Rothalsbock – Stictoleptura rubra: Unterschied zwischen den Versionen

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|Wissenschaftlicher Name=Stictoleptura rubra
 
|Wissenschaftlicher Name=Stictoleptura rubra
 
|Weiterer häufiger deutscher Name=Gemeiner Bockkäfer, Roter Halsbock
 
|Weiterer häufiger deutscher Name=Gemeiner Bockkäfer, Roter Halsbock
|Besondere Merkmale=- Unterscheidung Männchen/Weibchen
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|Wissenschaftliche Autoren=Linnaeus, 1758
Weibchen:
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|Wissenschaftliche Synonyme=Leptura rubra, Corymbia rubra, Aredolpona rubra
-10-20mm lang
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|Ordnung=Käfer (Coleoptera)
- Flügeldecken und der Halsschild leuchtend rotbraun
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|Familie=Bockkäfer (Cerambycidae)
- Kopf schwarz
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|Gattung=Stictoleptura
- Fühler mittellang und schwach gesägt
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|Besondere Merkmale=*gesägte, lange Fühler
- „gedrungene Körperform“
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|Beschreibung kurz=Der Rothalsbock weist deutliche Geschlechtsunterschiede auf.
Männchen:
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|Beschreibung Männchen=Die Männchen sind kleiner und schmaler. Die Flügeldecken sind oft ocker-gelb. Das Halsschild ist glänzend schwarz.
- Färbung variiert
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|Beschreibung Weibchen=Die Weibchen haben rotbraune Flügeldecken. Das Halsschild und der Kopf sind schwarz.
- Flügeldecken ockergelb
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|Beschreibung lang=Die Weibchen sind größer, gedrungener gebaut und besitzen kürzere und schwächer gesägte Fühler als die Männchen. Diese sind zudem kleiner und schmaler gebaut. Die Größe kann 10-20 mm betragen. Der Käfer ist leicht mit Vertretern ähnlicher Arten zu verwechseln.
- Halsschild ganz oder teilweise schwarz
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|Lebensweise und Fortpflanzung=Die ausgewachsenen Käfer suchen Totholz und Baumstümpfe von Nadelholz zur Eiablage auf. Die Larven entwickeln sich dort nach dem Schlupf zwei Jahre bis zum fertigen Imago. Sie treten dann von Mai/Juni bis September auf.
- Fühler stärker gesägt
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|Bild 1=File:Stictoleptura rubra W 070709.jpg
- kleiner und schlanker als Weibchen
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|Bild 1 Kategorie=Weibchen
|Beschreibung kurz=Der Rothalsbock ist ein Käfer aus der Familie der Bockkäfer. Es gibt äußerliche Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen, der Käfer ist leicht mit Vertretern ähnlicher Arten zu verwechseln.
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|Bild 1 Urheber und Lizenz=Rainer Altenkamp, CC-BY-SA-3.0
|Bild 1=File:Stictoleptura_rubra_male_Richard_Bartz.jpg
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|Bild 2=File:Stictoleptura rubra male Richard Bartz.jpg
|Bild 1 Kategorie=Männchen
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|Bild 2 Kategorie=Männchen
|Bild 1 Urheber und Lizenz=Autor: Richard Bartz, Munich aka Makro Freak https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stictoleptura_rubra_male_Richard_Bartz.jpg
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|Bild 2 Urheber und Lizenz=Richard Bartz, CC BY-SA 2.5
|Bild 2=File:Leptura_rubra_female_Richard_Bartz.jpg
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|Rote Liste Berlin=nicht gefährdet
|Bild 2 Kategorie=Weibchen
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|Lebensraum Stadt=Der Rothalsbock ist häufig auf waldnahen Wiesen, sowie in Lichtungen auf Dolden- und Korbblütengewächsen anzutreffen. Häufig befinden sie sich auf Totholz, wie z.B. auf Baumstümpfen.
|Bild 2 Urheber und Lizenz=Autor: Richard Bartz, Munich aka Makro Freak https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Leptura_rubra_female_Richard_Bartz.jpg
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|Interaktion Mensch=Die Larven können in Holzhäusern große Schäden anrichten, da sie sich von Holz ernähren.
|Lebensraum Stadt=Die Tiere sind häufig auf waldnahen Wiesen, sowie in Lichtungen auf Dolden- und Korbblütengewächsen. Häufig befinden sie sich auf Totholz, wie Baumstumpfen und Nadelhölzern.
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|Wissenswertes 1=Früher war er ein Schädling in Telegrafenmasten.
|Interaktion Mensch=Die Larven können in Holzhäusern große Schäden anrichten, da sie sich xylobiont ernähren.
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|Wissenswertes 2=Durch Reiben des Halsschilds an der Mittelbrust werden knarrende Töne erzeugt, die vermutlich zur Partnerfindung genutzt werden.
|Wissenswertes Herkunft=Der Rothalsbock kommt vermehrt in Europa, Nordafrika, Asien und Sibirien vor. In Nordamerika wurde der Käfer eingeschleppt.
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|Wissenswertes 3=Der ausgewachsene Käfer ernährt sich von Pollen und Blütenteilen, wie Staubgefäßen, Stempeln und Blütenblättern von Dolden- oder Korbblütengewächsen.
|Wissenswertes 1=Der Rothalsbock ernährt sich von Pollen und Blütenteilen, wie Staubgefäßen, Stempeln und Blütenblättern von Dolden- oder Korbblütengewächsen.
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|Wissenswertes 4=Die Larven entwickeln sich dort nach dem Schlüpfen zwei Jahre bis zum fertigen Käfer.
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|Wissenswertes 5=Die Larven treten von Mai/Juni bis September auf.
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|Quellen=*Seite „Rothalsbock“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. Februar 2017, 15:41 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rothalsbock&oldid=162939162 (Abgerufen: 8. Dezember 2017, 12:53 UTC)
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*Natur in NRW - Rothalsbock (A.Steiner: https://www.natur-in-nrw.de/HTML/Tiere/Insekten/Kaefer/Cerambycidae/TK-1464.html (Abgerufen: 8. Dezember 2017)
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*Insektenbox - Rothalsbock (W. Funk): http://www.insektenbox.de/kaefer/rothal.htm (Abgerufen: 8. Dezember 2017)
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*W. Dierl „Welcher Käfer ist das? – Die häufigsten Arten Mitteleuropas“, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 2001
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*W. Willner „Taschenlexikon der Käfer Mitteleuropas- die wichtigsten Arten im Portrait“, Quelle & Meyer Verlag GmbH & Co, 1. Auflage 2013
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*K.W. Harde, F. Severa „Der Kosmos Käferführer“, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 2014
 
|Link zu Wikipedia=https://de.wikipedia.org/wiki/Rothalsbock
 
|Link zu Wikipedia=https://de.wikipedia.org/wiki/Rothalsbock
 
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Aktuelle Version vom 10. Dezember 2020, 10:43 Uhr

Mit Formular bearbeiten
Deutscher Name: Rothalsbock
Wissensch. Name: Stictoleptura rubra
(Linnaeus, 1758)
Weitere deutsche Namen: Gemeiner Bockkäfer, Roter Halsbock
Wissensch. Synonyme: Leptura rubra, Corymbia rubra, Aredolpona rubra
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Käfer (Coleoptera) / Familie Bockkäfer (Cerambycidae)
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • gesägte, lange Fühler
Der Rothalsbock weist deutliche Geschlechtsunterschiede auf. Die Männchen sind kleiner und schmaler. Die Flügeldecken sind oft ocker-gelb. Das Halsschild ist glänzend schwarz. Die Weibchen haben rotbraune Flügeldecken. Das Halsschild und der Kopf sind schwarz.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Die Weibchen sind größer, gedrungener gebaut und besitzen kürzere und schwächer gesägte Fühler als die Männchen. Diese sind zudem kleiner und schmaler gebaut. Die Größe kann 10-20 mm betragen. Der Käfer ist leicht mit Vertretern ähnlicher Arten zu verwechseln.

Lebensweise und Fortpflanzung: Die ausgewachsenen Käfer suchen Totholz und Baumstümpfe von Nadelholz zur Eiablage auf. Die Larven entwickeln sich dort nach dem Schlupf zwei Jahre bis zum fertigen Imago. Sie treten dann von Mai/Juni bis September auf.

Mensch und Stadt

Der Rothalsbock ist häufig auf waldnahen Wiesen, sowie in Lichtungen auf Dolden- und Korbblütengewächsen anzutreffen. Häufig befinden sie sich auf Totholz, wie z.B. auf Baumstümpfen.

Die Larven können in Holzhäusern große Schäden anrichten, da sie sich von Holz ernähren.

Wissenswertes

  • Früher war er ein Schädling in Telegrafenmasten.
  • Durch Reiben des Halsschilds an der Mittelbrust werden knarrende Töne erzeugt, die vermutlich zur Partnerfindung genutzt werden.
  • Der ausgewachsene Käfer ernährt sich von Pollen und Blütenteilen, wie Staubgefäßen, Stempeln und Blütenblättern von Dolden- oder Korbblütengewächsen.
  • Die Larven entwickeln sich dort nach dem Schlüpfen zwei Jahre bis zum fertigen Käfer.
  • Die Larven treten von Mai/Juni bis September auf.

Quellen, Literatur, Weblinks

Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Rothalsbock – Stictoleptura rubra (Zuletzt geändert:
Dieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
10 Dezember 2020 08:43:17). Abgerufen am 4. April 2025, 15:23 von https://offene-naturfuehrer.de/web/Rothalsbock_–_Stictoleptura_rubra