(Bild: Arno Littmann, JKI)
Anagallis arvensis, der Acker-Gauchheil gehört zur Familie der Primulaceae (Primelgewächse). Der englische Name ist Scarlet Pimpernel. EPPO-Code ANGAR
Der Rotblühende Acker-Gauchheil tritt häufiger auf als der blaue Anagallis foemina. Dabei gibt es Anagallis arvensis auch in dunkel- oder hellblau. Acker-Gauchheil ist überall zu finden, im Getreidefeld, in Gärten, Weinbergen, an Wegen und auf Schutt. An Boden und Klima stellt er keine besonderen Ansprüche.
Der Acker-Gauchheil ist eine einjährige Pflanze mit kriechendem Wuchs. Die Sprosse können bis 30 cm lang werden. Die Stängel sind vierkantig, die Blätter eiförmig und ganzrandig. Die Blüten sind blassrosa mit dunkelrotem Inneren und weißem Blütengrund. Sie stehen einzeln in den Blattachseln und sind im Durchmesser bis 15 mm groß. Sie sind nur morgens bis zum Mittag geöffnet und sehr lichtempfindlich. Sie schließen sich bei herannahenden Unwetter; daher auch der Name Wetterkraut. Blütezeit ist Mai bis Oktober.
Die Pflanze ist schwach giftig, sie enthält Saponine, vor allem die Wurzel, und wurde früher, der Name deutet darauf hin, gegen Geisteskrankheiten angesetzt: Gauch – Narr.
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Bestand im JKI-Unkrautgarten. (Bild: W. Wohlers, JKI)
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Junge Pflanze, die gerade zu blühen beginnt (Bild: Arno Littmann, JKI)
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Die Blätter sind eiförmig ohne Stiel und stehen gegenständig. (Bild: W. Wohlers, JKI)
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Die oberen Blätter sind schmaler und ebenfalls ganzrandig. (Bild: Arno Littmann, JKI)
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Die Blüten sind blass rosa, nur im Zentrum kräftiger. (Bild: W. Wohlers, JKI)
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Eine Blüte in groß. (Bild: Arno Littmann, JKI)
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Die Samenkapseln sind ganz rund und wirken wie aufgeblasen. (Bild: W. Wohlers, JKI)
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Die Samen sind winzig. (Bild: W. Wohlers, JKI)
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Die Keimblätter sind kurz gestielt und eiförmig. (Bild: W. Wohlers, JKI)
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Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI. August 2011