Gemeine Hainbuche – Carpinus betulus: Unterschied zwischen den Versionen

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|Beschreibung Blatt=Die Blätter wachsen am Zweig versetzt zueinander (wechselständig). Sie sind oval und zugespitzt mit einem doppelt gezähnten Blattrand. Sie wirken wie gefaltet, da die Seitennerven parallel  zueinander sind.
 
|Beschreibung Blatt=Die Blätter wachsen am Zweig versetzt zueinander (wechselständig). Sie sind oval und zugespitzt mit einem doppelt gezähnten Blattrand. Sie wirken wie gefaltet, da die Seitennerven parallel  zueinander sind.
 
|Beschreibung Sprossachse=Die Rinde ist grau, glatt und netzartig gemustert mit geringer Borkenbildung. Die Stammoberfläche ist wellig.
 
|Beschreibung Sprossachse=Die Rinde ist grau, glatt und netzartig gemustert mit geringer Borkenbildung. Die Stammoberfläche ist wellig.
|Beschreibung Blüte=Die hängenden gelb-braunen Blüten sind als „Kätzchen“ bekannt. Dies sind die männlichen Blüten. Die weiblichen Blüten sind unauffällig,  grünlich-weiß und befinden sich am Ende der Triebe.
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|Beschreibung Blüte=Die hängenden gelb-braunen Blüten sind als „Kätzchen“ bekannt. Sie fassen die zahlreichen männlichen Blüten zusammen. Die weiblichen Blüten sind in unauffälligen,  grünlich-weißen Kätzchen zusammengefasst und befinden sich am Ende der Triebe.
 
|Beschreibung Frucht=Die Früchte sind Nüsse, die von eine dreilappigen grünlich-gelben Hülle umgeben sind. Der mittlere Lappen ist deutlich länger.
 
|Beschreibung Frucht=Die Früchte sind Nüsse, die von eine dreilappigen grünlich-gelben Hülle umgeben sind. Der mittlere Lappen ist deutlich länger.
|Beschreibung lang=Blätter bis 11 cm lang
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|Beschreibung lang=Die Blätter sind bis 11 cm lang.
 
Die Blütenstände sind einhäusig verteilt und getrenntgeschlechtlich.
 
Die Blütenstände sind einhäusig verteilt und getrenntgeschlechtlich.
 
|Biologie=Die Bestäubung und die Ausbreitung der Früchte erfolgt mit dem Wind. Die Fruchtreife ist September - Oktober.
 
|Biologie=Die Bestäubung und die Ausbreitung der Früchte erfolgt mit dem Wind. Die Fruchtreife ist September - Oktober.
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|Lebensraum Stadt=Die Hainbuche ist ein häufig in Parkanlagen als Unterstand oder als Heckenbaum zu finden.
 
|Lebensraum Stadt=Die Hainbuche ist ein häufig in Parkanlagen als Unterstand oder als Heckenbaum zu finden.
 
|Wissenswertes 1=Das Holz der Hainbuche ist sehr schwer und gehört zu den härtesten heimische Hölzern.
 
|Wissenswertes 1=Das Holz der Hainbuche ist sehr schwer und gehört zu den härtesten heimische Hölzern.
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|Wissenswertes 2=Die Hainbuche ist sehr schattentolerant, weshalb sie auch im Unterstand der älteren Parkanlagen der Stadt verwendet werden kann.
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|Wissenswertes 3=Die Baumart eignet sich besonders gut zur Lärmminderung innerhalb der Stadt.
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|Wissenswertes Verwendung=Die Inhaltsstoffe der Blätter sind wundheilend und entzündungshemmend.
 
|Wissenswertes Namensherkunft=Der Name Hainbuche oder Hagebuche kann auf das Wort "Hag" zurüchgeführt werden, was "Hecke" bedeutet und auf die häufige Nutzung dieser Art hindeutet. Das lateinische Artepitheton "betulus" weist auf die Ähnlichkeit mit der Hängebirke (Betula pendula) hin.
 
|Wissenswertes Namensherkunft=Der Name Hainbuche oder Hagebuche kann auf das Wort "Hag" zurüchgeführt werden, was "Hecke" bedeutet und auf die häufige Nutzung dieser Art hindeutet. Das lateinische Artepitheton "betulus" weist auf die Ähnlichkeit mit der Hängebirke (Betula pendula) hin.
 
|Artikelautoren=Alice Kracht
 
|Artikelautoren=Alice Kracht

Version vom 14. Juni 2016, 15:24 Uhr

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Deutscher Name: Gemeine Hainbuche
Wissensch. Name: Carpinus betulus
(Linnaeus, L.)
Weitere deutsche Namen: Weißbuche,Hagebuche, Hornbaum
Großgruppe: holzige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Fagales / Familie Betulaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Status: Archäophyt

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • Blätter wirken wie gefaltet
  • Nüsse mit einer dreilappigen Hülle
Die Hainbuche kann eine Höhe von 30 m erreichen und hat eine schirmartige breite Krone. Blatt: Die Blätter wachsen am Zweig versetzt zueinander (wechselständig). Sie sind oval und zugespitzt mit einem doppelt gezähnten Blattrand. Sie wirken wie gefaltet, da die Seitennerven parallel zueinander sind. Sprossachse: Die Rinde ist grau, glatt und netzartig gemustert mit geringer Borkenbildung. Die Stammoberfläche ist wellig. Blüte: Die hängenden gelb-braunen Blüten sind als „Kätzchen“ bekannt. Sie fassen die zahlreichen männlichen Blüten zusammen. Die weiblichen Blüten sind in unauffälligen, grünlich-weißen Kätzchen zusammengefasst und befinden sich am Ende der Triebe. Frucht: Die Früchte sind Nüsse, die von eine dreilappigen grünlich-gelben Hülle umgeben sind. Der mittlere Lappen ist deutlich länger.

Bilder


Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Die Blätter sind bis 11 cm lang. Die Blütenstände sind einhäusig verteilt und getrenntgeschlechtlich. Biologie: Die Bestäubung und die Ausbreitung der Früchte erfolgt mit dem Wind. Die Fruchtreife ist September - Oktober. Blütezeit: Mai - Juni Lebensraum: Frische bis feuchte halbschattige Standorte wie Laubmischwälder und Hecken. Verbreitung: Europa, Kaukasus, Kleinasien, Nordiran.

Mensch und Stadt

Die Hainbuche ist ein häufig in Parkanlagen als Unterstand oder als Heckenbaum zu finden.

Wissenswertes

  • Name: Der Name Hainbuche oder Hagebuche kann auf das Wort "Hag" zurüchgeführt werden, was "Hecke" bedeutet und auf die häufige Nutzung dieser Art hindeutet. Das lateinische Artepitheton "betulus" weist auf die Ähnlichkeit mit der Hängebirke (Betula pendula) hin.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Die Inhaltsstoffe der Blätter sind wundheilend und entzündungshemmend.
  • Das Holz der Hainbuche ist sehr schwer und gehört zu den härtesten heimische Hölzern.
  • Die Hainbuche ist sehr schattentolerant, weshalb sie auch im Unterstand der älteren Parkanlagen der Stadt verwendet werden kann.
  • Die Baumart eignet sich besonders gut zur Lärmminderung innerhalb der Stadt.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Aas, G., Riedmiller, A.: Laubbäume: Bestimmen - Kennenlernen – Schützen. Gondrom , 2002.
  • Böhlmann, D.: Laubbäume: temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt. Patzer, 2015.
  • Quartier, A.: Bäume und Sträucher. BLV Buchverlag GmbH & Co., 1989.
  • Roloff, A.: Bäume in der Stadt. Besonderheiten, Funktion, Nutzen, Arten, Risiken. Verlag Eugen Ulmer, 2013.
  • Seite „Hainbuche“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. April 2016, 06:18 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hainbuche&oldid=153278335 (Abgerufen: 3. Mai 2016, 10:34 UTC)

An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Alice Kracht

Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Gemeine Hainbuche – Carpinus betulus (Zuletzt geändert:
Dieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
5 März 2019 13:27:30). Abgerufen am 4. April 2025, 15:34 von https://offene-naturfuehrer.de/web/Gemeine_Hainbuche_–_Carpinus_betulus