Hain-Bänderschnecke – Cepaea nemoralis: Unterschied zwischen den Versionen

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|Wissenschaftlicher Name=Cepaea nemoralis
 
|Wissenschaftlicher Name=Cepaea nemoralis
 
|Weiterer häufiger deutscher Name=Schwarzmündige Bänderschnecke
 
|Weiterer häufiger deutscher Name=Schwarzmündige Bänderschnecke
|Besondere Merkmale=Die Öffnung des Gehäuses, die „Lippe“, ist fast immer schwarz oder dunkel braun, was auch das Unterscheidungsmerkmal zur nahen verwandten Weißmündigen Bänderschnecke ist.
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|Sonstige deutsche Namen=Hain-Schnirkelschnecke
|Beschreibung kurz=Die Schwarzmündige Bänderschnecke gehört hinsichtlich ihrer Färbung zu den variabelsten heimischen Landschnecken. So variieren die Gehäusegrundfarben von knalligem gelb über braun und rot bis hin zu einem braunviolett. Meist verlaufen dunkel braune oder fast schwarze spiralige Bänder auf dem Gehäuse.
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|Wissenschaftliche Autoren=Linnaeus, 1758
|Lebensraum Stadt=Die Schwarzmündige Bänderschnecke ist weit verbreitet.
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|Ordnung=Pulmonata
Man findet sie in Gärten, Parks, auf Friedhöfen, aber auch in lichten Wäldern, Gebüschen oder Heckenreihen.
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|Familie=Helicidae
|Wissenswertes 1=Sie ist zwittrig und meist nachtaktiv.
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|Gattung=Cepaea
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|Besondere Merkmale=*meist brauner Rand der Gehäuseöffnung
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*Gehäuse oft mit dunkelbraunen Bändern
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|Beschreibung kurz=Das Gehäuse der Hain-Bänderschnecke ist gedrückt rundlich. Die Grundfarbe variiert von knalligem gelb über braun und rot bis hin zu einem braunviolett. Meist verlaufen dunkelbraune oder fast schwarze spiralige Bänder auf dem Gehäuse. Die Bänder können auch zu breiten Flächen verschmolzen sein. Der verdickte Rand der Gehäuseöffnung (Lippe) ist fast immer schwarz oder braun. Der Weichkörper ist gelb, grau oder bräunlich.
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|Beschreibung lang=Das gedrückt rundliche Gehäuse ist etwa 2 bis 2,5 cm breit und hoch.
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|Lebensweise und Fortpflanzung=Sie ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenen oder verrotteten Pflanzenteilen, aber auch von frischen Pflanzen und Pilzen.
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|Verwechslungsart 1 Name=[[Garten-Bänderschnecke – Cepaea hortensis|Garten-Bänderschnecke]]
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|Verwechslungsart 1 Unterschiede=Der Rand der Gehäuseöffnung ist meist weißlich. Sie ist in Berlin wesentlich seltener anzutreffen.
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|Bild 1=File:Cepaea nemoralis (Mad Max).jpg
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|Bild 1 Beschreibung=Hain-Bänderschnecke
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|Bild 1 Urheber und Lizenz=Mad Max, CC BY-SA 3.0
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|Bild 2=File:Cepaea_nemoralis_(Linnaeus_1758).jpg
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|Bild 2 Beschreibung=Hain-Bänderschnecke
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|Bild 2 Urheber und Lizenz=Michael Gäbler, CC BY 3.0
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|Bild 3=File:Cepaea nemoralis 2.jpg
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|Bild 3 Beschreibung=zwei Hain-Bänderschnecken
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|Bild 3 Urheber und Lizenz=A. Abrahami, CC BY 3.0
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|Bundesland=ganz Deutschland
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|Rote Liste Berlin=nicht gefährdet
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|Rote Liste Deutschland=nicht gefährdet
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|Lebensraum Stadt=Die Hain-Bänderschnecke ist weit verbreitet und sehr häufig in Städten zu finden. Sie lebt bevorzugt in Gärten, Parks und auf Friedhöfen. Sie kommt aber auch in lichten Wäldern, Gebüschen oder Heckenreihen vor.
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|Wissenswertes 1=Die Hain-Bänderschnecke erreicht ein Alter von bis zu acht Jahren.
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|Wissenswertes 2=Sie ernährt sich hauptsächlich von abgestorbenen oder verrotteten Pflanzenteilen.
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|Wissenswertes 3=Die Jungschnecken schlüpfen als fertige kleine Tiere aus den Eiern. Das Gehäuse ist dann meist knapp drei Millimeter groß.
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|Wissenswertes 4=Oft findet man Trümmer ihres Gehäuses auf Steinen oder Baumstümpfen. Dies sind sogenannte Drosselschmieden, an denen Drosseln und andere Singvögel Schneckengehäuse zertrümmern, um an deren Inhalt zu gelangen.
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|Wissenswertes 5=Sie ist wie alle Landlungenschnecken ein Zwitter, das heißt sie hat männliche und weibliche Geschlechtsmerkmale.
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|Quellen=*Wiese, Vollrath: Die Landschnecken Deutschlands. Finden – Erkennen – Bestimmen. Wiebelsheim: Quelle & Meyer (2014)
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*Seite „Hain-Bänderschnecke“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. August 2017, 13:50 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hain-B%C3%A4nderschnecke&oldid=168148280 (Abgerufen: 18. September 2017, 10:02 UTC)
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*Nordsieck, Robert: Die lebende Welt der Weichtiere. Bänderschnecken. URL: http://www.weichtiere.at/Schnecken/land.html?/Schnecken/land/baender.html (Abgerufen: 18. September 2017)
 
|Link zu Wikipedia=https://de.wikipedia.org/wiki/Hain-Bänderschnecke
 
|Link zu Wikipedia=https://de.wikipedia.org/wiki/Hain-Bänderschnecke
 
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Aktuelle Version vom 10. Dezember 2020, 10:45 Uhr

Mit Formular bearbeiten
Deutscher Name: Hain-Bänderschnecke
Wissensch. Name: Cepaea nemoralis
(Linnaeus, 1758)
Weitere deutsche Namen: Schwarzmündige Bänderschnecke,Hain-Schnirkelschnecke
Großgruppe: Weichtiere
Taxonomie: Ordnung Pulmonata / Familie Helicidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • meist brauner Rand der Gehäuseöffnung
  • Gehäuse oft mit dunkelbraunen Bändern
Das Gehäuse der Hain-Bänderschnecke ist gedrückt rundlich. Die Grundfarbe variiert von knalligem gelb über braun und rot bis hin zu einem braunviolett. Meist verlaufen dunkelbraune oder fast schwarze spiralige Bänder auf dem Gehäuse. Die Bänder können auch zu breiten Flächen verschmolzen sein. Der verdickte Rand der Gehäuseöffnung (Lippe) ist fast immer schwarz oder braun. Der Weichkörper ist gelb, grau oder bräunlich.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Das gedrückt rundliche Gehäuse ist etwa 2 bis 2,5 cm breit und hoch.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Garten-Bänderschnecke Der Rand der Gehäuseöffnung ist meist weißlich. Sie ist in Berlin wesentlich seltener anzutreffen.


Lebensweise und Fortpflanzung: Sie ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenen oder verrotteten Pflanzenteilen, aber auch von frischen Pflanzen und Pilzen.

Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

Die Hain-Bänderschnecke ist weit verbreitet und sehr häufig in Städten zu finden. Sie lebt bevorzugt in Gärten, Parks und auf Friedhöfen. Sie kommt aber auch in lichten Wäldern, Gebüschen oder Heckenreihen vor.

Wissenswertes

  • Die Hain-Bänderschnecke erreicht ein Alter von bis zu acht Jahren.
  • Sie ernährt sich hauptsächlich von abgestorbenen oder verrotteten Pflanzenteilen.
  • Die Jungschnecken schlüpfen als fertige kleine Tiere aus den Eiern. Das Gehäuse ist dann meist knapp drei Millimeter groß.
  • Oft findet man Trümmer ihres Gehäuses auf Steinen oder Baumstümpfen. Dies sind sogenannte Drosselschmieden, an denen Drosseln und andere Singvögel Schneckengehäuse zertrümmern, um an deren Inhalt zu gelangen.
  • Sie ist wie alle Landlungenschnecken ein Zwitter, das heißt sie hat männliche und weibliche Geschlechtsmerkmale.

Quellen, Literatur, Weblinks

Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Hain-Bänderschnecke – Cepaea nemoralis (Zuletzt geändert:
Dieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
10 Dezember 2020 08:45:11). Abgerufen am 4. April 2025, 15:28 von https://offene-naturfuehrer.de/web/Hain-Bänderschnecke_–_Cepaea_nemoralis