Echter Steinklee – Melilotus officinalis: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 7. Dezember 2020, 16:09 Uhr
Deutscher Name: | Echter Steinklee |
Wissensch. Name: | Melilotus officinalis ((L.) Pall.) |
Weitere deutsche Namen: | Gelber Steinklee |
Großgruppe: | krautige Blütenpflanzen |
Taxonomie: | Ordnung Fabales / Familie Fabaceae |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Rote Liste Deutschland: | nicht gefährdet |
Rote Liste Berlin: | nicht gefährdet |
Status: | Archäophyt |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
Besondere Merkmale:
Der Echte Steinklee kann 30 bis 100 Zentimeter groß werden. Blatt: Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Sie wachsen einzeln und abwechselnd am Stängel (wechselständig). Die Blattspreite hat drei gestielte Teilblättchen (unpaarig gefiedert). Die einzelnen Teilblättchen sind länglich oval und am Rand gezähnt. Sprossachse: Der Stängel ist aufrecht und häufig zahlreich verzweigt. Blüte: Die Blüten sind gelb und stehen in sehr langen und schmalen Blütenständen. Die einzelne Blüte hat nur eine Spiegelachse (Spiegelsymmetrie), sie bildet eine typische Schmetterlingsblüte. Sie besteht aus fünf Blättern (Kronblätter). Das große, obere Kronblatt ist die Fahne und steht nach oben ab. Die zwei kleineren seitlichen Kronblätter sind die Flügel. Die zwei unteren Blätter bilden ein hohles Schiffchen, das die Staubbeutel und Stempel umgibt. Frucht: Die kahlen Hülsenfrüchte sind rundlich bis eiförmig. Sie sind querrunzelig und im reifen Zustand braun.
- schwach giftig
- gelbe Blüten
- dreizählige Blätter
Bilder
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Beschreibung
Verwechslungsmöglichkeiten:
Weißer Steinklee | Der Weiße Steinklee hat weiße Blüten. Beide Pflanzen kommen häufig zusammen vor. |
Biologie: Bestäuber der Blüten sind Bienen und Schwebfliegen. Die Früchte werden durch den Wind und möglicherweise auch durch den Menschen ausgebreitet. Blütezeit: Juni bis September Lebensraum: Trockene und warme Standorte auf nährstoffarmen, sandigen Böden werden bevorzugt. Verbreitung: Die Heimat des Gelben Steinklees ist Mitteleuropa und Asien. Er wurde aber auch in Nordamerika, Australien und Afrika eingebürgert.
Mensch und Stadt
Der Echte Steinklee bevorzugt trockene und warme Standorte mit kalkreichen Böden. In der Stadt findet man ihn häufig an Wegen, auf Dämmen, an Schuttplätzen und Bähngelände und auf Brachflächen.
Wissenswertes
- Name: Der Gattungsname Melilotus setzt sich aus den griechischen Wörtern meli= Honig und lotus= Klee zusammen. Er bezieht sich auf die nach Honig duftenen, sehr nektarreichen Blüten.
- Giftigkeit oder Verwendung: Die Pflanze ist schwach giftig. Ein Tee aus getrockneten Blüten wirkt gefäßerweiternd und hilft bei Venenleiden und Blutergüssen. Eine Überdosierung führt zu Kopfschmerzen. Früher wurde die Pflanze als Mittel gegen Motten verwendet.
- Beim Verwelken und Trocknen der Pflanze wird Cumarin freigesetzt, das nach Heu und Waldmeister duftet.
- Die Blütezeit ist von Juni bis September.
- Die Bestäuber der Blüten sind Bienen und Schwebfliegen.
- Die Früchte werden durch den Wind und möglicherweise auch durch den Menschen ausgebreitet.
Quellen, Literatur, Weblinks
- Kammer, Peter M. (2016): Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen. Bern: Haupt Verlag.
- Spohn, Margot, Golte-Bechtle, Marianne, Spohn, Roland (2015): Was blüht denn da? Stuttgart: Franck-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG.
- Seite „Gelber Steinklee“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 1. März 2018, 22:09 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gelber_Steinklee&oldid=174526487 (Abgerufen: 22. März 2018, 10:38 UTC)
- http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=3660&