Rothalsbock – Stictoleptura rubra
Deutscher Name: | Rothalsbock |
Wissensch. Name: | Stictoleptura rubra |
Weitere deutsche Namen: | Gemeiner Bockkäfer, Roter Halsbock |
Wissensch. Synonyme: | Leptura rubra, Corymbia rubra, Aredolpona rubra |
Großgruppe: | Insekten |
Taxonomie: | Ordnung Käfer (Coleoptera) / Familie Bockkäfer (Cerambycidae) |
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Inhaltsverzeichnis
Merkmale
- deutliche Geschlechtsunterschiede
- Männchen ocker-gelb, Weibchen rotbraun
- gesägte, lange Fühler
Bilder
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Beschreibung
Ausführliche Beschreibung: Der Rothalsbock weist deutliche Geschlechtsunterschiede auf. Die Weibchen sind rotbraun an Flügeldecken und Halsschild eingefärbt und der Kopf ist schwarz. Sie sind größer, gedrungener gebaut und besitzen kürzere und schwächer gesägte Fühler als die Männchen. Diese sind zudem kleiner und schmaler gebaut. Flügeldecken des Männchens sind oft ockergelb, können farblich aber auch variieren und das Halsschild ist glänzend schwarz. Die Größe kann 10-20mm betragen. Der Käfer ist leicht mit Vertretern ähnlicher Arten zu verwechseln.
Lebensweise und Fortpflanzung: Der Rothalsbock ernährt sich von Pollen und Blütenteilen, wie Staubgefäßen, Stempeln und Blütenblättern von Dolden- oder Korbblütengewächsen. Die Männchen halten sich auf Blüten von Doldengewächsen auf, Weibchen hingegen findet man eher am Brutholz. Die ausgewachsenen Käfer suchen Totholz und Baumstümpfe von Nadelholz zur Eiablage auf. Die Larven entwickeln sich dort nach dem Schlupf 2 Jahre bis zum fertigen Imago. Sie treten dann von Mai/Juni bis September auf.
Lebensraum: Die Tiere sind häufig auf waldnahen Wiesen, sowie in Lichtungen auf Dolden- und Korbblütengewächsen. Häufig befinden sie sich auf Totholz, wie Baumstumpfen und Nadelhölzern.
Verbreitung: Der Rothalsbock kommt in vielen Teilen Europas, Nordafrikas und Asiens bis Sibirien vor. In Nordamerika wurde die Art eingeschleppt. Man findet sie sowohl im Tiefland als auch im Gebirge.
Mensch und Stadt
Die Larven können in Holzhäusern große Schäden anrichten, da sie sich davon ernähren.
Wissenswertes
- Früher war die Art ein Schädling in Telegrafenmasten
- Durch Reiben des Halsschilds an der Mittelbrust werden knarrende Töne, vermutlich zur Geschlechterfindung, erzeugt
Quellen, Literatur, Weblinks
https://www.natur-in-nrw.de/HTML/Tiere/Insekten/Kaefer/Cerambycidae/TK-1464.htmlhttp://www.insektenbox.de/kaefer/rothal.htm
W. Dierl „Welcher Käfer ist das? – Die häufigsten Arten Mitteleuropas“, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 2001
W. Willner „Taschenlexikon der Käfer Mitteleuropas- die wichtigsten Arten im Portrait“, Quelle & Meyer Verlag GmbH & Co, 1. Auflage 2013
K.W. Harde, F. Severa „Der Kosmos Käferführer“, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 2014