et al. 1999); Anmerkungen: bei Kindern)

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