Wasserschierling – Cicuta virosa

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Deutscher Name: Wasserschierling
Wissensch. Name: Cicuta virosa
(L.)
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Apiales / Familie Apiaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Berlin: gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • sehr giftig!
  • groß und scharf gesägte Fiedern
  • kugelige Frucht
Der Wasserschierling kann bis zu 1,5 m hoch werden. Blatt: Die Blätter sind zwei- bis dreifach eingeschnitten (gefiedert). Die einzelnen Fiedern sind länglich mit einem scharf gesägten Blattrand. Sprossachse: Der Stängel ist deutlich gerillt, innen hohl und unbehaart. Bei Verletzung tritt gelber Saft aus. Blüte: Die einzelnen, kleinen, weißen Blüten stehen gemeinsam in einem doppeldoldigen Blütenstand. Dabei endet jeder Seitenzweig in einer schirmartige Verzweigung (Dolde), die wiederum mit einer kleineren Dolde endet. Frucht: Die Spaltfrucht ist kugelig und besteht aus zwei Teilfrüchten.

Bilder


Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Wiesen-Kerbel Die Früchte sind schmal, lang und nicht gefurcht.
Wilde Möhre Der Fruchtstand ist nach innen nestartig gekrümmt. Die Einzelfrüchte sind rundlich mit einer borstig-stacheligen Oberfläche.
Gefleckter Schierling Der Stängel ist rötlich gefleckt und kahl. Die ganze Pflanze riecht stark unangenehm. Die Blattabschnitte sind deutlich feiner.

Blütezeit: Juli - August Lebensraum: Feuchte bis nasse Standorte Verbreitung: Mittel- und Nordeuropa, Nordasien

Mensch und Stadt

In der Stadt ist der Wasserschierling an Teichen und in Uferbereichen von stehenden Gewässern zu finden. Er bevorzugt feuchte bis nasse Standorte.

Wissenswertes

  • Giftigkeit oder Verwendung: Achtung! Die Pflanze ist sehr giftig. Bereits geringe Mengen können tödlich sein.
  • Die Blütezeit ist von Juli bis August.
  • Der unterirdische Sproßabschnitt ist knollig verdickt und mit waagerechten Luftkammern durchsetzt. Die sehr giftigen Knollen sind dadurch schwimmfähig.
  • In Teilen Asiens wurde das Gift des Wasserschierlings als Pfeilgift verwendet.
  • Früher wurden die Pflanze äußerlich gegen Schmerzen, Rheuma und Gicht eingesetzt.
  • In der Homöopathie wird der Wasserschierling bei Epilepsie und Hirnhautentzündung verabreicht.
  • Er ist eine mehrjährige Pflanze. Das bedeutet eine Pflanze wird mehrere Jahre alt, blüht jedoch nur einmal und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Eggenberg, Stefan und Möhl, Adrian (2007): Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, 1. Aufl., Bern Stuttgart Wien: Haupt Verlag.
  • Golte-Bechtle, Marianne, Spohn Roland und Spohn Margot (2015): Was blüht denn da? (Kosmos-Naturführer), 2. Aufl., Franckh Kosmos Verlag.
  • Jäger, Eckehart J. (2011): Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland, 20. Aufl., Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
  • Lippert, Wolfgang und Podlech, Dietrich (1993): GU Naturführer Blumen, München: Gräfe und Unzer.
  • Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.
  • Seite „Wasserschierling“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. Dezember 2016, 23:33 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wasserschierling&oldid=160555926 (Abgerufen: 13. März 2017, 13:01 UTC)