Vogelschutzreservat Flughafensee (Berlin)

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Vogelschutzreservat Flughafensee

Großgruppe: Naturschutzfläche
Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
Ortsangabe: Reinickendorf (Tegel)

Was gibt es hier zu entdecken?
Das Vogelschutzreservat Flughafensee liegt im Uferbereich des künstlich angelegten Flughafensees. Die flachen Kiesgruben und kahlen Sandhänge bieten wichtigen Rückzugsraum für viele seltene Pflanzen- und Tierarten. An den unterschiedlich großen und tiefen Gewässern haben sich zahlreiche Wasservögel, Amphibien, Fische und Insekten angesiedelt. So kann hier der stark gefährdete Flussregenpfeifer beobachtet werden.

Im Gebiet vorkommende holzige Blütenpflanzen
Färber-Ginster – Genista tinctoria, Vogelbeere – Sorbus aucuparia, Schwarzweide – Salix myrsinifolia
Im Gebiet vorkommende Vogelarten
Flussregenpfeifer – Charadrius dubius, Zwergrohrdommel – Ixobrychus minutus, Schilfrohrsänger – Acrocephalus schoenobaenus, Eisvogel – Alcedo atthis, Drosselrohrsänger – Acrocephalus arundinaceus, Braunkehlchen – Saxicola rubetra, Steinschmätzer – Oenanthe oenanthe, Rohrweihe – Circus aeruginosus, Kuckuck – Cuculus canorus, Waldkauz – Strix aluco, Wendehals – Jynx torquilla, Grünspecht – Picus viridis, Kleinspecht – Dendrocopos minor, Pirol – Oriolus oriolus, Rohrschwirl – Locustella luscinioides, Uferschwalbe – Riparia riparia, Heidelerche – Lullula arborea, Sumpfrohrsänger – Acrocephalus palustris, Gelbspötter – Hippolais icterina, Gartengrasmücke – Sylvia borin, Grauschnäpper – Muscicapa striata, Feldsperling – Passer montanus, Baumpieper – Anthus trivialis, Bachstelze – Motacilla alba, Haubentaucher – Podiceps cristatus, Wasserralle – Rallus aquaticus, Neuntöter – Lanius collurio, Teichrohrsänger – Acrocephalus scirpaceus, Gelbspötter – Hippolais icterina, Rohrammer – Emberiza schoeniclus, Schafstelze – Motacilla flava
Im Gebiet vorkommende Amphibien
Knoblauchkröte – Pelobates fuscus, Teichmolch – Lissotriton vulgaris
Beschreibung des Gebietes, Naturdenkmales etc.:
Je nach Wasserstand des Sees ändert sich die Zahl der ansässigen Brutvögel. In besonders trockenen Jahren nimmt die Zahl der brütenden Wasservögel stark ab, da die Flachwasserzonen komplett trocken liegen.
Entstehungsgeschichte:
Der Flughafensee entstand zwischen 1953 bis 1978 durch den Abbau von Sand und Kies als Baggersee.
Nutzungs- und Kulturgeschichte:Im Sommer ist er ein beliebtes Badeziel. Die geschützten Uferbereiche sind durch eine Bojenkette vom Badebetrieb abgegrenzt. Dadurch werden Pflanzen und Tiere vor Störungen geschützt. Das ist ein beispielhafter Kompromiss zwischen Naturschutz und Naherholung. Um den offenen Charakter der Landschaft zu bewahren, wird das Reservat seit 1983 von einer Arbeitsgruppe des NABU Berlin gepflegt. Besonders die nährstoffarmen, sandigen Flächen werden vor Bewuchs geschützt. Einschränkung der Zugänglichkeit:
keine Einschränkung Weitere Informationen und Betreuung:
Das NABU-Freilandlabor Flughafensee bietet ein Angebot für Schulkinder verschiedener Altersstufen.

Bilder

Quellen und Weblinks