Zypressen-Wolfsmilch – Euphorbia cyparissias

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Deutscher Name: Zypressen-Wolfsmilch
Wissensch. Name: Euphorbia cyparissias
(L.)
Weitere deutsche Namen: Dullkraut, Milchkraut, Warzenkraut
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Malpighiales / Familie Euphorbiaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • stark giftig
  • zwei gelbe Hochblätter pro Blüte
  • schmale, nadelähnliche Blätter
Die Zypressen-Wolfsmilch kann bis zu 50 cm hoch werden. Sie produziert giftigen, weißen Milchsaft. Blatt: Die Blätter sind schmal linealisch, dünn und wirken nadelähnlich. Sie sind einzeln und abwechselnd am Stängel angeordnet (wechselständig). Sprossachse: Der Stängel ist blaugrün und dicht beblättert. Blüte: Die kleinen, gelben Blüten sind von zwei größeren, gelben und später rötlichen Hochblättern umgeben. Dadurch täuscht die Pflanze größere Blüten vor und lockt mehr Bestäuber an. Frucht: Die Frucht ist eine Kapsel, die bei Reife in drei Teile zerfällt.

Bilder


Beschreibung

Blütezeit: Mai - September Lebensraum: Trockene, warme und sonnige bis halbschattige Standorte mit kalkhaltigen, nährstoffarmen Böden werden bevorzugt. Verbreitung: Europa, Westasien

Mensch und Stadt

Die Zypressen-Wolfsmilch ist in Trockengebüschen, Heiden und an trockenen Wald- und Wegränder häufig. Sie bevorzugt trockene, warme und sonnige bis halbschattige Standorte mit kalkhaltigen, nährstoffarmen Böden.

Wissenswertes

  • Giftigkeit oder Verwendung: Alle Pflanzenteile enthalten stark giftig Wirkstoffe wie Triterpensaponine sowie Ingenole (Diterpenester), vor allem der Milchsaft. Bei Kontakt mit der Haut oder den Augen kann er zu gefährlichen Entzündungen führen.
  • Der für den Menschen bekannteste Vertreter der Gattung Wolfsmilch ist der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima). Auch sie zeichnet sich durch den giftigen Milchsaft und bunte, die unauffällige kleine Blüten umgebende Hochblätter aus.
  • Sie ist die Hauptnahrungsquelle für die Raupen des in Deutschland gefährdeten Wolfsmilchschwärmers (Hyles euphorbiae). Das durch die Nahrung aufgenommene Gift der Pflanze geht auf die Raupe über und schützt sie in allen Entwicklungsstadien.
  • Sie blüht von Mai bis September.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Eggenberg, Stefan und Möhl, Adrian (2007): Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, 1. Aufl., Bern Stuttgart Wien: Haupt Verlag.
  • Golte-Bechtle, Marianne, Spohn Roland und Spohn Margot (2015): Was blüht denn da? (Kosmos-Naturführer), 2. Aufl., Franckh Kosmos Verlag.
  • Jäger, Eckehart J. (2011): Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland, 20. Aufl., Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
  • Kammer, Peter M. (2016): Pflanzen einfach bestimmen: Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, 1. Aufl., Bern: Haupt Verlag.
  • Lippert, Wolfgang und Podlech, Dietrich (1993): GU Naturführer Blumen, München: Gräfe und Unzer.
  • Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.
  • Seite „Zypressen-Wolfsmilch“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. September 2016, 15:53 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zypressen-Wolfsmilch&oldid=157976965 (Abgerufen: 12. Januar 2017, 10:18 UTC)