Echte Hundszunge – Cynoglossum officinale: Unterschied zwischen den Versionen

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|Interaktion Mensch=Sie profitiert von der Nährstoffanreicherung der Böden in der Stadt und kann sich daher gut vermehren.
 
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|Wissenswertes Giftigkeit oder Verwendung=Die Pflanze enthält krebserregende Substanzen und sollte nicht wie früher als Arzneipflanze verwendet werden.
 
|Wissenswertes Giftigkeit oder Verwendung=Die Pflanze enthält krebserregende Substanzen und sollte nicht wie früher als Arzneipflanze verwendet werden.
|Wissenswertes 1=Die Teilfrüchte der Hundszunge haben eine widerhakig-stachelige Oberfläche. Sie funktioniert wie ein Klettverschluss, die Früchte bleiben am Fell von Tieren hängen und werden verbreitet.
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|Wissenswertes 1=Die Teilfrüchte der Hundszunge haben eine widerhakig-stachelige Oberfläche. Sie funktionieren wie ein Klettverschluss, bleiben am Fell von Tieren hängen und werden so ausgebreitet.
 
|Wissenswertes 2=Während der Blütenentwicklung vollzieht sich ein Farbwechsel von dunkelrot nach dunkelviolett. Die Ursache ist die Veränderung des pH-Wertes in der Blüte. Der pH-Wert nimmt im Laufe der Zeit zu und das Milieu in den Blütenzellen wird immer basischer.
 
|Wissenswertes 2=Während der Blütenentwicklung vollzieht sich ein Farbwechsel von dunkelrot nach dunkelviolett. Die Ursache ist die Veränderung des pH-Wertes in der Blüte. Der pH-Wert nimmt im Laufe der Zeit zu und das Milieu in den Blütenzellen wird immer basischer.
 
|Wissenswertes 3=Sie blüht von Mai bis Juli.
 
|Wissenswertes 3=Sie blüht von Mai bis Juli.

Version vom 11. November 2019, 18:57 Uhr

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Deutscher Name: Echte Hundszunge
Wissensch. Name: Cynoglossum officinale
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Boraginales / Familie Boraginaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Einheimisch

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • giftig
  • stark behaart
  • violette und rote Blüten
Die Gewöhnliche Hundszunge kann bis zu einen Meter hoch werden. Blatt: Die Blätter sind derb, dicht behaart und wirken daher graugrün. Sie sind einzeln und abwechselnd angeordnet (wechselständig). Sie scheinen direkt aus der Erde zu kommen (grundständig) oder sitzen am Stängel. Sprossachse: Der Stängel ist aufrecht und kräftig. Er kann einen Durchmesser von bis zu einem Zentimeter haben. Er ist kantig, locker zottig behaart und dicht beblättert. Blüte: Die Blüten haben fünf Blütenblätter. Sie stehen in langen aufrechten Blütenständen, die anfangs eingerollt sind. Die Blütenfarbe ändert sich im Laufe der Zeit von dunkelrot zu dunkelviolett. In der Blütenmitte sind fünf wulstige Schuppen. Frucht: Die Früchte bestehen aus vier Klausen. Klausen sind Früchte, die nach der Reifung in mehrere Teile zerfallen.

Bilder


Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Gebräuchliche Ochsenzunge Die Gebräuchliche Ochsenzunge hat bläulichere Blüten mit einer deutlich hellen Blütenmitte. Die Laubblätter sind grün.

Blütezeit: Mai - Juli Lebensraum: Trockene, sonnige und nährstoffreiche Standorte mit Sandböden werden bevorzugt. Verbreitung: Europa, Westasien

Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

In der Stadt kommt die Hundszunge häufig an Wegrändern, auf Schuttplätzen und auf Bahngeländen vor.

Sie profitiert von der Nährstoffanreicherung der Böden in der Stadt und kann sich daher gut vermehren.

Wissenswertes

  • Giftigkeit oder Verwendung: Die Pflanze enthält krebserregende Substanzen und sollte nicht wie früher als Arzneipflanze verwendet werden.
  • Die Teilfrüchte der Hundszunge haben eine widerhakig-stachelige Oberfläche. Sie funktionieren wie ein Klettverschluss, bleiben am Fell von Tieren hängen und werden so ausgebreitet.
  • Während der Blütenentwicklung vollzieht sich ein Farbwechsel von dunkelrot nach dunkelviolett. Die Ursache ist die Veränderung des pH-Wertes in der Blüte. Der pH-Wert nimmt im Laufe der Zeit zu und das Milieu in den Blütenzellen wird immer basischer.
  • Sie blüht von Mai bis Juli.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Golte-Bechtle, Marianne, Spohn Roland und Spohn Margot (2015): Was blüht denn da? (Kosmos-Naturführer), 2. Aufl., Franckh Kosmos Verlag.
  • Needon, Christoph und Petermann, Johannes (1991): Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig Jena Berlin: Urania-Verlag.
  • Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.
  • Seite „Gewöhnliche Hundszunge“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. November 2016, 11:36 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gew%C3%B6hnliche_Hundszunge&oldid=160118562 (Abgerufen: 15. Dezember 2016, 16:39 UTC)
  • Seite „Zerfallfrucht“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15. November 2015, 18:25 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zerfallfrucht&oldid=148071942 (Abgerufen: 20. Januar 2017, 15:42 UTC)
Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Echte Hundszunge – Cynoglossum officinale (Zuletzt geändert:
Dieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
7 Dezember 2020 12:47:49). Abgerufen am 4. April 2025, 15:36 von https://offene-naturfuehrer.de/web/Echte_Hundszunge_–_Cynoglossum_officinale