Traubeneiche – Quercus petraea

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Deutscher Name: Traubeneiche
Wissensch. Name: Quercus petraea
((Mattuschka) Liebl.)
Weitere deutsche Namen: Wintereiche
Großgruppe: holzige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Fagales / Familie Fagaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Status: Archaeophyt

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • stumpf gelappte Blätter
  • Blätter mit langem Stiel
  • Fruchtstände mit kurzem Stiel
Die Traubeneiche ist ein bis zu 40 m hoher Baum. Der Stamm ist bis zum Wipfel durchgehend und die Krone locker. Blatt: Die Blätter sind stumpf gelappt und haben lange Stiele. Sie sind oval bis verkehrt eiförmig. Die Blattbasis ist keilförmig. Die Blattunterseite ist in der Regel büschelweise behaart. Die Blätter sind zueinander versetzt angeordnet (wechselständig). Sprossachse: Die Borke ist dick, grau-braun und hat tiefe Längsfurchen. Blüte: Es gibt männliche und weibliche Blüten. Die männlichen Blüten sind in langen, herabhängenden "Kätzchen" angeordnet und grüngelb. Die weiblichen Blüten sind deutlich unscheinbarer, leicht rötlich und stehen an der Spitze der jungen Triebe in kurz- bis ungestielten Blütenständen. Frucht: Die einzelnen Nussfrüchte "Eicheln" sind Fruchtständen vereint. Die Fruchtstände haben einen kurzen Stiel.

Bilder


Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Das Blatt ist bis zu 3 cm lang gestielt. Die Seitennerven der Blätter reichen gehen nicht bis in die Buchten. Die Blütenstände sind getrenntgeschlechtlich und einhäusig verteilt. Die Eicheln sind bis zu 3,5 cm lang, grün und mit zunehmender Reife bräunlich. Die Fruchtreife erfolgt im September bis Oktober.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Stieleiche Die Blätter der Stieleiche haben kurze bis keine Stiele. Die Fruchtstände haben lange Stiele.

Biologie: Die Bestäubung der Blüten erfolgt mit dem Wind. Die Früchte werden meist durch kleinere Säugetiere (v. a. Eichelhäher und Eichhörnchen) ausgebreitet. Blütezeit: April - Mai Lebensraum: Trockene bis frische halbschattige Standorte wie Laubmischwälder werden bevorzugt. Verbreitung: Europa, Kaukasus

Mensch und Stadt

Die Traubeneiche ist eine häufige und beliebte Straßen- und Stadtbaumart. Sie ist salz- und immissionstolerant. Auch ihr Potential zur Verbessung der städtischen Luftqualität durch Feinstaubbindung wird diskutiert. Die Kronen und alte Baumstämme der Eichen bieten zahlreichen Tieren (vor allem Vögel und Insekten) einen wichtigen Lebensraum und tragen somit zu der ökologischen Vielfalt in der Stadt bei.

Wissenswertes

  • Giftigkeit oder Verwendung: Das Laub, die Rinde und die Eicheln (besonders unreife) sind für Pferde und Rinder giftig. Die Gerbstoffe aus Eichenrinde wurden zum Gerben von Leder verwendet.
  • Kulturgeschichte: Das Eichenblatt ist ein Symbol der Beständigkeit und der Baum ein Symbol der Langlebigkeit.
  • Die Eichen konnten sich in Wäldern Mitteleuropas meist nur mit Hilfe des Menschen etablieren, da sie sonst durch die Rotbuche verdrängt würden.
  • Die Gerbstoffe in Rinde, Früchten und Blättern werden in der Naturmedizin gegen Entzündungen eingesetzt.
  • In der Wissenschaft wird häufig diskutiert ob Stiel- und Traubeneiche verschiedene Arten sind, da sie sich problemlos kreuzen können und es zahlreiche Übergangsformen gibt.
  • Die allgemein gültige wissenschaftliche Schreibweise auf Deutsch ist Trauben-Eiche, wobei nach der deutschen Rechtschreibung auf den Bindestrich verzichtet werden kann.
  • Sie blüht von April bis Mai. Die Fruchtreife erfolgt im September bis Oktober.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Aas, G., Riedmiller, A.: Laubbäume: Bestimmen - Kennenlernen – Schützen. Gondrom , 2002.
  • Amann, G., Richter, P.: Bäume und Sträucher des Waldes. Neumann, 1962.
  • Forum DIE GRÜNE STADT (2013): Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen. Schwerpunkt - Feinstaub. URL: https://www.die-gruene-stadt.de/baeume-und-pflanzen-lassen-staedte-atmen.pdfx (Abgerufen: 02. August 2018, 10:42 UTC)
  • Böhlmann, D.: Laubbäume: temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt. Patzer, 2015.
  • Mitchell, A.: Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch für Dendrologen und Naturfreunde. Parey , 1975.
  • Quartier, A.: Bäume und Sträucher. BLV Buchverlag GmbH & Co., 1989.
  • Roloff, A.: Bäume in der Stadt. Besonderheiten, Funktion, Nutzen, Arten, Risiken. Verlag Eugen Ulmer, 2013.
  • Seite „Traubeneiche“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13. April 2016, 09:10 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Traubeneiche&oldid=153432421 (Abgerufen: 26. Mai 2016, 15:51 UTC)

An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Alice Kracht