Hain-Bänderschnecke – Cepaea nemoralis
Aus Offene Naturführer
Version vom 10. Dezember 2020, 10:45 Uhr von Susan Karlebowski (Diskussion | Beiträge)
Deutscher Name: | Hain-Bänderschnecke |
Wissensch. Name: | Cepaea nemoralis (Linnaeus, 1758) |
Weitere deutsche Namen: | Schwarzmündige Bänderschnecke,Hain-Schnirkelschnecke |
Großgruppe: | Weichtiere |
Taxonomie: | Ordnung Pulmonata / Familie Helicidae |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Rote Liste Deutschland: | nicht gefährdet |
Rote Liste Berlin: | nicht gefährdet |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
Besondere Merkmale:
Das Gehäuse der Hain-Bänderschnecke ist gedrückt rundlich. Die Grundfarbe variiert von knalligem gelb über braun und rot bis hin zu einem braunviolett. Meist verlaufen dunkelbraune oder fast schwarze spiralige Bänder auf dem Gehäuse. Die Bänder können auch zu breiten Flächen verschmolzen sein. Der verdickte Rand der Gehäuseöffnung (Lippe) ist fast immer schwarz oder braun. Der Weichkörper ist gelb, grau oder bräunlich.
- meist brauner Rand der Gehäuseöffnung
- Gehäuse oft mit dunkelbraunen Bändern
Bilder
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Beschreibung
Ausführliche Beschreibung: Das gedrückt rundliche Gehäuse ist etwa 2 bis 2,5 cm breit und hoch.
Verwechslungsmöglichkeiten:
Garten-Bänderschnecke | Der Rand der Gehäuseöffnung ist meist weißlich. Sie ist in Berlin wesentlich seltener anzutreffen. |
Lebensweise und Fortpflanzung: Sie ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenen oder verrotteten Pflanzenteilen, aber auch von frischen Pflanzen und Pilzen.
Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland
Mensch und Stadt
Die Hain-Bänderschnecke ist weit verbreitet und sehr häufig in Städten zu finden. Sie lebt bevorzugt in Gärten, Parks und auf Friedhöfen. Sie kommt aber auch in lichten Wäldern, Gebüschen oder Heckenreihen vor.
Wissenswertes
- Die Hain-Bänderschnecke erreicht ein Alter von bis zu acht Jahren.
- Sie ernährt sich hauptsächlich von abgestorbenen oder verrotteten Pflanzenteilen.
- Die Jungschnecken schlüpfen als fertige kleine Tiere aus den Eiern. Das Gehäuse ist dann meist knapp drei Millimeter groß.
- Oft findet man Trümmer ihres Gehäuses auf Steinen oder Baumstümpfen. Dies sind sogenannte Drosselschmieden, an denen Drosseln und andere Singvögel Schneckengehäuse zertrümmern, um an deren Inhalt zu gelangen.
- Sie ist wie alle Landlungenschnecken ein Zwitter, das heißt sie hat männliche und weibliche Geschlechtsmerkmale.
Quellen, Literatur, Weblinks
- Wiese, Vollrath: Die Landschnecken Deutschlands. Finden – Erkennen – Bestimmen. Wiebelsheim: Quelle & Meyer (2014)
- Seite „Hain-Bänderschnecke“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. August 2017, 13:50 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hain-B%C3%A4nderschnecke&oldid=168148280 (Abgerufen: 18. September 2017, 10:02 UTC)
- Nordsieck, Robert: Die lebende Welt der Weichtiere. Bänderschnecken. URL: http://www.weichtiere.at/Schnecken/land.html?/Schnecken/land/baender.html (Abgerufen: 18. September 2017)